06.05.2020 13:06

Corona-Einsatz: Eine Zwischenbilanz

Seit Mitte März waren jeden Tag rund 2.000 Rotkreuz-Helfer_innen im Einsatz.

Corona-Einsatz: Eine Zwischenbilanz
Zwei der insgesamt 2.000 Rotkreuz-Helfer_innen, die jeden Tag (!) im Corona-Einsatz sind.
©ÖRK/A.Fauland

Zwei Monate ist der Alltag des Roten Kreuzes nun schon maßgeblich vom Coronavirus geprägt: Einerseits sind wir als Einsatzorganisation in dieser Zeit für die Menschen da, informieren, versorgen, testen, behandeln, beraten, usw. Andererseits sind viele Leistungen und Angebote im Roten Kreuz derzeit selbst eingeschränkt oder gar nicht möglich. So gibt es momentan beispielsweise weder Erste-Hilfe-Kurse noch Sommercamps für Kinder und Jugendliche.

Auch wenn viele Herausforderungen vor uns lagen und auch noch vor uns liegen: Gemeinsam sind wir in der Rotkreuz-Familie ein großes Team Gesundheit, das national und international gemeinsam für Menschen in Not da ist! In einer heutigen Pressekonferenz haben Generalsekretär Michael Opriesnig, sein Stellvertreter Peter Kaiser sowie Bundesrettungskommandant Gerry Foitik eine erste Zwischenbilanz über die Leistungen des Roten Kreuzes gezogen.

Zahlen mit Bedeutung

81.617 Rotkreuz-Helfer_innen waren in den vergangenen zwei Monaten für die Menschen in Österreich da, das sind 2.000 jeden Tag (!). Das Rote Kreuz hat mit mobilen Teams und in Drive-In-Stationen 126.120 Abstriche genommen, 14.036 Infektionstransporte durchgeführt und über die Gesundheitshotline 1450 - die in Vorarlberg, Salzburg, Steiermark und Oberösterreich vom Roten Kreuz betrieben wird - mehr als 144.919 Anrufe entgegengenommen. In den Bundesländern haben Rotekreuzteams weiters geholfen, Kranken- und Quarantänequartiere für tausende Personen zu planen und aufzubauen.

Logistik: Profis am Werk


Die Logistiker des Roten Kreuzes haben im Auftrag der Regierung bisher Waren im Wert von 145,31 Millionen Euro bestellt, die laufend eintreffen. Am Flughafen Wien und im Katastrophenschutzzentrum des Roten Kreuzes in Inzersdorf sind inklusive Zivildienstleistenden und Freiwilligen mehr als 40 Personen tätig.

Bestellt wurden zum Beispiel:
· 89,6 Millionen Handschuhe
· 73,1 Millionen OP-Masken
· 30,7 Millionen Atemschutzmasken FFP2
· 2,2 Millionen Mundnasenschutz-Masken
· 800.000 Schutzbrillen
· 400.000 Sauerstoffmasken
· 735.000 Stück Overalls
· 38.734 Liter Händedesinfektionsmittel

Freiwilliges Engagement


Stellvertretend für viele - das Rote Kreuz zählt 72.000 Freiwillige - kümmern sich mehr als 1.000 Mitarbeiter_innen in der Sterbe- und Trauerbegleitung weiterhin am Telefon um die Menschen. Auch die Krisenintervention wird telefonisch angeboten. Die Ö3-Kummernummer wurde aufgestockt und hat rund 100 Anrufe pro Tag abgewickelt.

Team Österreich

Die Zahl der Hilfsbereiten, die sich beim Team Österreich gemeldet haben, ist auf 84.023 angewachsen - das ist ein Plus von 25.217 Menschen. International unterstützt das Rote Kreuz die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) mit zwei Delegierten in Nairobi, Georg Ecker und Florian Haas, um eine rasche Corona-Hilfe für Afrika auf die Beine zu stellen.

socialshareprivacy info icon