Die Helmabnahme

Was Sie bei einem Motorradunfall tun können und wie Sie einen Helm richtig entfernen, lernen Sie hier.

Der Sommer ist die richtige Jahreszeit um die Freiheit beim Motorradfahren genießen zu können. Ein wenig Selbstüberschätzung und Unachtsamkeit machen das, wovon man überzeugt war, dass es einem nie passiert, möglich: Kurz vor der Kurve überholt Sie ein Motorrad. Schnell will es wieder in die rechte Spur einschwenken. Sie bremsen. Sie schimpfen über die Rücksichtslosigkeit. Und dann ist die Fahrbahn ein wenig feucht, der Hinterreifen rutscht weg. Der Motorradfahrer schlittert über die Fahrbahn. Das Fahrzeug kippt auf die Seite. Das Motorrad und die Person in der Lederkombination rutschen noch ein Stück weiter und dann ist alles vorbei. Ihr Fahrzeug ist zum Stillstand gekommen, das Motorrad liegt im Graben und vor Ihnen liegt ein Mensch mit Motorradhelm und rührt sich nicht.

Was machen Sie jetzt?

Sie schalten die Warnblinkanlage ein. Sie ziehen sicherheitshalber die Warnweste an, nehmen das Warndreieck und den Verbandskasten. Das Warndreieck stellen Sie vor der Kurve auf, damit nachkommende Fahrzeuge zeitgerecht bremsen oder ausweichen können. Mit dem Verbandskasten gehen Sie zur verunglückten Person.

Zuerst führen Sie eine Bewusstseinskontrolle durch, indem Sie die Person an den Schultern leicht schütteln.

Erfolgt keine Reaktion, knien Sie sich oberhalb des Kopfes hin, fassen mit beiden Händen seitlich den Helm und richten den Kopf gerade. Fixieren Sie den Helm mit Ihren Knien. Klappen Sie das Visier hoch und sprechen Sie die Person nochmals laut an.

Achten Sie darauf, ob sie eine Brille trägt. Wenn ja, nehmen Sie die Brille ab. Öffnen Sie den Kinnriemen. Drücken Sie dazu auf den meist rot markierten Teil des Kinnriemens.

Fassen Sie nun seitlich unter den Helmrand und ziehen Sie ihn ein wenig auseinander.

 

Kippen Sie den Helm, bis Sie die Nasenspitze der verunglückten Person unter dem Kinnbügel sehen können.

Nehmen Sie den Helm unter dem Kinnbügel und stützen Sie mit der anderen Hand den Kopf im Nacken ab.

 

Streifen Sie den Helm ab und legen Sie den Kopf vorsichtig mit beiden Händen auf den Boden. Führen Sie sofort eine Atem-Kreislauf-Kontrolle durch.

Sollten Sie nun meinen, das sei viel zu kompliziert und es sei besser den Helm aufzulassen, liegen Sie falsch: Bleibt der Helm am Kopf, können Sie nicht kontrollieren, ob die Person atmet und die Person droht zu ersticken.

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