Osttirol

19.05.2020 08:20

Die Rotkreuz-Jugend in Corona-Zeiten

Auch in der aktuellen Situation beschäftigt sich die Rotkreuz-Jugend mit Erster Hilfe und hält Kontakt – im Netz.

Die Rotkreuz-Jugend in Corona-Zeiten

Über 100 motivierte 13 bis 18-Jährige treffen sich regelmäßig in den Jugendgruppen vom Roten Kreuz Osttirol. Die Gruppenstunden versprechen mehrfach herausfordernde Abwechslung: Die Youngsters üben Erste Hilfe-Maßnahmen und stellen coole Projekte in der Region auf die Beine.

Digital unterwegs. „Die Covid-19-Pandemie stellt auch uns vor Herausforderungen, da die Gruppenstunden nicht stattfinden können. Aber viele Treffen werden nun digital veranstaltet“, erklärt Evelyn, Jugendbetreuerin in Sillian. Über eine Online-Lernplattform können verschiedene Aufgaben auch von zu Hause aus gemacht werden.

Ein kleines Team aus Betreuern erstellt hier wöchentlich E-Learning Aufgaben für alle Jugendgruppen aus dem Bezirk Osttirol. Kontrolliert werden die Aufgaben dann von den einzelnen Jugendgruppenbetreuern der verschiedenen Ortsstellen.

„Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, stärken wir die Gruppendynamik mit verschiedensten Aktivitäten, wie einer Fotosafari oder Videochats,“ so Evelyn Klammer (in der Foto-Collage unten rechts).

Junge Vorbilder. Für Kinder / Jugendliche, die noch nie etwas von den Rotkreuz-Jugendgruppen gehört haben: Was macht man in der Jugendgruppe? Wie sieht eine Gruppenstunde bei uns normalerweise aus?

In der Jugendgruppe hat man die Möglichkeit schon sehr jung die Erste Hilfe und später auch die Sanitätshilfe zu erlernen. Man trifft sich (meist in der zugehörigen Ortsstelle in Sillian, Matrei, Defereggental oder Lienz) wöchentlich, wo dann die verschiedensten Themen aus der Ersten Hilfe und der Sanitätshilfe sowohl theoretisch als auch praktisch bearbeitet werden. Die Gruppenstunden sind ganz unterschiedlich aufgebaut: einmal sind Gruppenarbeiten angesagt, ein anderes Mal werden Videos erstellt, dann wieder praktische Fallbeispiele geübt usw. Außerdem wird versucht, das Ganze so lustig und attraktiv wie möglich für die Jugendlichen zu gestalten, weshalb natürlich jede Menge Gruppenaktivitäten, wie gemeinsames Grillen, Rodeln, verschiedene Ausflüge sowie das jährliche Verteilen des Friedenslichts stattfinden.

Mit 13 kann man in der Kategorie Bronze (Erste Hilfe) beginnen, wenn man diese Kategorie erfolgreich beim Landesjugendbewerb abschließt, dann kommt man in die nächste Kategorie (Silber – Sanitätshilfe). Abschließen kann man die Jugendgruppe dann in der Kategorie Gold - mit einer fertigen Rettungssanitäterausbildung – das bedeutet, sich für den Rettungsdienst qualifiziert zu haben.

Leider kann der diesjährige Landesjugendbewerb in Matrei in Osttirol, aber auch unser bezirksinterner Jugendbewerb heuer nicht stattfinden. Trotzdem wird in den Gruppen weiter trainiert und das Zusammenwirken und Helfen als Team gefördert.

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