29.10.2013 17:44

Wer sich auskennt, kann besser helfen: „Protect“ sucht Freiwillige mit Migrationshintergrund

„Was passiert, wenn etwas passiert ist?“ Im Fall eines Notfalls stehen manche MigrantInnen-Gruppen nicht nur vor einer sprachlichen Barriere, sondern auch vor einem komplett unbekannten System. Im Rahmen des EU-geförderten Projekts „Protect“ wurden bisher 25 Freiwillige vom Wiener Roten Kreuz zu „Hilfe im Notfall“-TrainerInnen ausgebildet – für die jüngste Ausbildungsrunde werden nun insbesondere Freiwillige mit Migrationshintergrund gesucht, um oft lebensrettendes Wissen in „ihre“ Communities zu tragen.

Wer sich auskennt, kann besser helfen: „Protect“ sucht Freiwillige mit Migrationshintergrund

„Wer sich auskennt, kann besser helfen“ – unter diesem Motto sucht das vom Wiener Roten Kreuz getragene EU-Projekt „Protect“ Personen mit Migrationshintergrund, die sich in Wien als freiwillige „Hilfe im Notfall“-TrainerInnen engagieren möchten. Das Ziel: Durch Vorträge in MigrantInnen-Vereinen wichtige Tipps und grundlegendes Wissen zu vermitteln, wo und wie nach Unfällen Hilfe geholt und geleistet werden kann und welche Ansprechpartner es in Wien in Notfällen gibt. Auf ihre Einsätze als „Hilfe im Notfall-TrainerInnen“ vorbereitet werden die TeilnehmerInnen im Rahmen einer 32-stündigen Schulung. Neben Präsentations- und Vermittlungstechniken werden dort interkulturelle Kompetenzen geschult und Notfallwissen vermittelt.

 

 

 

 

„Was passiert, und was muss passieren, wenn eben etwas passiert ist – das ist salopp formuliert das Wissen, das das Projekt in verschiedenen migrantischen Communities verbreiten möchte“, so Karl-Dieter Brückner, Projektleiter von „Protect“ beim Wiener Roten Kreuz. „Wir wollen für diese freiwillige Aufgabe aktiv Personen aus verschiedensten Kulturgruppen ansprechen und ausbilden –denn diese kennen sich dann doppelt aus: einerseits durch die Ausbildung, und andererseits aus ihrem persönlichen Zugang zu den Kulturkreisen der Ziel-Communities heraus. Wir suchen Leute, die kommunikativ sind, kulturelle Offenheit mitbringen, und gerne anderen helfen. Formell sind ein Lehr- oder Matura-Abschluss und gute Deutschkenntnisse (mindestens B1 Niveau) nötig.“

 

 

Im Rahmen der ersten Ausbildungsrunden wurden bereits 25 Freiwillige aus Ländern wie Bulgarien, Rumänien, Afghanistan, Tunesien oder Usbekistan zu „Hilfe im Notfall-TrainerInnen“ ausgebildet. Auch die ersten Workshops – wie zum Beispiel bei einem arabischen Frauenverein – waren ein voller Erfolg. Wer nun dazu stoßen möchte, kann sich beim Infoabend am 05. November, 18:00 beim Wiener Roten Kreuz in der Karl-Schäfer-Straße 8, 1210 Wien unverbindlich ein Bild machen. Die Ausbildung ist kostenlos und findet ebenfalls in 1210 Wien statt.

 

 

Wien, 28. Oktober 2013

 

 

Rückfragehinweis:

Zenker & Co Public Relations

Mag. (FH) Johanna Scholz, MA

Ungargasse 58/10, 1030 Wien

Tel.: 0664/ 88 65 86 45

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