18. Internationale Kriseninterventionstagung 2019

27. und 28. September 2019, Universität Innsbruck, Campus Innrain 52

Ethik in der Krisenintervention  

Wir verstehen das Thema Ethik in der Krisenintervention im Sinne von Konflikten mit grundlegenden Werten und die damit verbundene Problemstellung hinsichtlich unseres psychosozialen Tuns. Dies können zum Beispiel Probleme der Neutralität, der Verschwiegenheit, der Einschränkung persönlicher Freiheiten, der Toleranz anderer Kulturen, Einstellungen, Glaubensrichtungen bzw. Einhaltung persönlicher Grenzen sein. Zusätzlich ist aber auch die Absicherung ethischer Werte in den unterschiedlichen organisationalen Strukturen (zum Beispiel »code of conduct«, Ausbildung, Selektion) gemeint.

Korrektes ethisches Handeln und die damit verbundenen Konflikte bzw. Dilemmata bringen uns immer wieder an unsere eigenen Grenzen. Im Spannungsfeld von divergierenden Bedürfnissen von Betroffenen, unterschiedlichen Ansprüchen von beteiligten Organisationen und uns als professionellen Akuthelfer*innen in der Extremsituation von traumatischen Ereignissen erfordert es immer wieder ein Anpassen, ein Neukalibrieren unserer Interventionen und Ansprüche an ethischen Grundhaltungen, im Sinne das Bestmögliche für unsere Klient*innen »herauszuholen«.

Wichtig war für uns wie immer, die Rückführung theoretischer und wissenschaftlicher Inhalte auf die gelebte Praxis im Sinne einer praktischen Fundierung der Krisenintervention.
In gewohnter Manier kooperierten wir mit vielen anerkannten Fachkräften aus dem deutschsprachigen Raum.

Nach der Eröffnung durch unsere Ehrengäste von der Universität (VR Univ.-Prof. Dr. Bernhard Fügenschuh), von der Landesregierung Tirol  (Landesrat Univ.-Prof. DI Dr. Bernhard Tilg via Videobotschaft) und dem Roten Kreuz (Präsident des Tiroler Roten Kreuzes Dr. Robert Moser) sind wir in ein abwechslungsreiches Programm gestartet. 38 Referent*innen haben uns in 38 Vorträgen Themenbereiche des ethischen Handelns im Bereich der psychosozialen Notfallversorgung nähergebracht und uns zu Diskussionen angeregt.

In den Pausen konnten wir einen regen Austausch zwischen den Teilnehmer*innen beobachten.

Ingo Vogl hat uns wie schon so oft auf seine großartige Art und Weise zum Lachen, aber im Besonderen zum Nachdenken gebracht. Danke Ingo, dass du ein so fixer Bestandteil unserer Tagung geworden bist und bleibst.

Insgesamt haben ca. 620 Personen an der Tagung teilgenommen.

 

Download der von den Referent*innen zur Verfügung gestellten Unterlagen:

Download Vorträge (ca. 27 MB - 02.10.2019)

 

 

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