05.07.2016 11:51

KINOSPOT DES LANDES: "BLAULICHT UND FOLGETONHORN - WAS TUN?"

Bei Blaulicht und Sirene richtig reagieren

KINOSPOT DES LANDES: "BLAULICHT UND FOLGETONHORN - WAS TUN?"
Land Tirol/Schwarz

Die Landesregierung hat gemeinsam mit den Tiroler Blaulichtorganisationen den einminütigen Spot „Blaulicht und Folgetonhorn – was tun?“ produziert, der jetzt in den Tiroler Kinos vor Filmbeginn gezeigt und im Fernsehen ausgestrahlt wird: Diese Aktion zur Verbesserung der Verkehrssicherheit läuft bis 4. August 2016. Die Filmpremiere fand heute, Montag, im Metropolkino in Innsbruck in Anwesenheit der zuständigen Regierungsmitglieder und der Führungskräfte von Polizei, Rettung und Feuerwehr statt. Die achtminütige Langfassung des Kinospots wird von den Blaulichtorganisationen, Autofahrerklubs sowie Fahrschulen zu Schulungszwecken eingesetzt. Dieser Film des Landes ist auch für alle Interessierten online über das Videoportal YouTube abrufbar. 

Wenn auf Fahrzeuge mit Blaulicht und Sirene nicht richtig reagiert wird, können VerkehrsteilnehmerInnen zu Schaden kommen. Auch die Einsatzteams selbst können durch das unaufmerksame oder unsichere Verhalten von FahrzeuglenkerInnen oder FußgängerInnen gefährdet werden. Im Falle des Rettungsdienstes können außerdem NotfallpatientInnen auf dem Weg ins Krankenhaus ein weiteres Mal zum Unfallopfer werden: wenn andere VerkehrsteilnehmerInnen die Begegnungsregeln mit einem Einsatzfahrzeug missachten. 

LHStv Josef Geisler, Sicherheitsreferent der Landesregierung:

„Mehr als 150.000 Mal werden Rettung und Feuerwehr über den Notruf von der Leitstelle Tirol alarmiert und rücken zum Einsatz aus. Mehr als die Hälfte aller Rettungseinsätze  sind Blaulichteinsätze. Bei der Feuerwehr wird fast jeder Einsatz mit Blaulicht gefahren. 

Dabei kommt es immer wieder zu Verzögerungen und prekären Situationen, weil VerkehrsteilnehmerInnen falsch oder gar nicht reagieren. Mit diesem Filmspot will das Land Tirol für mehr Sicherheit sorgen: Zum Ersten, weil das richtige Verhalten der VerkehrsteilnehmerInnen auch deren eigene Sicherheit erhöht. Zum Zweiten, weil Einsatzkräfte schneller am Einsatzort helfen können, wenn sie den Weg dorthin rasch bewältigen können. Tirol ist spitze, was Hilfe und Versorgung im Notfall anlangt. Ob Rettung, Feuerwehr, Polizei, Berg- oder Wasserrettung. Schnelle Hilfe ist garantiert.“

 

Andreas Karl, Geschäftsführer Rettungsdienst Tirol:

„Viele VerkehrsteilnehmerInnen sind unsicher und nervös, wenn sich Rettung oder Notarzt mit Blaulicht und Folgetonhorn nähern. Oft werden sie noch zusätzlich abgelenkt. Telefonieren - auch mit Freisprecher oder ‚Ohrstöpseln‘ - vermindert die eigene Aufmerksamkeit. Und Kinder oder Menschen mit Beeinträchtigungen hören ein Folgetonhorn oft zu spät oder sogar überhaupt nicht. Genau das birgt Gefahren nicht nur für unsere Einsatzteams und PatientInnen, sondern für alle VerkehrsteilnehmerInnen. Verhalten Sie sich bitte besonders aufmerksam, wenn Sie ein Einsatzfahrzeug mit Sondersignal bemerken. Wir wollen ohne Gefährdung aller Beteiligten rasch und vor allem sicher ans Ziel kommen.“

 

Adolf Schinnerl, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Tirol:

„Als Ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Landes Tirol zählt es zu meinen Aufgaben, die hohe Qualität der Versorgung durch das Rettungs- und Notarztwesen zu erhalten. Schnellstmögliche Hilfe kommt in den meisten Fällen bodengebunden über die Straße. Die Sicherheit im Straßenverkehr ist daher bei Einsatzfahrten eine unabdingbare Voraussetzung für die professionelle Versorgung unserer NotfallpatientInnen. Aus diesem Grund ist es notwendig, alle VerkehrsteilnehmerInnen für das richtige Verhalten gegenüber Blaulicht und Folgetonhorn zu sensibilisieren. Für alle Blaulichtorganisationen gilt: ‚Der Mensch steht im Mittelpunkt unserer Bemühungen‘ - und jeder Verkehrsteilnehmer kann durch sein Verhalten diese Bemühungen wesentlich unterstützen.“ 

Links zum Online-Video: 

Filmspot für Kino und TV

Langfassung

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