Erste-Hilfe-Tipps für den Alltag: Wirbelsäulenverletzung

Erwachsene Menschen benehmen sich nicht immer ganz erwachsen. Oft hat das mit Freizeit, Sonnenschein und von guten Freunden umgeben sein zu tun. Da tollen Sie beispielsweise mit einigen Leuten auf einem Klettergerüst am Kinderspielplatz herum. Sie sind erstaunt darüber, dass die Stangen und Seile Ihr Gewicht, das nicht mehr ganz so kindlich ist, aushalten. In der Gesellschaft mit anderen und vor lauter Lachen und Freude am Leben werden Sie unachtsam.

Ein falscher Griff, eine rutscht ab und aus dem versuchten Felgeaufschwung wird eine unsanfte Bodenlandung am Rücken.

Ihre Freundin liegt am Rücken und klagt über Schmerzen im Gesäß und in der Wirbelsäule.

Wie können Sie Ihrer Freundin helfen?

  • Ruhe bewahren! Rückenverletzungen sind nicht immer ungefährlich, aber durch Aufregung ist niemandem geholfen.
  • Überblick verschaffen! Wo könnten Sie Verbandszeug, hier vor allem eine Rettungsdecke, herbekommen könnten, aber auch wie die Rettung sinnvoll zufahren kann.
  • Notruf absetzen lassen, vor allem dann, wenn die verunfallte Person über Kribbeln in Arme, Händen bzw. Beinen und Füßen klagt.
  • Am besten ist es, die verletzte Person nicht zu bewegen. Durch Zudecken, im Notfall mit Jacken und Pullovern, erhalten Sie die Körperwärme.

 

Der Verdacht auf Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule gehört, obwohl Sie scheinbar nicht viele Erste Hilfe-Maßnahmen setzen können, zu einer der besonderen Herausforderungen an Ersthelferinnen und Ersthelfer: die meisten Menschen wissen, dass Wirbelsäulenverletzungen fatale Langzeitschäden nach sich ziehen können. Daher ist bei den verletzten Personen die Angst besonders groß. Der psychischen Betreuung kommt hier ein sehr hoher Stellenwert zu.

 

  • Sorgen Sie auch in der Umgebung für Ruhe! Nötigenfalls müssen Sie Freunde,  Freundinnen oder zufällig vorbeikommende Schaulustige, die die Folgen von Wirbelsäulenverletzungen besonders malerisch schildern, einfach wegschicken, sodass sie außer Hörweite sind. Dafür eignen sich sehr gut Aufträge wie das Einweisen der Rettung (was den Rettungskräften wirklich sehr hilft den Unfallort schneller zu finden), das Beschaffen von Verbandskasten oder ähnliches.
  • Bleiben Sie bis zum Eintreffen der Rettung bei der verletzten Person. Hören Sie aufmerksam zu und nehmen Sie die Ängste ernst.
  • Versuchen Sie nicht die Situation herunterzuspielen oder Versprechungen wie: „Es wird schon wieder alles gut.“ zu machen.

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