13.09.2019 07:38

IRONORE 2019 – Vom Ankommen und Retten

Der erste Tag der Ironore 2019 ging spektakulär zu Ende. Das Ausgangsszenario der Rotkreuz-Bundesübung, die von der EU co-finanziert wird: Ein schweres Erdbeben hat am Mittwoch, 11. September, im Raum Leoben massive Schäden angerichtet. Die lokalen Rettungseinheiten sind geschwächt – sie brauchen Hilfe von außen. Durch das Innenministerium wurde der EU-Katastrophenschutzmechanismus aktiviert.

IRONORE 2019 – Vom Ankommen und Retten

Bereits am nächsten Tag, 12. September, ab 12:00 Uhr, trafen die externen Hilfskräfte (EU-Einheiten und Rotkreuz-Teams aus nicht betroffenen Regionen) im Einsatzgebiet Leoben ein.

Nach Abstimmung mit lokalen und EU-Behörden, bekamen die Einheiten den Befehl ihre Base of Operation (BoO) (das ist das gemeinsame Lager der Einheiten) zu errichten. Aber soweit kam es gar nicht. Denn auf den Weg wurden sie zu einem schweren Busunfall auf der Zufahrtsstraße zum Präbichl gerufen. Zahlreiche Personen waren im Bus eingeschlossen. Zusammen machten sich Rotkreuz-Einheiten und die sogenannten EU-MUSAR (Medium Urban Search and Rescue) an die Bergung der Personen. Von einer schwangeren Frau mit Blutungen, über Personen mit Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen bis hin zu Knochenbrüchen galt es einige sehr schwierige Fälle zu versorgen und abzutransportieren.

 

Ähnlich spektakulär, war ein teilweise eingestürztes Gebäude am Hauptplatz von Vordernberg. 25 verschüttete Personen warteten hier auf ihre Rettung. Die Einsatzkräfte mussten sich durch dicke Beton- und Hauswände bohren, um die Eingeschlossenen zu befreien.  Um die Bevölkerung mit Trinkwasser zu versorgen, wurde in Leoben eine Trinkwasseraufbearbeitung installiert. Für eine optimale Versorgung der zahlreichen verletzten Personen zu gewährleisten, wurden zudem zwei Feldspitäler aufgebaut.

Fotos: Rotes Kreuz Steiermark / Dokuteam / T. Koller / A. E. Kollmann / J. Pechmann

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