28.05.2015 12:03

„Jugend trägt Verantwortung“ – Sozialkompetenz: Note Eins

Beeindruckende Sozialprojekte der SchülerInnen von drei Wiener Gymnasien wurden mit dem Förderpreis des Wettbewerbes „Jugend trägt Verantwortung“ ausgezeichnet.

„Jugend trägt Verantwortung“ – Sozialkompetenz: Note Eins
GRG Draschestraße – v.l.n.r. SchülerInnen des GRG, Stv. Landesleiterin Wiener Jugendrotkreuz Ulrike Mangl, Direktor Georg Röblreiter, Eva Maria Kodek
GRG Parhamerplatz – v.l.n.r. Schüler Jonas Zimmer, Direktor Bernd Vogel, Stv. Landesleiterin Wiener Jugendrotkreuz Ulrike Mangl, Eva Maria Kodek
BRG Krottenbachstraße – v.l.n.r. Stv. Landesleiterin Wiener Jugendrotkreuz Ulrike Mangl, Schülerin Johanna Auer, Lehrerin Michaela Wahrmann, Eva Maria Kodek

Im Namen der Kodek-Stiftung wurde der Wettbewerb „Jugend trägt Verantwortung“ im Februar ausgeschrieben. Unter dem Motto „Hinschauen statt Wegschauen“ ging die Einladung zur Teilnahme an alle Klassen und SchülerInnen (im Alter zwischen 10 und 19 Jahren). Zahlreiche Projekte wurden eingereicht. Die Jury hat sich für drei Initiativen entschieden. Der Förderpreis von je 1.000,- Euro wurde heute vom Präsidenten des Wiener Roten Kreuzes Karls Skyba und dem Landesleiter des Wiener Jugendrotkreuzes Gerhard Tuschel übergeben.

Ausgezeichnet wurden SchülerInnen der Gymnasien BRG Krottenbachstraße 11-13 im 19. Bezirk, GRG Draschestraße 90-92 im 23. Bezirk und GRG Parhamerplatz 18 im 17. Bezirk für folgende Projekte:

 

GRG Parhamerplatz: Teilen zur besinnlichsten Zeit

Die 32 Klassen der Schule am Parhamerplatz übernehmen die Verantwortung für je eine bedürftige, einkommensschwache Familie. Ziel des im Jahr 2011 gestarteten Projektes ist es, für jede Familie ein unbeschwertes und frohes Weihnachtsfest zu ermöglichen. Dafür sammeln die SchülerInnen Grundnahrungsmittel, Hygieneartikel sowie Weihnachtsgeschenke und schicken die Pakete in der Vorweihnachtszeit an die jeweilige Familie. In den vergangenen fünf Jahren wurde das Ziel immer erreicht und es konnten bereits Partnerschulen gewonnen werden. 2014 konnte an 33 Familien ein Paket gesendet werden.

 

GRG Draschestraße: „Konkret – Sozial – Engagiert“

Seit dem Jahr 2011 bietet die Schule in der Modularen Oberstufe das Projektmodul „Konkret-Sozial-Engagiert“ an. SchülerInnen ab  der 6. Klasse können dieses Modul wählen. Im Rahmen des Moduls konnten bereits 5 Sozialprojekte realisiert werden, zwei weitere laufen in diesem Schuljahr. Unter der Anleitung von 3 LehrerInnen haben sich in den Jahren 2011 bis 2015 insgesamt 98 SchülerInnen für dieses Modul entschieden und tatkräftig an der Umsetzung der Projekte mitgearbeitet. Bei den laufenden Projekten werden mit den Kindern und Jugendlichen des Flüchtlingshauses Amadou Sammelaktionen und die Gestaltung von Spiele-Stationen umgesetzt.

 

BRG Krottenbachstraße: Solidarität mit den Menschen in Tansania

Die Unterstützung eines Sozialprojektes in der Adventzeit hat im Bundesrealgymnasium Tradition. Im Jahr 2014 wurde eine Initiative der 6A und der 5A unterstützt. Sie haben für die Maasai-Kinder der Simba-Vision-School in Madebe (Tansania) ein „Spenden-Baustein-Projekt“ konzipiert und mit viel Aufwand umgesetzt. Jede Klasse konnte Bausteine à 10 Euro erwerben; jeweils 10 Bausteine ergaben ein symbolisches Klassenzimmer. Bei der großen Schlussveranstaltung  „Merry Charity“ im Advent 2014 wurde zusätzlich für das Projekt gesammelt – in Summe wurden 8.500 Euro für die Maasai-Kinder gespendet.

 

Der Präsident des Wiener Roten Kreuzes Karl Skyba: „Wie bereits in den vergangenen Jahren zeugen auch heuer wieder sämtliche Einreichungen von hohem sozialen Engagement, kreativen Ideen und konsequenter Umsetzung. Ich gratuliere und danke allen SchülerInnen für diesen Einsatz und freue mich, dass mit diesen Initiativen starke Zeichen für mehr Verantwortung und Solidarität gesetzt werden – ganz im Sinne von Prof. Günter Kodek, der im Jahr 1999 die Stiftung „Jugend trägt Verantwortung“ ins Leben gerufen hat.“  Der Landesleiter des Wiener Jugendrotkreuzes unterstreicht: „Mein positiver Glaube an die Zukunft ist gestärkt durch das Engagement dieser SchülerInnen. Sie haben mit ihren Projekten klar gezeigt, dass durch Gemeinsamkeit und Motivation viel erreicht werden kann. Ihre Initiativen sind beispielgebend und zur Nachahmung empfohlen.“

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