Allergische Reaktionen

Viele Menschen reagieren auf bestimmte Stoffe allergisch. Erfahren Sie hier, wie Sie den Betroffenen bei allergischen Reaktionen helfen können.

„Im Prater blühen wieder die Bäume" heißt ein Liebesfilm aus dem Jahr 1958. Das Blühen der Bäume wird zur Musik von Robert Stolz als etwas sehr Schönes und vor allem Romantisches besungen.

Zunehmend mehr Menschen können dem Blühen von Bäumen und Gräsern wenig Schönes abgewinnen. Wenn alles blüht und sprießt ist Hochsaison für allergische Reaktionen: Menschen mit tränenden, geschwollenen Augen, Niesreiz und tropfender Nase sind keine Seltenheit.

Auch Reaktionen der Haut, wie Rötungen und Ausschläge zählen zu den Symptomen von Allergien.

Wie kommen allergische Reaktionen zustande?

Unter dem Begriff Allergie sind mehr oder weniger heftige Reaktionen des Immunsystems auf bestimmte Stoffe zusammengefasst. Diese Reaktionen sind grundsätzlich sehr positiv, denn die Aufgabe des Immunsystems ist es, den Körper gegen „Angriffe" von außen zu schützen.

Auf welche Stoffe kann man allergisch reagieren?

Unangenehm und mitunter nicht ganz ungefährlich wird es, wenn der Körper auf Stoffe, die für ihn eigentlich keine Gefahr darstellen, mit Abwehrreaktionen reagiert. Die Liste der Stoffe, in denen die Allergene vorkommen, ist eine sehr lange und mittlerweile finden wir sie auf jeder Speisekarte:

  • Hausstaub,
  • Pollen,
  • Gräser und Blüten,
  • Nüsse, Milch und andere Lebensmittel,
  • Tierhaare, Tiergifte,
  • Metalle und Duftstoffe,
  • Inhaltsstoffe von Medikamenten
  • und vieles mehr.

 

Die Zahl der Allergiker unter Kindern ist höher als die Zahl unter den Erwachsenen. Man vermutet, dass die landläufige Meinung, die zunehmende Umweltverschmutzung löse Allergien aus, nicht stimmt. Die Neigung zu Allergien ist wahrscheinlich angeboren.

Sind die Stoffe, auf die man allergisch ist, bekannt, können die Auswirkungen durch Verzicht auf diese Stoffe oder durch Medikamente zumindest gelindert werden.

Was tun, wenn jemand allergische Reaktionen zeigt?

Rote Flecken und Schnupfen sind die harmlosen Symptome von Allergien. Eine gefährliche Komplikation stellt das Anschwellen der Atemwege dar. In diesem Fall haben Sie als Ersthelfer oder Ersthelferin Ihre bekannten Aufgaben:

  • Ruhe bewahren und für Ruhe sorgen. Leiten Sie die Person zu einer ruhigen und tiefen Atmung an.
  • Fragen Sie die Person, ob Allergien bekannt sind und wenn ja, ob sie Medikamente gegen diese allergische Reaktion mitführt. Wenn ja, unterstützen Sie die Person bei der Einnahme des Medikaments. Oftmals handelt es sich um einen sogenannten EPI Pen. Das ist eine Fertiginjektion, die durch einen einfachen Mechanismus unter die Haut gespritzt wird.
  • Notruf absetzen lassen, mit dem Hinweis, dass es sich um akute Atemnot handelt, die vermutlich durch eine allergische Reaktion ausgelöst wurde.
  • Atemwege freihalten. Personen mit Atemnot bevorzugen eine aufrechte Sitzhaltung bei der sie sich mit den Armen abstützen können.
  • Reanimation vorbereiten. Bei Atemnot besteht die Gefahr eines Atem-Kreislauf-Stillstandes.
  • Sonstige Erste Hilfe. Auch hier kommt der psychischen Betreuung ein hoher Stellenwert zu. Wer keine Luft bekommt, hat Angst.

 

Besondere Vorsicht ist bei Allergien gegen Inhaltsstoffe von Medikamenten geboten, denn die Reaktionen darauf können besonders heftig ausfallen. Daher werden Sie vor der Verabreichung von Medikamenten vom Arzt bzw. der Ärztin sowie vom Sanitätspersonal beim Transport in ein Krankenhaus nach bekannten Allergien gefragt.

Sie möchten gerne an einem Erste-Hilfe-Kurs teilnehmen? Eine Terminübersicht finden Sie unter folgendem Link vor - jetzt informieren!


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