24.09.2019 12:19

Elektromobilität im Zeichen des Roten Kreuzes

Als erste Bezirksstelle in Österreich setzt das Rote Kreuz Bruck-Mürzzuschlag im qualifizierten Krankentransport auf Elektromobilität. In Bruck an der Mur wird mit einem speziell umgebauten NISSAN e-NV200 das erste, rein elektrisch betriebene Krankentransportfahrzeug mit Tragesessel in den Dienst gestellt.

Elektromobilität im Zeichen des Roten Kreuzes
Bild: Rotes Kreuz, M. Meieregger
"RotKreuz-Bezirksstellenleiter Siegfried Schrittwieser und Bezirksgeschäftsführer Erwin Schume, die beiden Vorstände der Energie Steiermark, Christian Purrer und Martin Graf und Landesrat Anton Lang präsentierten das erste rein elektrisch betriebene Krankentransportfahrzeug mit Tragehilfe."

Schon seit einigen Jahren werden Elektrofahrzeuge in verschiedenen Leistungsbereichen des Roten Kreuzes (z.B. Hauskrankenpflege, Transporte von gehfähigen Patienten, Wirtschaftsfahrzeuge etc.) eingesetzt. Für das Rote Kreuz Bruck-Mürzzuschlag ist jetzt die Zeit gekommen, die neue Technologie auch für den qualifizierten Krankentransport* auszuprobieren.

Um von der Idee zur letztendlichen Umsetzung zu gelangen, waren einige Hürden zu überwinden. Zuerst musste ein Fahrzeug gefunden werden, dass einerseits leistbar und groß genug für die Aus- und Umbauten war, andererseits auch eine entsprechende Kilometerleistung gewährleisten konnte. Die Entscheidung fiel schließlich auf den Elektro Kastenwagen NISSAN e-NV200 , der mit 40 kWh Batteriekapazität rund 300 km im Stadtverkehr gefahren werden kann.

Standortentscheidung Rotes Kreuz Bruck an der Mur

Dass neue Fahrzeug wird in Bruck an der Mur in den Dienst gestellt, da durch die beiden Standorte des LKH Hochsteiermark in Bruck und Leoben und die daraus resultierenden Fahrten zwischen den beiden Häusern für diese Fahrzeugklasse die optimalen Bedingungen vorgefunden wurden.

Zur Umsetzung waren Bezirksstellenleiter Siegfried Schrittwieser und Bezirksgeschäftsführer Erwin Schume aber auch auf Partner zur Finanzierung und mit nötigen Know-how angewiesen.

„Uns ist nicht nur an der bestmöglichen Qualität unserer Mitarbeiter im Rettungsdienst für unsere Patientinnen und Patienten gelegen, sondern wir wollen für den Rettungsbezirk Bruck-Mürzzuschlag auch zukunftsorientiert Wege beschreiten und haben daher erstmals den Schritt in die E-Mobilität gewagt“, erklärt Siegfried Schrittwieser die Motivation, dieses Projekt zu starten. 

Die Förderung der Elektromobilität endet aber nicht bei der Anschaffung eines Elektrofahrzeuges. Für die Dienststelle Bruck an der Mur stehen zukünftig auch Ladestationen – sogenannte WallBoxen – für Mitarbeiter, aber auch für Gäste und Besucher von z.B. Erste-Hilfe-Kursen, zur Verfügung.

"Nachhaltigkeit durch Elektromobilität macht auch bei Einsatzorganisationen absolut Sinn. Wir wollen umweltfreundliche Mobilität ganz gezielt in jene Bereiche bringen, die bis dato noch überhaupt nicht bearbeitet wurden", so die Vorstände der Energie Steiermark, Christian Purrer und Martin Graf. 

 "Mit dieser neuen Kooperation mit dem Roten Kreuz in Bruck-Mürzzuschlag setzen wir österreichweit ein deutliches Signal: Eines, das mit Sicherheit auch für Polizei und Feuerwehr hochinteressant ist. Auch bei diesen Einsatz-Organisationen ist eine sehr positive Bereitschaft in Sachen E-Mobility spürbar. Die Ladeinfrastruktur rund um die Einsatz-Zentrale in Bruck wurde von der Energie Steiermark mit zwei E-Tankstellen aufgerüstet - insgesamt haben wir landesweit mehr als 3,5 Millionen Euro investiert und inzwischen bereits über 800 Ladepunkte verfügbar". 

Elektromobilität löst in naher Zukunft die alten, fossilen Antriebstechnologien ab. Die steirische Landespolitik hat sich dabei die Aufgabe zum Ziel gesetzt die besten Rahmenbedingungen für diese Mobilitätswende zu schaffen.

„Mit der Landesstrategie `Elektromobilität Steiermark 2030´ haben wir die Weichen für eine breite Einführung der Elektromobilität in der Steiermark bereits gestellt. Unser Bundesland geht damit führend voran. In diesem Bereich der Blaulichtfahrzeuge gibt es aktuell noch sehr wenig Erfahrung. Daher unterstütze ich sehr gerne das Pilotprojekt der Bezirksstelle. Ich bedanke mich beim Bezirksstellenleiter Siegi Schrittwieser und seinem höchst engagierten Team für die vorbildliche Initiative und hoffe, dass noch viele weitere Bezirksstellen des Roten Kreuzes folgen werden.“, zeigt sich Landesrat Anton Lang bei der Präsentation des neuen elektrischen Krankentransportfahrzeuges erfreut. 

 

APROPOS: Die Bevölkerung und alle Interessierten sind am Freitag, dem 27. September, von 12 bis 18 Uhr zum Tag der offenen Tür beim Roten Kreuz Bruck an der Mur eingeladen – hier besteht nicht nur die Möglichkeit, die RotKreuz-Dienststelle zu besuchen, sich die Rettungsautos anzusehen und Blut zu spenden, sondern auch das neue elektrische Krankentransportfahrzeug ausgiebig zu begutachten.  

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