17.09.2019 11:48

Ironore 2019 Einsatz am Erzberg

Der letzte Tag der Bundesübung Ironore stand ganz im Zeichen des Erzberges. Bereits um neun Uhr startete die Übung im Übungstunnel von Zentrum am Berg. Ausgangslage des Szenarios war eine Kollision im Tunnel. In den Unfall waren mehrere Autos und zwei Busse verwickelt.

Ironore 2019 Einsatz am Erzberg

Nachdem das Feuer gelöscht werden konnte, galt es die Verletzten zu retten. Die EU-MUSAR (Medium Urban Search and Rescue) Teams verschafften sich einen Überblick im Tunnel und kontrollierten den Eingang. Jedes Rotkreuz-Auto wurde beim Tunneleingang registriert. Neben dem Abfotografieren der Nummerntafeln, werden auch die Personen im Auto gezählt und niedergeschrieben. Alle Menschen, die den Tunnel zu Fuß betraten, wurden ebenso registriert. Dies diente dazu im beengten Tunnelszenario einen besseren Überblick zu behalten.

Im Tunnel galt es für die Einsatzkräfte des Roten Kreuzes die Verletzten zu versorgen. Über 60 Roleplayer mussten in Sicherheit gebracht werden. Von schweren Kopfverletzungen, über Rauchgasvergiftungen bin hin zu psychischen Belastungen waren verschiedene „Krankheitsszenarios“ dabei, die die Aufmerksamkeit der Einsatzkräfte forderte. Viele der Verletzten wurden dann zur Weiterversorgung ins Simmulationskrankenhaus gebracht. Um 13:30 Uhr konnte das erfolgreiche Übungsende verkündet werden.

 

Resümee der Ironore 2019

 

1000 TeilnehmerInnen aus 5 Nationen trainierten bei rund 30 Szenarien für den Katastrophenfall. Der Einsatz innovativer Tools, wie Driver und die XVR Simulationssoftware, machte Ironore2019 einzigartig.

Eines der Hauptübungsziele, die internationale und interdisziplinäre Zusammenarbeit zu stärken, wurde bei der Ironore2019 erreicht. Zudem wurde die Aktivierung des EU-Katastrophenschutzmechanismus erfolgreich trainiert. Gerade in einer vernetzten Gesellschaft im Jahr 2019 ist es dem Roten Kreuz wichtig, in Notfällen auch auf grenzüberschreitende Hilfsmaßnahmen zugreifen zu können. Der Begriff „teilnehmergesteuert“ wurde bei der Ironore2019 gelebt. Sie war die zweigrößte Übung nach dem Sandbox-Ansatz, die es in Österreich je gab. Sandbox hieß in diesem Fall: Das Rote Kreuz stellte die Schadstellen und den Rahmen rund um Eisenerz zur Verfügung. Aber die Teams mussten weitgehend eigenständig arbeiten und Entscheidungen treffen. Dieser schwierige aber realistische Ansatz gewährleistete einen maximalen Lernerfolg für alle beteiligten Einheiten der Ironore2019.

 

Fotos: Hofbauer, W. & M. Fischer

 

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