07.05.2018 09:36

Rotkreuz-Mitarbeiter sind mit viel Herz, Einsatz und Motivation dabei

Jährlich am 8. Mai feiert das Rote Kreuz den Weltrotkreuztag, am Geburtstag Henry Dunants, dem Begründer der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Eine wesentliche Säule der Organisation bleibt nach wie vor die Freiwilligkeit. Österreichweit sind es 70.000 Menschen, darunter über 1.600 beim Roten Kreuz Vorarlberg, die sich ehrenamtlich engagieren.

Rotkreuz-Mitarbeiter sind mit viel Herz, Einsatz und Motivation dabei
Karoline und Paul Bergmeister mit Sohn David.

 

Zu unseren 1.600 Freiwilligen kommen noch 200 Hauptberufliche und jährlich 200 Zivildiener – gemeinsam ergibt das ein dichtes Sicherheitsnetz, welches an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr der Bevölkerung im Ländle zur Verfügung steht.

Der Weltrotkreuztag wird jedes Jahr zum Anlass genommen, um die Leistungen der Freiwilligen und Mitarbeiter zu würdigen. Denn sie sind es, die täglich im Dienst für Menschen in Not stehen und keine Mühe scheuen, um Leben zu retten. 

 


Gemeinsame Rotkreuz-Liebe

Dass die Tätigkeit beim Roten Kreuz Menschen verbindet, haben auch die beiden Mitglieder Karoline und Paul Bergmeister aus Frastanz erfahren. Vor mehr als zehn Jahren haben sie sich bei ihrem liebsten Hobby kennen gelernt, seit fünf Jahren sind die beiden verheiratet und ihr gemeinsamer Sohn David feiert bald seinen zweiten Geburtstag.

Karoline (32) ist über das Jugendrotkreuz und die Ortsstelle Frastanz schlussendlich als Rettungssanitäterin zur Rotkreuz-Abteilung Feldkirch gekommen. Seit ihrem 18. Lebensjahr versieht sie regelmäßig freiwillig Nachtdienste. Auch neben dem Dienstbetrieb ist sie sehr engagiert, leitete in Frastanz viele Jahre das Jugendrotkreuz. Seit der Ausbildung zur Erste-Hilfe-Lehrbeauftragten gibt die Kindergartenpädagogin fürs ÖRK regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse, während ihrer Karenz sogar noch mehr als zuvor.

Paul (36) ist nach der Absolvierung des Zivildienstes der RK-Abteilung Feldkirch als Freiwilliger erhalten geblieben und hat neben seinem Medizin-Studium regelmäßig Nachtdienste gemacht. Nach Studienabschluss hörte der gebürtige Feldkircher mit dem aktiven Dienst auf, dem Roten Kreuz blieb er weiterhin bei Schulungen treu. Seit drei Jahren ist Paul nun wieder zurück im Einsatz, als Notarzt am Notarzteinsatzfahrzeug Feldkirch.

 


Unbezahlbares Hobby

„Die Tätigkeit beim Roten Kreuz ist für uns etwas ganz Besonderes“, ist sich das Ehepaar einig. „Durch unsere jahrelange Mitgliedschaft haben wir viele Freunde gewonnen! Sicher sind die Dienste als Rettungssanitäterin und Notarzt anstrengend und oft fordernd. Die Motivation, nachts aufzustehen und auszufahren, ist nicht immer gleich groß. Doch die tolle Kameradschaft, die vielen Freundschaften und die Sinnhaftigkeit unserer freiwilligen Arbeit sind unbezahlbar!“

Das zeitintensive Hobby lässt sich sogar mit der Familie vereinbaren, wie es die Bergmeisters beweisen. „Die Großeltern stehen als Babysitter für unseren David immer parat und meistens schläft er dort auch besser als zuhause“, erzählt Karoline mit einem Augenzwinkern. 

 


Aufgabe: Rettungssanitäter

Karoline und Paul Bergmeister machen sich viele Gedanken, wie es mit dem Rettungssystem weitergeht. „Es ist wohl eine wichtige Errungenschaft und gesellschaftlich und auch aus medizinischer Sicht sinnvoll, dass wir in Vorarlberg viele gut ausgebildete freiwillige Rettungssanitäter haben. Es gilt, diese Strukturen zu erhalten und zu optimieren, damit unser System auch weiter Bestand haben kann“, erklärt Paul.

Sicher haben viele Menschen großen Respekt vor der Aufgabe Rettungssanitäter. Man wird mit Situationen konfrontiert, auf die man sich nur bedingt vorbereiten kann. „Aber mit den Jahren und der zunehmenden Erfahrung lernt man, die unterschiedlichen Notfallsituationen strukturiert und problemorientiert zu meistern“, so die beiden Frastanzer.

Zum Glück gehen die meisten Einsätze gut aus, dazwischen gibt es natürlich auch Schicksalsschläge und man sieht viel menschliches Leid. „Wenn man es schafft, aus diesen Extremsituationen gestärkt herauszukommen, kann man davon profitieren. Der Mensch wächst nun mal mit seinen Aufgaben“, sagt Paul.

 

 

 

socialshareprivacy info icon