Osttirol

14.04.2020 07:04

Die Zeit nach dem Brand

im Rotkreuz-Gebäude der Sozialen Servicestelle und "Betreubarem Wohnen"

Die Zeit nach dem Brand

Die Brandkatastrophe vom Mittwoch in der Karwoche, im 2019 neu bezogenen Rotkreuz-Zubau, hat uns – vor allem nach den anhaltenden Herausforderungen der letzten Monate - kurzzeitig an unsere Grenzen gebracht. Aber nur kurz, denn alles, was wirklich zählt ist, dass dabei niemand körperlich zu Schaden gekommen ist.

Damit sind in erster Linie unsere Hausbewohner vom „Betreubaren Wohnen“ gemeint, die je nach individueller Bedürftigkeit ein weitestgehend eigenständiges Leben führen und damit ihr Zuhause bei uns gefunden haben. Sie wohnen alleine und können Leistungen des Roten Kreuzes, des Sozialsprengels oder auch der Lebenshilfe mit in Anspruch nehmen. (z. B. Essen auf Rädern, Rufhilfe, etc.). Der große Vorteil für die Bewohner ist, dass sie mit unserer Sozialen Servicestelle einen Ansprechpartner haben, der sie bei kleineren und größeren Anliegen gerne unterstützt. Vier dieser insgesamt zehn Wohnungen sind durch den Brand sehr in Mitleidenschaft gezogen worden; die übrigen sechs Wohnungen dürften in Kürze jedoch schon wieder bewohnbar sein.

Unsere Frau Bürgermeisterin war höchstpersönlich vor Ort; noch während der Löscharbeiten durch die Lienzer Feuerwehr organisierte sie zwei Unterkünfte für Bewohner, die ein Ersatzquartier benötigten. Sechs weitere Mieter konnten bisweilen bei Angehörigen untergebracht werden. Gestern – am Tag danach - konnten wir uns telefonisch bzw. persönlich davon überzeugen, dass es unseren Mietern den Umständen entsprechend gut geht. Wir wollen, in Absprache mit den Angehörigen, auch weiterhin und bis zum Wiedereinzug den persönlichen Kontakt aufrechterhalten und für alle Anliegen zur Seite.

Die bislang unklare Ursache des Brandes wird in den nächsten Tagen von Sachverständigen untersucht. Was uns der ausführende Architekt heute wiederum bestätigte, ist, dass bei der Planung und dem Bau auf qualitativ hochwertigen Brandschutz geachtet wurde. Dem ist auch zu verdanken, dass die übrigen sechs Wohneinheiten weitestgehend unbeschädigt sind.

Wir möchten auf diesem Wege der Feuerwehr Lienz, Frau Bürgermeisterin DI Elisabeth Blanik, unseren Bewohnern und deren umsichtigen Angehörigen ein ehrliches und aufrichtiges Vergelt‘s-Gott aussprechen. Aber nicht zuletzt sei auch unseren MitarbeiterInnen und Mitarbeitern gedankt, die sich mit Bedacht und notwendiger Sorgfalt um die BewohnerInnen und deren Angehörige in allen anfallenden Anliegen gekümmert haben und noch kümmern – vielen Dank!

Mit dem seit einigen Wochen viel strapazierten Satz „… gemeinsam schaffen wir auch das!“, möchten wir allen Beteiligten und auch jenen, die unser Rotes Kreuz immer wieder mit Spenden und positiven Rückmeldungen unterstützen, Mut machen und um’s Durchhalten bitten. Vielen, vielen Dank dafür!

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