22.10.2019 09:00

Österreichisches Reanimationsregister

Datenbank zur Auswertung und Optimierung der Notfallversorgung

Österreichisches Reanimationsregister
Prim. Dr. Reinhard Germann; Marcus Gantschcher, MSc; Prof. Dr. Volker Wenzel; LRK Werner Meisinger; Andreas Enne, MA MBA; LR Dr. Christian Bernhard; Prim. Doz. Dr. Peter Fraunberger; Dr. René Belz; Univ. Prof. Dr. Michael Baubin und OA Dr. Christian Walleczek (v.l.n.r.)
LR Dr. Christian Bernhard zu Gast beim Reanimationsregister
Prof. Dr. Wenzel Volker, Gastredner aus dem Klinikum Friedrichshafen
Begrüßung durch Landesrettungskommandant Werner Meisinger

Der plötzliche Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Europa. In Vorarlberg wird der Rettungsdienst zu ca. 400 Patienten pro Jahr ohne Atem- und Kreislaufzeichen gerufen. Bei über der Hälfte der betroffenen Menschen  können Reanimationsmaßnahmen durchgeführt werden. Ziel der Bemühungen ist es, den Kreislauf der Patienten wieder zu erlangen. Neben dem optimalen Ablauf der medizinischen Versorgung ist die Erste Hilfe durch Angehörige oder Menschen, die den Notfall beobachtet haben, von entscheidender Bedeutung für das Überleben.

 

Aufgrund der enormen Bedeutung dieses Notfalls hat das Rotes Kreuz Vorarlberg gemeinsam mit den Landeskrankenhäusern und dem Krankenhaus Dornbirn beschlossen, an einem Reanimationsregister teilzunehmen. Zweck ist es, umfassend Daten über das Notfallgeschehen und den Ablauf der Hilfe zu erhalten. Im Konkreten sind es Informationen über Ursache, Art der Ersten Hilfe, Einsatzzeiten, Maßnahmen der Rettungsteams und des Notarztes, Informationen zur Behandlung im Krankenhaus und über das Ergebnis. Nur mit Hilfe dieser Daten kann der komplexe Prozess der Hilfeleistung analysiert und, wenn notwendig, verbessert werden. Außerdem bringt die Teilnahme am Register den Vorteil, sich mit anderen Rettungsdiensten vergleichen zu können. Dies ist wichtig für eine Standortbestimmung und Weiterentwicklung. Die Ergebnisse machen deutlich, dass wir in Vorarlberg ein sehr gut funktionierendes Hilfeleistungssystem haben. Auch die Bereitschaft der Bevölkerung, Erste Hilfe zu leisten (sehr oft auch unter Anleitung durch die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle), ist sehr hoch.

 

Am Donnerstag (17.10.2019) trafen sich rund 80 Mitarbeiter des Vorarlberger Rettungs- und Notarztwesens sowie Verantwortungsträger und diskutierten die Ergebnisse des Registers.

Das rege Interesse verdeutlicht, dass das Thema für alle von großer Wichtigkeit ist, und dass Wiederbelebung nur gelingt, wenn alle Zahnräder gut ineinander greifen bzw. auch die notwendigen Strukturen zur Verfügung stehen. Die Veranstaltung erfolgt interprofessionell und verdeutlicht einmal mehr, dass wir in Vorarlberg gemeinsam an einem Strang ziehen, um unsere Patienten optimal zu versorgen.

 

Im Besonderen wurde die große Bedeutung von Erster Hilfe hervorgehoben. Das sofortige Erkennen des Notfalls, der Beginn von Reanimationsmaßnahmen und wenn möglich die Anwendung eines Defibrillators erhöhen signifikant die Überlebenschancen der betroffenen Menschen. Außerdem ist es zielführend – so zeigen es praktizierte Projekte - bereits Kinder sehr frühzeitig in den Reanimationsmaßnahmen zu schulen.    

 

Teilnehmer:

  • Notärzte aus Vorarlberg
  • Rettungs- und Notfallsanitäter des Roten Kreuzes
  • Dipl. Pflegepersonal

 

  • Prim. Dr. Reinhard Germann
  • Prof. Dr. Volker Wenzel
  • Landesrettungskommandant Werner Meisinger
  • LR Dr. Christian Bernhard
  • Prim. Dr. Peter Fraunberger
  • Chefarzt des Roten Kreuzes Dr. René Belz
  • Univ. Prof. Dr. Michael Baubin
  • Prof. Dr. Wenzel Volker (Gastredner aus dem Klinikum Friedrichshafen)

 

 

 

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