11.10.2019 10:18

Rotes Kreuz: Selbsthilfekompetenz für den Katastrophenfall stärken

Am 13.10. ist Internationaler Tag der Katastrophenvorsorge - was Sie im Notfall zuhause haben sollten

Rotes Kreuz: Selbsthilfekompetenz für den Katastrophenfall stärken

Wien (Rotes Kreuz) – Die Zahl der Katastrophen wird durch den Klimawandel steigen. Laut einer internationalen Rotkreuz-Studie werden 2050 etwa 200 Millionen Menschen aufgrund von klimabedingten Katastrophen auf Hilfe angewiesen sein. Das Österreichische Rote Kreuz trainiert regelmäßig für den Ernstfall. In den Rotkreuz-Katastrophenhilfezentren lagern Zelte, Decken, Heizkanonen, Feldbetten, Medikamente und weitere Bedarfsartikel für tausende in Not geratene Menschen im In- und Ausland.

„Wichtig ist, dass Privathaushalte sich selbst helfen können. Im Katastrophenfall können nicht alle Betroffenen sofort erreicht werden. Mit ein paar einfachen Maßnahmen kann sich jeder vorbereiten“, sagt Michael Opriesnig, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. Als Beispiele nennt er Hochwasser, tagelanger Stromausfall aber auch alltägliche Situationen, wie eine Grippeerkrankung im Singlehaushalt. „Gut vorbereitet zu sein, bedeutet zehn Tage nicht aus dem Haus zu müssen“, sagt Opriesnig.

Hier die wichtigsten Tipps:

Notration Lebensmittel und Wasser anlegen
„Menschen und Haustiere brauchen 1,5 bis 2,5 Liter Trinkwasser pro Tag – das sind 14 Liter für eine Person pro Woche“, sagt Opriesnig. Als Vorrat eignet sich prickelndes Mineralwasser in Glasflaschen. Auch an Gebrauchswasser zum Waschen denken. „Legen Sie einen Lebensmittelvorrat an. Denken Sie dabei auch an spezielle Nahrung für Kleinkinder und Haustiere“, sagt Opriesnig. Ausreichend Reserven für mindestens ein bis zwei Wochen einplanen, nicht verderblich und gut eingepackt. Früchte und Gemüse in Dosen, Getreideprodukte, Fleisch, Öl, Salz, Zucker. Da bei Stromausfällen der Herd nicht funktioniert, alternative Kochmöglichkeiten, wie Campingkocher oder Griller mitdenken. Personen, die chronisch krank sind, sollten auch ausreichend Medikamente vorrätig haben.

Dokumente & Notgepäck vorbereiten

„Bei Katastrophen muss man die Wohnung schnell verlassen können. Wenn das Nachbarhaus brennt, sollte man die wichtigsten Dinge und Dokumente sofort griffbereit haben“, sagt Opriesnig. Im Notgepäck sollten neben einer Mappe mit persönlichen Urkunden, auch warme Kleidung und persönliche Medikamente enthalten sein. Zum Transport ist am besten ein Rucksack geeignet. Dokumente können durch Brand oder Wasser zerstört werden, daher empfiehlt das Rote Kreuz Kopien der wichtigsten persönlichen Urkunden und Versicherungspolizzen an einem sicheren Ort (Cloud, bei Freunden mit anderem Wohnort, Bankschließfach) abzulegen.

Genügend Bargeld zuhause aufbewahren
Bei Katastrophen kann es sein, dass es nicht möglich ist, Geld vom Bankomaten abzuheben. „Bewahren Sie immer ausreichend Bargeld zuhause an einem sicheren Ort auf“, sagt Opriesnig.

Checklisten zur Vorbereitung und Warnungen vor Katstrophen gibt es auch über die Team Österreich App, die gemeinsam vom Roten Kreuz und Ö3 entwickelt wurde.
Mehr Informationen unter: www.teamoesterreich.at

Fotos: Hier klicken.

Rückfragehinweis:

Vera Mair, M.A.I.S.
Österreichisches Rotes Kreuz
Presse- und Medienservice
Tel.: +43/1/589 00-153
Mobil: +43/664 544 46 19
mailto: vera.mair(at)roteskreuz.at

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