11.05.2020 08:59

Rotes Kreuz steht vor Umstrukturierung

 

Ab 2021 teilen sich drei Personen die Geschäftsführung 

Beim Roten Kreuz in Vorarlberg bahnt sich an der Spitze ein Generationenwechsel an. Sowohl Geschäftsführer Roland Gozzi (61) als auch Landesrettungskommandant Werner Meisinger (59) ziehen sich im Juli 2021 aus ihren Ämtern zurück. Für Gozzi geht es in die Pension, Meisinger bleibt noch bis 62 im Landesdienst, wo er als Sachbearbeiter tätig ist. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen wird künftig ein Dreigestirn den Landesverband leiten. Werner Meisinger hat die Funktion als Landesrettungskommandant 16 Jahre lang ehrenamtlich ausgeübt. Nun soll auch diese Stelle mit einem hauptberuflichen Mitarbeiter besetzt werden. „Die Maßnahme wurde im Einvernehmen mit dem Land getroffen und in unseren Gremien einstimmig abgesegnet“, erklärten Gozzi und Meisinger auf VN-Nachfrage. Beim Roten Kreuz wollen beide ehrenamtlich weitermachen.

 


Ehrenamtlichen-Vertreter

Werner Meisinger war 16, als er dem Roten Kreuz beigetreten ist. „Die Organisation war mir immer extrem wichtig“, erzählt der Lauteracher. Als Landesrettungskommandant arbeitet Meisinger vornehmlich im operativen Bereich und fungiert dort als Vertreter der 1800 Ehrenamtlichen. Zudem werden Landesrettungskommandanten mit der Leitung von größeren Einsätzen betraut. So führte Werner Meisinger unter anderem 20 Auslandseinsätze durch. In Coronazeiten ist seine Erfahrung ebenfalls gefragt. Gemeinsam mit Roland Gozzi stellt er die Einsatzleitung des Roten Kreuzes und vertritt die Blaulichtorganisation im Krisenstab des Landes.

 


Eine Herzensgeschichte

Der Landesrettungskommandant wird für jeweils fünf Jahre bestellt. 2019 wurde Werner Meisinger erneut mit dieser Aufgabe betraut. „Ich habe zugesagt, das Amt bis zum Abschluss der Umstrukturierung auszuüben“, sagt er. Auch Roland Gozzi bezeichnet das Rote Kreuz als eine Herzensgeschichte. Seit 1992 ist er Geschäftsführer des Landesverbandes, davor war er jahrzehntelang ehrenamtlicher Rettungssanitäter. Nach der Pensionierung möchte er in der Rettungsabteilung Lustenau, seiner Basisstation, wie Gozzi anmerkt, mithelfen.

 


Die Ausschreibung der Geschäftsführer- und Landesrettungskommandantenstelle ist mittlerweile erfolgt. Gesucht werden Leitungen für die Bereiche Gesundheit, Rettungsdienst und Katastrophen sowie Finanzen. Bis spätestens Jänner 2021 sollen die Nachfolger feststehen und bis Juli 2021 eingearbeitet sein. „Es ist alles gut vorbereitet“, bekräftigt Roland Gozzi.

 


Zu den Stellenausschreibungen:

https://www.roteskreuz.at/vbg/organisieren/mitmachen/jobs/ 

 


TEXT: Marlies Mohr/Vorarlberger Nachrichten

https://www.vn.at/vorarlberg/2020/05/11/rotes-kreuz-steht-vor-umstrukturierung.vn 

 

 

 

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