09.10.2014 15:29

Kummernummer: ein offenes Ohr

Seit zehn Jahren werden die Berater der Ö3-Kummernummer vom Roten Kreuz geschult.

Kummernummer: ein offenes Ohr
Seit 10 Jahren sitzen vom Roten Kreuz geschulte Freiwillige am Telefon.
©ÖRK/Nadja Meister

Seit nunmehr 30 Jahren holen sich Jugendliche unter der Ö3-Kummernummer Rat und Trost in Notsituationen. Wer seit 2004 die Kurzrufnummer 116 123 wählt, hat einen der rund 100 ehrenamtlichen Beraterinnen und Berater am anderen Ende der Leitung, die vom Roten Kreuz speziell ausgebildet sind. Diese führen jährlich um die 15.000 Gespräche, in denen es meist um persönliche Notlagen geht: von Liebeskummer über Depressionen bis hin zu schweren Krankheiten und tragischen Schicksalen. Je nach Problem kann manchmal schon ein Gespräch helfen, oft wird aber auch an eine spezialisierte Beratungsstelle weitervermittelt.

Ö3-Senderchef Georg Spatt lässt keinen Zweifel an der Notwendigkeit der Hotline: "Menschen in schwierigen Situationen zu helfen ist nicht nur ein ehrlicher Auftrag, sondern es ist uns vielmehr ein echtes Anliegen". Barbara Juen, Chefpsychologin des Österreichischen Roten Kreuzes, ergänzt: "Ob Beziehungsprobleme, finanzielle Not, Verzweiflung, Trauer oder Angst - die Ö3-Kummernummer-Beraterinnen und Berater haben ein offenes Ohr für die Sorgen und Ängste der Anruferinnen und Anrufer. Sie hören zu, finden im Gespräch Lösungswege oder stellen den Kontakt zu einer weiterführenden Betreuung her".

Die Ö3-Kummernummer ist unter 116 123 aus allen Netzen zum Nulltarif erreichbar - absolut anonym, täglich von 16.00 Uhr bis 24.00 Uhr


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