24.04.2018 13:13

Rotkreuz-Abteilung Bludenz zog Jahresbilanz

Rund 21.000 Mal rückte die Rotkreuz-Abteilung Bludenz – St. Gallenkirch – Sonntag im vergangenen Jahr aus und legte dabei 660.000 km zurück.

Rotkreuz-Abteilung Bludenz zog Jahresbilanz
Jürgen Bürkle – Rotkreuz-Diamant
Bgm. Mandi Katzenmayr bei den Grußworten

Um diese Anzahl an Einsätzen zu bewältigen, steht Kommandant Achim Dünser ein Team von gesamt 362 Mitarbeitern – darunter ehrenamtliche, berufliche Mitarbeiter, Zivildiener und Notärzte – zur Verfügung. Dabei unterstützen auch die First-Responder-Gruppen aus den Talschaften, die 205 Einsätze als Ersthelfer im letzten Jahr übernommen haben, bis das Rettungsteam eintrifft. Ebenso zeigt sich die Jugend mit aktuell 43 Aktiven von einer besonders starken Seite.

 


Veränderungen, Wechsel und neue Herausforderungen

„Die Rotkreuz-Abteilung hat ein sehr intensives Jahr hinter sich“, so Dienststellenleiter Alexander Berchtold. Nachdem im Mai die Neubesetzung des Dienststellenleiters für den hauptberuflichen Bereich erfolgte, mussten im Juni Neuwahlen durchgeführt werden. Die stetig steigenden Anforderungen an das Personal, gleich ob ehrenamtlich oder beruflich sowie die Qualitätssicherung sind Herausforderungen, derer sich die Abteilung zu stellen hat. Dazu kommt die steigende Transportzahl, die eine höhere Belastung der Freiwilligen, besonders während der Nachtdienste, führt.

 


Generationen und verdiente Ehrungen

Lässt man seinen Blick bei der Versammlung durch den Saal schweifen, sind mehrere Generationen vertreten. Vom ältesten Mitglied Anton Gaiser (Jg. 1932) bis zur Jüngsten, Anika Lenz (11 Jahre) und auch das eine oder andere Vater-Sohn-Gespann ist bei der Bludenzer Rettung aktiv.

Besondere Leistungen, aber auch Treue wurden an diesem Abend gebührend gefeiert. So dürfen Hannes Kurz, Christina Gstrein und Christian Neff das Dienstjahresabzeichen für 10 Jahre entgegen nehmen, sowie Luise Brandner, Rudolf Brandner, Josef Behmann, Erika Erhart, Gabriel Türtscher und Ursula Salzgeber-Draxler für 15 Jahre. Bereits 20 Jahre der Rotkreuz-Abteilung angehören Kommandant Achim Dünser und Dr. Michael Gunz.Für besondere Verdienste dürfen Gerd Rützler, Thomas Bickel und Mathias Klisch das Verdienstzeichen in Bronze tragen, sowie in Silber Horst Burtscher, Roland Kessler, Manfred Schöch und Edith Tschofen.

Wenn das Goldene Verdienstkreuz übergeben wird, erzählen diese Mitarbeiter eine besondere Rotkreuz-Geschichte und tragen auch zum Bestand bei. Christoph Salzgeber und Reinhard Moosbrugger wurden entsprechend dafür bei der Versammlung gelobt. 

 


Jürgen Bürkle erhält Rotkreuz-Diamant

Veränderungen, Wechsel und neue Herausforderungen – darüber kann Jürgen Bürkle wahrscheinlich ein Lied singen. Er ist bereits seit 1976 Mitglied der Rotkreuz-Abteilung und kann auf eine fast 20-jährige Ausschusstätigkeit zurückblicken. Jürgen Bürkle war mit seinem Blick über den Tellerrand, auch aufgrund seiner Tätigkeit in anderen Organisationen, und seiner Handschlagqualität ein sehr gewissenhafter und treuer Mitarbeiter. „Die Veränderung in den letzten Jahren sind enorm.“

 


Jürgen Bürkle – und die Ansicht von damals und heute

„Als ich zum Roten Kreuz kam, waren wir an die 40 Leute. Während des Dienstes ist man zusammen am Tisch gesessen und hat einen Jass gemacht. Das Vereinswesen hatte damals einen höheren Stellenwert wie heute. Heute kennt man meist nur noch wenige Kameraden, bei fast 400 Mitgliedern auch nicht möglich. Früher hat wirklich jeder, jeden gekannt und die digitale Welt war noch nicht so präsent wie jetzt. Heute sitzen die Kameraden mit Laptop oder Handy am Tisch. Das gab es früher einfach nicht.Was mir noch auffällt ist, dass die Wertschätzung der Patienten größer war. Beobachtet man die medialen Berichte, werden die Sanitäter immer mehr attackiert. Damals war die Wertschätzung eine höhere und andere als heute. Veränderungen und Herausforderung – tagtäglich, das passt sehr gut.“

 

 

 

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