Erste-Hilfe-Tipps für den Alltag: Diabetes

Egal, ob der Zuckerspiegel zu hoch ist oder zu niedrig: Die Maßnahmen sind die gleichen.

Im Büro ist der Blick auf Ihr Gegenüber mittlerweile oft durch den Bildschirm verstellt. Sie pürfen gerade Ihre E-Mails, als Ihnen auffällt, dass Sie von Ihrem Kollegen schon länger nichts gehört haben. Er tippt auch nicht auf der Tastatur.

Sie schauen um die Bildschirme herum. Da sitzt er. Teilnahmslos starrt er auf die Tastatur. „Gustav, ist etwas mit dir?“ fragen Sie sehr laut. Gustav schaut langsam auf. „Nein, gar nichts, was willst du von mir.“ Ihr Kollege klingt recht mürrisch, obwohl Gustav üblicherweise ein umgänglicher, lustiger Mensch ist. Sie merken, dass er schwitzt, obwohl es im Büro nach Ihrem Empfinden sehr kalt ist.

Dieses Verhalten legt den Verdacht auf eine Unterzuckerung im Blutkreislauf nahe.

Was können Sie dagegen tun?

  • Fragen Sie Ihren Kollegen - auch wenn er mürrisch ist - ob er genügend gegessen hat oder ob er in der letzten Zeit zu viel Sport getrieben hat.
  • Fragen Sie ihn, ob er Diabetiker ist.
  • Wenn ja, fragen Sie ihn, ob er seine Medikamente eingenommen hat.
  • Ist die Diabetes (umgangssprachlich: Zuckerkrankheit) nicht bekannt oder verschlimmern sich die Symptome - also wird der Kollege zunehmend schläfrig und verhaltensauffällig - setzen Sie unbedingt einen Notruf ab.

Und was kann ich tun, während wir auf die Rettung warten?

  • Wenn die betroffene Person bei Bewusstsein ist, geben Sie Ihr süße Flüssigkeiten, am besten Zuckerwasser, zu trinken. Haben Sie ein Stück Traubenzucker, kann das wahre Wunder wirken.
  • Führen Sie die Basismaßnahmen durch.

Was ist Diabetes?

Der menschliche Körper braucht für seine tägliche Arbeit eine große Menge Energie, die vor allem mit der Nahrung aufgenommen wird. Energie wird in erster Linie aus Zucker gewonnen, der mithilfe des Hormons Insulin optimal verwertet wird. Diabetes ist eine Erkrankung des Stoffwechsels, bei der Zucker und Insulin nicht gut zusammenwirken. Sei es, dass der Körper gar kein Insulin bildet (= Typ 1) oder dass das Insulin nicht in die Zellen hineingelangen kann, weil diese gleichsam „übersättigt“ sind (= Typ 2). Für die Diabetes Typ 2 gelten Überernährung und Bewegungsmangel als Auslöser.

Über- oder Unterzucker

Der Stoffwechsel von Personen mit Diabetes kann entgleisen. Entweder ist zu wenig Zucker im Körper - etwa weil Medikamente zu hoch dosiert wurden oder die betreffende Person zu intensiv Sport betrieben hat - oder es ist zu viel Zucker vorhanden, weil die betroffene Person vergessen hat, verschriebene Medikamente einzunehmen oder weil verordnete Diäten nicht eingehalten wurden.

 

Für die Erste Hilfe ist es unbedeutend, ob der Zuckerspiegel zu hoch oder zu niedrig ist! Die Maßnahmen sind dieselben.

Foto-Credit: Oskar Annermarken/flickr.com


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