18.12.2019 12:52

Rotkreuz- und Rothalbmond-Konferenz: Gemeinsam humanitäre Probleme lösen

Die dringendsten humanitären Probleme wurden im Rahmen der Internationalen Konferenz in Genf diskutiert.

Rotkreuz- und Rothalbmond-Konferenz: Gemeinsam humanitäre Probleme lösen
Gemeinsam humanitäre Probleme lösen: das wollen alle 192 Mitglieder der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung

Genf. – 1930 Abgeordnete aus der ganzen Welt traten von 9. bis 12. Dezember im Rahmen der Internationalen Konferenz in Genf zusammen. Die Konferenz findet seit 1867 alle vier Jahre statt und ist ein weltweit führendes globales Forum, bei dem Entscheidungen über humanitäre Fragen getroffen werden. Im Vordergrund der Konferenz steht die Einhaltung und Förderung des Humanitären Völkerrechts (HVR); bei der diesjährigen Konferenz waren zusätzlich Vertrauen, mentale Gesundheit, der Klimawandel, Datenschutz sowie Migration wichtige Themen auf der Agenda.


Die ÖRK-Delegation wurde von Präsident Gerald Schöpfer und Generalsekretär Michael Opriesnig angeführt, Botschafter Helmut Tichy und Botschafterin Desirée Schweitzer vom Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres leiteten die Delegation, die Österreich als Vertragspartei der Genfer Abkommen vertrat. „Die Internationale Konferenz ist eine weltweit einzigartige Veranstaltung, in dem humanitäre Herausforderungen mit Regierungsvertretern diskutiert werden können. Die Tatsache, dass offizielle Vertreter von 168 Staaten anwesend waren, zeugt davon, welchen hohen Stellenwert die internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung hat.“, so Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes.


Österreich setzte sich bei der Konferenz insbesondere für die Einhaltung des humanitären Völkerrechts ein. „Mögliche Verletzungen des humanitären Völkerrechts sollten durch die Internationale Ermittlungskommission untersucht werden, die durch Zusatzprotokoll I zu den Genfer Abkommen geschaffen wurde“, forderte Botschafter Helmut Tichy. Außerdem müsse dem Umstand Rechnung getragen werden, dass bewaffnete Konflikte heute immer häufiger in besiedelten Gebieten stattfinden; Österreich unterstütze deshalb die Ausarbeitung einer politischen Erklärung zu diesem Thema.


Botschafterin Desirée Schweitzer zeigt sich über den Austausch auf der Konferenz erfreut: „Bei der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondkonferenz konnten wir uns über die Möglichkeiten austauschen, Klimapolitik, Entwicklungsprogramme und humanitäre Hilfe bestmöglich im Sinne der Betroffenen zu kombinieren“. Extreme Wetterphänomene aber auch die langfristigen negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Lebensgrundlagen vieler Menschen stellen eine gewaltige Herausforderung dar. "Gemeinsam mit der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung arbeitet Österreich an der Linderung der Not der Betroffenen und an der  Krisenvorsorge und Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen neuerliche Klimaschocks", so Schweitzer.

socialshareprivacy info icon