Erste-Hilfe-Tipps für den Alltag: Die Wundversorgung

Wie Sie kleine Wunden richtig versorgen können und bei welchen Wunden Sie lieber eine/n ExpertIn ans Werk lassen, erfahren Sie hier.

Am See die letzten Sonnenstrahlen des Herbstes genießend mit Ihren Freunden voll Vorfreude auf Ihre mitgebrachte Jause.

„Ah, eine Knoblauchwurst", ruft Ihre Freundin aus und greift nach dem Brett und dem Messer.
„Das Messer brauche ich für die Paprika!" ruft Ihr Freund. „Ich mag keinen Knoblauch also bleib mit dem Messer ja von der Wurst weg."
Ihre Freundin gibt nach. Er schneidet den Paprika in kleine Stücke und gibt ihr dann Brett und Messer. Aber das Messer ist leider nicht ganz scharf und so säbelt Ihre Freundin auf dem am unebenen Boden herumwackelnden Brett die Wurst in kleine Stücke. Und dann passiert es: Sie rutscht ab und das Messer fährt in ihren Finger.

Beinahe automatisch steckt sie den Finger in den Mund.

Ist das richtig so?

Die Antwort ist ein klares „Nein", weil in der Mundhöhle des Menschen viele Bakterien vorhanden sind. Gelangen sie in eine Wunde, können sie schwere Infektionen hervorrufen.

Was aber ist die richtige Reaktion?

Richtige Vorgehensweise bei Wunden

  • Beruhigen Sie die Person und fordern Sie sie auf sich auf den Boden zu setzen bzw. sitzen zu bleiben.
  • Holen Sie einen Verbandskasten.
  • Spülen Sie verunreinigte Wunden mit klarem Wasser ab.
  • Verbinden Sie die Wunde keimfrei indem Sie eine Wundauflage auf die Wunde legen und sie mit einem Verband fixieren.
  • Decken Sie die Person zu und sorgen Sie in geschlossenen Räumen für Frischluftzufuhr.
  • Kleinere Schnittwunden sind zumeist ungefährlich. Suchen Sie aber in jedem Fall einen Arzt, eine Ärztin oder ein Krankenhaus auf,
    • wenn Sie nicht sicher sind, ob die Person gegen Tetanus geimpft ist,
    • bei großen Wunden, Wunden in Gelenksnähe, am Hand- oder Fußrücken,
    • bei Augenverletzungen,
    • bei Stichwunden vor allem am Kopf, am Hals und am Rumpf,
    • oder bei Wunden, in denen Fremdkörper stecken.

     

An der Fingerkuppe empfiehlt sich ein sogenannter Fingerkuppenverband.

Schneiden Sie aus einem Pflasterstück auf beiden Seiten einen Keil aus der Klebefläche.

Legen Sie die Wundauflage auf die Wunde und kleben Sie die Enden des Pflasters rund um den Finger fest.

Danach biegen Sie das Pflaster über die Fingerkuppe und kleben den anderen Teil fest.

 

 

 

 

← So sieht das Ergebnis aus


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