Die Rettungsleitstelle dient der landesweiten Notrufannahme, Disposition der Einsatzmittel und der Einsatzführung. Außerdem werden in der Rettungsleitstelle sämtliche Anrufe unter der Krankentransportnummer 14844, Anrufe unter 141 und das gesamte Rufhilfesystem bearbeitet. So gehen täglich etwa 1400 Gespräche in der Rettungsleitstelle ein. Seit 17. Dezember 2007 sind alle Bezirke Kärntens in das System eingebunden. Die Rettungsleitstelle ist mit 13 Arbeitsplätzen ausgerüstet, an denen rund 35 Disponenten im Turnusdienst ihren Dienst verrichten. Im Großschadens- oder Katastrophenfall kann die Anzahl der Arbeitsplätze verdoppelt werden. Die Rettungsleitstelle bedeutet Verbesserung der Qualität und Effizienz der Notrufabfrage und der Einsatzmitteldisposition. Es ist für den Leitstellendisponenten möglich, über das Telefon Anleitung zu Erster Hilfe zu geben. So kann besonders bei lebensbedrohlichen Notfällen die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte optimal genutzt werden.

 

Das Team der Rettungsleitstelle Kärnten ist für Sie 24 Stunden - 7 Tage die Woche einsatzbereit und hilft Ihnen gerne bei Ihren Fragen, Anliegen und Notsituationen.  

 

 

Einsatzleitsystem unterstützt Disponenten

Geht ein Notruf in der Rettungsleitstelle ein, werden alle für einen Rettungsmitteleinsatz notwendigen Daten im Einsatzleitsystem erfasst. Die erste Frage des Disponenten an den Anrufer ist die nach dem Notfallort. Mittels aktuellem Kartenmaterial, Luftbildaufnahmen, den Hausnummerndaten aller Bauobjekte, sowie sämtlicher Straßendaten Kärntens, ist es dem Disponenten möglich, den Notfallort genau zu bestimmen. Der Disponent erhält automatisch vom System auf Basis von GPS- und Datenfunk eine Auswahl der nächstgelegenen Einsatzmittel. Auf Grund dieser Informationen wird darauf das Rettungsmittel entsandt.

Strukturierte Notrufabfrage kann Leben retten

Als erstes Glied einer professionellen Rettungskette stehen die Leitstellendisponenten vor einer schwierigen Aufgabe. Innerhalb kürzester Zeit müssen sie eine Fülle von Informationen erfragen, auswerten und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Das Ergebnis dieses Entscheidungsprozesses ist die Alarmierung der erforderlichen und geeigneten Rettungsmittel. In der Rettungsleitstelle kommt das Advanced Medical Priority Dispatch System (AMPDS) zum Einsatz. Dieses aus den USA stammende Abfrageprotokoll standardisiert die Vorgehensweise bei der Notrufabfrage und stuft die Dringlichkeit eines Notfalles in einer von fünf Stufen ein. Das System liefert auch erste Hinweise an den Anrufer, um besondere Gefahren an der Einsatzstelle zu erkennen bzw. zu bewältigen. Ein bedeutender Teilbereich des Systems ist auch die Anleitung des Anrufers lebensrettende Maßnahmen bis zum Eintreffen der Rettungsmannschaft durchzuführen. Der Anrufer wird vom Leitstellendisponenten durch die wichtigsten Erste Hilfe-Maßnahmen begleitet.

141 - Der Ärztliche Notdienst

Immer wieder kommt es vor, dass jemand in den Nachtstunden beziehungsweise am Wochenende akut erkrankt, jedoch ein Transport ins Krankenhaus nicht notwendig ist. Hierfür wird unter 141 Hilfe angeboten. Montag bis Donnerstag von 19:00 bis 07:00 Uhr sowie von Freitag 13:00 bis Montag 07:00 Uhr und an Feiertagen sind praktische Ärzte in Bereitschaft, welche über die Leitstelle unter 141 erreicht werden können.

 

Unter der Woche werden die Patientendaten durch die Leitstelle erfasst und anschließend erfolgt ein Rückruf durch einen Telefonarzt. Dieser führt mit dem Anrufer ein Beratungsgespräch und gibt in weiterer Folge Behandlungshinweise oder schickt wenn notwendig einen Arzt zum Patienten, welcher vor Ort eine Visite durchführt.

 

Am Wochenende sowie vor und an Feiertagen geben die Mitarbeiter der Leitstelle direkt die Telefonnummer des zuständigen Sprengelarztes an den Anrufer weiter. Dieser nimmt dann selbstständig Kontakt mit dem jeweiligen Arzt auf.  

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