12.06.2015 05:40

Wiener Rotes Kreuz: Badespaß genießen

Wasser ist herrlich zum Abkühlen bei großer Hitze, für Kleinkinder kann es jedoch zur Gefahr werden – mit einigen Tipps kann dieses Risiko entschärft werden.

Wiener Rotes Kreuz: Badespaß genießen

Gerade im Hochsommer ist das kühle Nass Anziehungspunkt Nummer Eins für Groß und Klein. Für Kinder kann Spielen im Wasser durch Unachtsamkeit aber auch zur tödlichen Gefahr werden. „Ertrinken ist neben Verkehrsunfällen die häufigste tödliche Unfallursache bei Kindern“, erklärt Prim. Dr. Harald Hertz, Chefarzt des Wiener Roten Kreuz. Daher sind gerade beim Badevergnügen mit Kleinkindern einige Regeln unbedingt einzuhalten.

 

Sicherheitstipps

  • Der Garten sollte auf Gefahrenquellen für das Kind überprüft werden. Gartenteiche, Biotope, Regentonnen und Planschbecken stellen eine Gefahr dar und sollten umzäunt und abgesichert werden. Auch entsprechende Anlagen in der Nachbarschaft und naheliegende natürliche Gewässer sollten dabei beachtet werden. Kinder können schon in 20cm tiefem Wasser ertrinken. Der Schock beim plötzlichen Eintauchen in das kalte Wasser kann die Atmung blockieren und zum Atemstillstand führen. Auch haben Kinder einen schweren Kopf und eine ungeübte Muskulatur und gehen dadurch leichter unter.
  • Kinder dürfen beim und im Wasser nie unbeaufsichtigt bleiben. Ertrinken passiert schnell und leise. Schon 3 Minuten genügen, um das Badevergnügen tödlich enden zu lassen.
  • Schwimmflügerl sollten immer angelegt werden, auch im Schlauchboot und auf der Luftmatratze. Die Schwimmflügerl sollten mindestens zwei getrennt voneinander aufblasbare Kammern haben und Sicherheitsventile. Schwimmreifen sind kein geeigneter Schutz – das Kind kann durchrutschen.

 

Erste Hilfe: Im Notfall kommt es auf jede Minute an.
Im Ernstfall ist es besonders wichtig, ruhig zu bleiben. Nach der Bergung werden zuerst die Lebensfunktionen kontrolliert und dann die entsprechenden Erste-Hilfe-Maßnahmen
durchgeführt (Beatmung und Herzdruckmassage – bei Kindern allerdings mit besonderer Vorsicht). Schnellstmöglich muss der Notruf 144 gewählt werden und dann nasse Kleidung so rasch wie möglich durch eine Decke oder eine Aluminiumfolie ersetzt werden, um eine Unterkühlung zu vermeiden.

 

Erste-Hilfe-Kenntnisse können Leben retten. Nicht nur Eltern können leicht in eine derartige Situation kommen. Ein Urlaubstag, der Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse in einem der zahlreichen Kurse des Roten Kreuzes gewidmet, kann so Beruhigung für das ganze Jahr bringen. Zudem sollten Kinder ab dem 4. bis 5. Lebensjahr grundsätzlich schwimmen lernen – allerdings kann man sich im Ernstfall nicht auf die Schwimmkenntnisse des Kindes verlassen.

Erste-Hilfe-Kursangebot im Ausbildungszentrum

 

 

 

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