15.12.2018 11:51

Ein warmes Bett für kalte Stunden

Die Winternotquartiere des Wiener Rotes Kreuzes bieten einen warmen Zufluchtsort

Ein warmes Bett für kalte Stunden

Die Tage werden wieder kürzer und zunehmend kälter. Damit beginnt auch eine Zeit, in der sich viele wohnungslose Menschen fragen: Wo kann ich heute schlafen, ohne zu frieren? Ab dem 30.10. öffnen aus diesem Grund die Winternotquartiere des Wiener Roten Kreuzes wieder ihre Pforten. Seit dem vergangenen Jahr wird hier zusätzlich eine Ärztliche Beratung angeboten – und wird seitdem sehr gut angenommen.

 

Rat und Tat

Im Rahmen des Projektes „Ärztliche Beratung im Winternotquartier“ steht den KlientInnen wöchentlich ÄrztInnen unter der fachlichen Leitung von Dr. Karl Jurik mit Rat und Tat zur Seite. Viele unserer wohnungslosen KlientInnen sind in Österreich nicht sozialversichert, was den Zugang zu ärztlicher Betreuung erschwert. Hier haben sie die Möglichkeit, sich über gesundheitliche Zustände, Befunde, Ängste und Befürchtungen aufklären zu lassen – Beratung und Weitervermittlung steht im Vordergrund. Ihre Anliegen sind vielfältig: Von grippalen Effekten, über Spätfolgen von Verletzungen und Entzündungen, bis hin zu psychosozialen Problemlagen. Manchmal braucht man guten Rat und ein offenes Ohr – was im vergangenen Jahr zu 377 Patientengesprächen führte.

 

Ein warmes Bett 

Das Projekt wird an beiden Standorten des Winternotquartieres angeboten: Im Pavillon 17 des Otto-Wagner-Spitals und im Pavillon des Sophienspitals. Von 30. November bis Ende April können sich täglich 220 männliche Klienten über einen warmen Schlafpatz in den Winternotquartieren freuen. Rund 30 BetreuerInnen werden dafür sorgen, dass sie jeden Abend Zugang zu einem warmen Bett, Sanitäranlagen, einer Notverpflegung und bei Bedarf zu Kriseninterventionen und Entlastungsgesprächen haben.

 

Notquartier Haus Hermes wurde zu Chancenhaus Hermes

Aber nicht nur bei den Winternotquartieren gibt es Neuerungen: Das ehemalige Notquartier Haus Hermes, das bisher nur in den Abend- und Nachtstunden geöffnet war, wurde in den vergangenen Monaten umfassend renoviert. Seit Mitte Oktober ist es das Chancenhaus Hermes: Die frisch renovierten Ein- sowie Doppelzimmer, Küchen, Waschräumen, Sanitärräumen und Aufenthaltsräumen sowie sozialarbeiterischer Beratung und Betreuung stehen den KlientInnen von nun an ganztägig zur Verfügung.

socialshareprivacy info icon