13.09.2019 12:36

Am 14. September ist Welttag der Ersten Hilfe

Am 14. September ist Welttag der Ersten Hilfe
Carmen Huber, Leiterin Jugend Rotes Kreuz Bruck/Leitha, und der junge Ersthelfer Elijah von der Jugendgruppe des Roten Kreuzes Bruck/Leitha.

Wien (Rotes Kreuz) – In Österreich erleiden jedes Jahr rund 10.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen Atem-Kreislauf-Stillstand – nur jeder Zehnte überlebt. In 90% der Fälle ist niemand da, um in den ersten Minuten mit der Herzdruckmassage zu beginnen.


„Bei einem Herz-Kreislaufstillstand muss nach Absetzen des Notrufes sofort mit der Wiederbelebung begonnen werden. Hier zählt jede Sekunde. Drücken Sie mit dem Handballen schnell und kräftig auf die Mitte des Brustkorbs“, sagt Rotkreuz-Chefarzt Dr. Wolfang Schreiber. Ersthelfer sollten nach 30 Herzdruckmassagen zwei Beatmungen durchführen. Um den richtigen Rhythmus zu finden, im Takt von „Stayin‘ Alive“ der Bee Gees drücken.


Erste Hilfe ist einfach. Um Unsicherheiten abzubauen, empfiehlt das Rote Kreuz das Erste-Hilfe-Wissen alle fünf Jahre aufzufrischen. Im Vorjahr besuchten mehr als 190.000 Erwachsene einen Erste-Hilfe-Kurs beim Roten Kreuz. Das Jugendrotkreuz bildete 100.000 Schüler in Erster Hilfe aus.


Dass Erste Hilfe kinderleicht ist, zeigt das Beispiel von Elijah aus Niederösterreich. Der damals erst Zwölfjährige rettete seinem Nachbarn vergangenen Sommer das Leben. Er begann sofort mit der Herzdruckmassage, als der Mann plötzlich einen Herzkreislauf-Stillstand erlitt. Die Handgriffe hatte Elijah beim Jugendrotkreuz gelernt.


„Leben retten ist keine Frage des Alters. Kinder haben eine viel offenere Herangehensweise als Erwachsene und helfen mit Begeisterung. Deshalb ist es wichtig, dass Erste Hilfe so früh wie möglich unterrichtet wird“, sagt Renate Hauser, Leiterin des Jugendrotkreuz. Mithilfe des Maskottchens „Helfi“ haben im Vorjahr mehr als 33.000 Volksschüler Maßnahmen der Ersten Hilfe und Unfallverhütung altersgerecht erlernt.


„Erste Hilfe ist einfach. Das einzige, das man falsch machen kann, ist nichts zu tun“, so Rotkreuz-Chefarzt Dr. Schreiber.


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Weitere Informationen zum kostenfreien Helfi-Programm finden Sie unter: www.jugendrotkreuz.at/helfi

 

Rückfragehinweis:
Mag. Thomas Marecek, MSc
Österreichisches Rotes Kreuz
Presse- und Medienservice
Tel.: +43 1 589 00-151
Mobil: +43 664 823 48 02
Mail: thomas.marecek(at)roteskreuz.at

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