16.09.2019 14:31

IRONORE 2019 - Herausfordernde Szenarien

Tag 2 der Bundesübung des Roten Kreuzes. Es war ein spannender und ereignisreicher Tag für alle Teilnehmer. Eingeschlossene Personen in einem Museum und schreckliche Zugunfälle forderten die Einsatzkräfte.

IRONORE 2019 - Herausfordernde Szenarien
Fotos: Rainer Gryc; Fischer Wolfgang

Auch am zweiten Tag der Rotkreuz-Bundesübung, waren die Einsatzkräfte tatkräftig im Einsatz. In einem Museum wurde eine Schulklasse eingeschlossen. Die sogenannte EU-MUSAR (Medium Urban Search and Rescue) rettete mit schwerem Gerät die Verschütteten aus dem teilweise eingestürzten Gebäude. Die Verletzten wurden anschließend von den Rotkreuz-Einheiten versorgt und behandelt.

Ein ganz anderes Szenario erwartete die Einheiten des Roten Kreuzes und die anderen Einsatzkräfte wenige Kilometer entfernt. Der Kesselwagen eines Railtankers wurde in Folge des Erdbebens von einem Stahlträger in einem Tunnel aufgeschlitzt. Nur durch einen Nothalt konnte der Zug beim Weinzettelgraben Viadukt stoppen. Die geladenen Schadstoffe verletzten Personen in der unmittelbaren Umgebung. Die sogenannten EU CBRN (Chemical, Biological, Radiological and Nuclear Dekontamination) kümmerte sich um die mit Schadstoffen ausgesetzten Personen und die Rotkreuz-Einheiten um die weitere Versorgung der Personen. Auch die Suchhunde-Staffel des Roten Kreuzes war im Einsatz, um nach vermissten Personen zu suchen.

Der wohl spektakulärste Einsatz war der Zusammenstoß eines Personenzuges mit einem Frachtzug. Drei Personenwagen und drei Güterwagen waren stark deformiert und entgleist. Es gab zahlreiche Verletzte, aber auch viele nicht verletze Personen. Durch die Deformation des Frachtzuges konnten Schadstoffe auslaufen und Personen verletzen. Das EU MUSAR retteten die Verletzten aus den Zügen, das EU CBRN kümmerte sich um die kontaminierten Personen aus den Zügen und das Rote Kreuz um die weitere Versorgung der Verletzten und den Transport ins Krankenhaus. Die zwölf verschiedenen Einheiten, zeigten während dieser Übung sehr deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit und die Kommunikation für den Ernstfall sind.

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