Notfallmedizin über den Wolken

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Neben den bodengebundenen Rettungsdiensten unterstützt das Rote Kreuz in Kärnten auch die Flugrettung. Am Rettungshubschrauber RK1 fliegen Rot-Kreuz Mitarbeiter als Notärzte, Notfallsanitäter und Windenführer mit.
Der Rettungshubschrauber RK1 wird von der Flugrettungsgesellschaft ARA, mit Sitz in Klagenfurt, betrieben. Bis auf die Bereitstellung des medizinischen Personals sind alle restlichen Belange im Zusammenhang mit der Rettungshubschrauber RK1 Aufgabe der Flugrettungs-gesellschaft ARA.

Den Rettungshubschrauber RK1 gibt es in Kärnten seit dem Frühjahr 2001, seit dem Frühjahr 2002 ist er in Fresach stationiert. Von diesem Stützpunkt aus fliegt der RK1 im Jahr durchschnittlich ca. 700 Einsätze.

Die Disposition aller in Kärnten eingesetzter Rettungshubschrauber erfolgt über die Rettungsleitstelle des Roten Kreuzes. Oberste Maxime ist es, das Rettungsmittel, das dem Unfallort am nächsten ist, zum Einsatz zu bringen.

Das Crewkonzept am Rettungshubschrauber RK1

Der Rettungshubschrauber RK1 ist mit einem Windensystem ausgestattet. Dieses System erfordert ein 4er Crewkonzept. Es bietet für den Verunfallten den wesentlichen Vorteil, dass die Bergung rascher erfolgen kann, da kein Zwischenlanden notwendig ist. Das 4er Crewkonzept sieht folgendermaßen aus:

Piloten
Die Piloten werden von der ARA gestellt.

Notärzte
Die Notärzte, die am RK1 eingesetzt werden, arbeiten großteils auch im bodengebundenen Notarztsystem des Roten Kreuzes mit.

Notfallsanitäter – Windenführer
Als Notfallsanitäter - Windenführer werden berufliche Mitarbeiter eingesetzt. Ihre Hauptaufgabe erfüllen sie als Notfallsanitäter. Zusätzlich unterstützen sie den Piloten und bedienen bei Windeneinsätzen die Winde.

Flugretter
Als Flugretter werden überwiegend freiwillige Mitarbeiter eingesetzt, die ihre Leistung unentgeltlich erbringen. Die Flugretter sind zum überwiegenden Teil ebenfalls als Notfallsanitäter ausgebildet.

 

 

Bezahlung der Einsätze

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Grundsätzlich trägt die Einsatzkosten der Sozialversicherungsträger. Bei Freizeit- und Sportunfällen in alpinem Gelände sind die Einsatzkosten (im Falle der Ablehnung durch den Chefarzt) vom Patienten selbst zu tragen. Hat der Patient eine Zusatzversicherung (z.B. bei Kreditkartenunternehmen, als Mitglied des Alpenvereins, der Naturfreunde, privater Unfallversicherungen, etc…), kommt diese für die Kosten auf.
In besonderen sozialen Härtefällen werden die Kosten des Hubschraubereinsatzes vom Betreiber übernommen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der ARA

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