Herzinfarkt

Störungen der Herz-Kreislauf-Funktion sind in den Industrieländern die häufigste Todesursache – daher ist es wichtig zu wissen, wie geholfen werden kann.

 

Viel zu tun ist eigentlich immer, aber rund um den Quartalswechsel steigert sich dieser ganz normale Wahnsinn für die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer noch weiter. Das Ergebnis ist, dass keine Zeit für Pausen bleibt. Damit bleiben neben den Erholungsphasen auch Flüssigkeits- und bekömmliche Nahrungsaufnahme auf der Strecke. Zum Mittagessen schnell eine Pizza bestellen und nach der Rauchpause vor dem Bildschirm nebenbei in sich hineinstopfen und dann passiert es: Ihre Kollegin legt plötzlich das Pizzastück weg und schaut sie ängstlich an. Sie berichtet von Schmerzen im Kiefer, in der Schulter oder in der Gegend rund um den Magen. Sie greift sich an den Brustkorb und klagt über ein drückendes Gefühl, einen beengenden Druck in ihrer Brust. Sie wird unruhig und hat Angst!

 

Ein Herzinfarkt, schießt es durch Ihren Kopf! Und auch Sie bekommen Angst.

 

Störungen der Herz-Kreislauf-Funktion, besonders Herzinfarkte, sind in den Industrieländern die häufigste Todesursache. Allein in Österreich sind davon jährlich mehr als 32.000 Erwachsene betroffen, das sind über 47% aller Todesfälle 2011 in Österreich. (Quelle: Statistik Austria)

Wie kommt es zum Herzinfarkt?

Wird eines der Herzkranzgefäße durch ein Blutgerinnsel verstopft, kann das Blut nicht mehr zirkulieren. Somit ist die Sauerstoffzufuhr unterbrochen. Weil der vom betroffenen Gefäß zu versorgende Teil des Herzmuskels kein Blut und damit keinen Sauerstoff erhält, verliert er die Fähigkeit sich zusammenzuziehen und an der Pumparbeit des Herzens teilzunehmen.

Während beim Mann typischerweise Beschwerden hinter dem Brustbein bzw. in der linken Schulter, dem linken Arm und der Hand auftreten, sind bei der Frau oftmals Schmerzen im Bereich Hals und Unterkiefer sowie Oberbauch und Schulter verbunden mit Übelkeit und Erbrechen vorhanden.

Es gibt zahlreiche Risikofaktoren, die einen Herzinfarkt begünstigen wie Rauchen, Stress, Übergewicht, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit und Bewegungsmangel.

Was kann eine Ersthelferin oder ein Ersthelfer bei Verdacht auf einen Herzinfarkt tun?

1.     R-uhe! Ruhe und nochmals Ruhe. Das ist in diesem Fall nicht nur für Ihre Entscheidungsfindung wichtig sondern auch für die betroffene Person. Schalten Sie alle Lärm und Stressquellen aus.

 

2.     Ü-berblick verschaffen! Gibt es irgendwelche Gefahren? Gibt es Personen in der Nähe, die Sie um Hilfe bitten können?

 

3.     B-ewusstsein kontrollieren! Spricht Ihre Kollegin mit Ihnen, ist sie bei Bewusstsein, wenn nicht, müssen Sie kontrollieren, ob sie atmet.

 

4.     N-otruf absetzen lassen! Hier haben wir eine klare Hilfeleistung, die Kolleginnen oder Kollegen für Sie übernehmen könnten. Sorgen Sie dafür, dass jemand da ist, der den Notruf absetzen kann.

 

5.     A-temwege freihalten! Der Herzinfarkt ist eine häufig auftretende Form einer Kreislauferkrankung. Personen, die Probleme mit dem Kreislaufsystem haben, leiden oftmals unter Atemnot. Zum Freihalten der Atemwege öffnen Sie beengende Kleidungsstücke und sorgen Sie dafür, dass die Person mit angelehntem Oberkörper aufrecht sitzen kann. Das Abstützen mit den Armen erleichtert die Atmung.

 

6.     R-eanimation vorbereiten! Wenn Atmung und Kreislauf ausgesetzt haben, sollten Sie rasch reagieren können. Daher ist es besonders bei ALLEN Kreislaufproblemen wichtig, die Reanimation vorzubereiten. Lassen Sie sich einen Verbandskasten bringen. Dort finden Sie üblicherweise Beatmungstücher und Einmalhandschuhe. Wenn vorhanden, lassen Sie sich einen Defibrillator bringen.

 

7.     S-onstige Versorgung! Sorgen Sie für frische Luft, decken Sie die betroffene Person zu. Lassen Sie die Person nicht allein.

 

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