25.06.2019 14:13

ERSTHELFER IN ACTION

Der diesjährige Landesbewerb in Erster Hilfe fand am 22. Juni in Seefeld statt. Der Tiroler Rotkreuz-Nachwuchs zeigt sein beeindruckendes Können und meistert die anspruchsvollen Aufgabenstellungen mit Bravour.

ERSTHELFER IN ACTION

Seefeld im Rotkreuz-Fieber


Ein Radunfall auf der Straße, die Oma, die sich plötzlich nicht mehr wohl fühlt oder die kleine Schwester, die im Garten von der Schaukel gefallen ist. Eine Notsituation kann rasch eintreten und dann muss schnell geholfen werden, denn Erste Hilfe kann Leben retten. Umso wichtiger ist es, Erste Hilfe schon bei den Kindern zu trainieren. Es liegt in der Natur der Sache, dass  gewiefte Jung-Ersthelfer ihr Können auch im Rahmen eines Bewerbs zeigen wollen. Und diese Bühne bietet ihnen das Rote Kreuz Tirol alljährlich.


 
Ein spannender Bewerb mit top-Leistungen


Der Landesjugendbewerb in Erster Hilfe des Roten Kreuzes Tirol gehört zu den Eventhighlights des Jahres. Heuer ist Seefeld der Austragungsort. Rund 250 Kinder und Jugendliche im Alter von 13-18 Jahren müssen in Teams verschiedene Notfall-Szenarien bewältigen. „Die Szenarien sind anspruchsvoll gestaltet, bei den Bronze-Anwärtern wird genau darauf geachtet, dass die Erste Hilfe nach Lehrmeinung sitzt, für ein Abzeichen in Silber verlangen wir schon Grundkenntnisse der Sanitätslehre“, sagt Nina Dissertori vom Organisationsteam. "Wenn man bedenkt, dass wir mindestens 80 Prozent aller Erste Hilfe Maßnahmen in die einzelnen Szenarien verpacken, versteht man auch, dass sich die Kinder mindestens ein Jahr lang auf den Landesbewerb vorbereiten müssen und dementsprechend aufgeregt sind“, sagt Dissertori. Die Bewerter schauen den Kindern genau auf die Finger und beurteilen nicht nur, wie präzise Erste Hilfe geleistet, sondern ob auch gut im Team zusammengearbeitet wird.

 

Strahlende Sieger


Am Ende des Tages gibt es viele glückliche und stolze Gesichter, aber die Top-Stockerlplätze können nur an einige wenige gehen. In der Wertungsklasse Bronze 1 ist die Bewerbsgruppe aus Matrei erfolgreich. Der Sieg in der Wertungsklasse Bronze 2 geht in das Defereggental und das Siegerteam in der Klasse Silber kommt aus Sillian. „Wir gratulieren natürlich den Siegern, aber auch allen Zweit- und Drittplatzierten und letztlich allen Kindern, die am Bewerb teilgenommen haben. Wir sind stolz darauf, so gut ausgebildete ErsthelferInnen beim Roten Kreuz zu haben“, zeigt sich Thomas Wegmayr von der Geschäftsleitung des Roten Kreuzes Tirol beeindruckt.

 

Ehrenamtlicher Großeinsatz für die Rotkreuz-Mitarbeiterinnen


Ein Landesjugendbewerb in Erster Hilfe kann nur mit der Unterstützung vieler ehrenamtlicher MitarbeiterInnen und Sponsoren umgesetzt werden. Insbesondere die MitarbeiterInnen der Bezirksstelle Innsbruck Land rund um Cheforganisator Daniel Binder waren monatelange mit den Vorbereitungen auf das Großereignis beschäftigt und vor Ort braucht es an die Hundert freiwillige Helfer, damit die Veranstaltung gut, professionell und gesund über die Bühne gehen kann. Bezirksstellenleiter Günther Ennemoser ist stolz auf sein Team und spricht allen HelferInnen seinen Dank aus. „Insgesamt waren an die 400 Kinder und Jugendliche zwei Tage lang in Seefeld. Wer nicht am Erste Hilfe Bewerb teilgenommen hat, konnte im alternativen Henri-Cup seine sozialen Kompetenzen zeigen, Freundschaften pflegen oder an einem der vielen Rahmenprogrammpunkte teilnehmen. Untergebracht waren die Kinder in den Klassenzimmern der Neuen Mittelschule Seefeld und bestens verpflegt wurden sie durch die MitarbeiterInnen der Feldküche des Roten Kreuzes Kufstein. Auch diese KollegInnen haben ehrenamtlich gearbeitet“, sagt Ennemoser. Der Bezirksstellenleiter weiß, warum sich der enorme Aufwand und Einsatz lohnt: „Jedes Kind, das im Notfall richtig und rasch handelt, das hinschaut und soziale Missstände erkennen kann, das hilft, wenn Hilfe nötig ist, ist ein Gewinn für die Gesellschaft. Aus diesem Grund liegt uns die Förderung junger Menschen im Roten Kreuz ganz besonders am Herzen“.

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