18. Internationale Kriseninterventionstagung 2019

27. und 28. September 2019, Universität Innsbruck, Campus Innrain 52

Ethik in der Krisenintervention  

 

Das fast fertiggestellte Programmheft ist hier zum Download für Sie bereit (Stand: 30. August 2019). Änderungen vorbehalten.

 

Thematisch werden wir dieses Jahr das Thema Ethik in der Krisenintervention behandeln.

Wir verstehen das Thema Ethik in der Krisenintervention im Sinne von Konflikten mit grundlegenden Werten und die damit verbundene Problemstellung hinsichtlich unseres psychosozialen Tuns. Dies können zum Beispiel Probleme der Neutralität, der Verschwiegenheit, der Einschränkung persönlicher Freiheiten, der Toleranz anderer Kulturen, Einstellungen, Glaubensrichtungen bzw. Einhaltung persönlicher Grenzen sein. Zusätzlich ist aber auch die Absicherung ethischer Werte in den unterschiedlichen organisationalen Strukturen (zum Beispiel »code of conduct«, Ausbildung, Selektion) gemeint.

Korrektes ethisches Handeln und die damit verbundenen Konflikte bzw. Dilemmata bringen uns immer wieder an unsere eigenen Grenzen. Im Spannungsfeld von divergierenden Bedürfnissen von Betroffenen, unterschiedlichen Ansprüchen von beteiligten Organisationen und uns als professionellen Akuthelfer*innen in der Extremsituation von traumatischen Ereignissen erfordert es immer wieder ein Anpassen, ein Neukalibrieren unserer Interventionen und Ansprüche an ethischen Grundhaltungen, im Sinne das Bestmögliche für unsere Klient*innen »herauszuholen«.

 

Wichtig ist für uns wie immer, die Rückführung theoretischer und wissenschaftlicher Inhalte auf die gelebte Praxis im Sinne einer praktischen Fundierung der Krisenintervention.
In gewohnter Manier kooperieren wir mit vielen anerkannten Fachkräften aus dem deutschsprachigen Raum.

 

Neben Einführungsvortragen mit Fallbeispielen aus der Praxis soll in Vertiefungsvorträgen und in fallbezogenen Beiträgen eine Vertiefung in die breite Thematik gegeben werden, auch unter Berücksichtigung von Schwierigkeiten und Grenzen, mit denen wir in unserer Arbeit konfrontiert sind.
Zusätzlich soll mit sogenannten Qualitätssicherungsvorträgen der Austausch und das Vernetzen über best practice bzw Erfahrungswerte aus der Praxis in der Umsetzung von Qualitätssicherungsmaßnahmen im Bereich Krisenintervention und Einsatzkräftenachsorge gefördert werden.

 

Die seit 2002 bestehende Kriseninterventionstagung in Innsbruck versteht sich als Schnittstelle zwischen Forschung und der gelebten Praxis – eines der wenigen erfolgreichen Felder der direkten Umsetzung von psychologischer Forschung und Anwendung mit großer positiver Resonanz in Politik und Gesellschaft.

Sie ist die größte Fachtagung zum Thema Krisenintervention im deutschsprachigen Raum und ein Fixpunkt im Bereich des Wissenstransfers und der Vernetzung von Kriseninterventionsteams, Peer-Support Teams, NotfallpsychologInnen, NotfallseelsorgerInnen, Einsatzkräften und PsychotherapeutInnen und vielen anderen mehr.

 

Die Tagung ist für alle Interessierten offen.

Aus Gründen der Qualitätssicherung ist die maximale TeilnehmerInnenzahl auf knapp über 550 Personen begrenzt.

Besuchen Sie unsere Homepage regelmäßig. Weitere Informationen werden laufend ergänzt.

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