Notruf 144
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Hitzenotfall

Das Wichtigste: Sorgen Sie für Schatten und Kühlung – geben Sie der Person zu trinken

Ein Mann erleidet einen Hitzenotfall und lehnt sich an einer Stange an.
Hitzenotfall: Sie erkennen einen Hitzenotfall an einem hochroten Kopf, Schwindel, Übelkeit, Kopfweh etc.

Was bedeutet Hitzenotfall?

Ein Hitzenotfall entsteht, wenn eine Person für längere Zeit intensiver Hitze bzw. Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist und dabei die Wärmeregulation des Körpers ausfällt.

Eine Unterscheidung zwischen Sonnenstich (Reizung Hirnhaut) und Hitzschlag (Überwärmung des Körpers) ist für den/die Ersthelfer:in nicht erforderlich.


Wie erkenne ich einen Hitzenotfall?

Ein Hitzenotfall kann sich durch Kopfweh, Übelkeit, hochroten Kopf, erhöhte Körpertemperatur, Schwindel und/oder Schüttelfrost äußern.


Wie leiste ich Erste Hilfe?

  • Die wichtigsten Maßnahmen, die ein:e Ersthelfer:in bei einer betroffenen Person setzen kann, sind:
  • in den Schatten bringen bzw. Schatten machen (z.B. Alurettungsdecke, Regenschirm)
  • Kopf/Nacken mit feuchten Tüchern kühlen
  • alkoholfreie Getränke ohne Koffein wie Wasser, Tees, verdünnte Fruchtsäfte etc. zu trinken geben
  • Lagerung mit erhöhtem Oberkörper: Die betroffene Person soll mit erhöhtem Oberkörper gelagert werden.

Wenn sich der Zustand trotz Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht rasch bessert, sollte ärztlicher Rat eingeholt oder die Nummer 1450 (Gesundheitsberatung) kontaktiert werden.

Bei Anzeichen einer Verschlechterung wie Bewusstseinsstörungen, Erbrechen, starken Kopfschmerzen, Verwirrtheit usw. ist umgehend der Notruf 144 zu wählen.


Prävention gegen Hitzenotfälle

Hitze kann schnell gefährlich werden – besonders für ältere Menschen, Kinder, Schwangere, Menschen mit chronischen Erkrankungen oder wohnungslose Personen. Auch Menschen, die körperlich schwer arbeiten, sind durch hohe Temperaturen besonders belastet. Verhalten bei großer Hitze:

  • Aufenthalt im Freien vermeiden: Direkte Sonneneinstrahlung möglichst meiden, vor allem während der Mittagszeit.
  • Kühle Orte aufsuchen: Wenn es zu Hause zu heiß ist, nutze Angebote in deiner Gemeinde, die kühlere Aufenthaltsorte bieten, wie z.B. Cooling Center des Roten Kreuzes, Einkaufszentren, Parks usw.
  • Geeignete Kleidung tragen: Weite, helle und atmungsaktive Kleidung wählen. Eine leichte Kopfbedeckung, Sonnencreme und eine Sonnenbrille helfen, Sommertage besser zu bewältigen.
  • Körperliche Anstrengung reduzieren: Vermeide körperlich belastende Tätigkeiten bei großer Hitze. Kühlere Morgenund Abendstunden eignen sich besser für Erledigungen oder sportliche Aktivitäten.
  • Ausreichend trinken: Trinke regelmäßig und ausreichend – auch ohne Durstgefühl. Geeignet sind Leitungs- oder Mineralwasser, ungesüßte Früchte- und Kräutertees sowie verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Alkohol und koffeinhaltige Getränke sollten vermieden werden. Bevorzuge leichte Kost.
  • Körper kühlen: Eine kühle (nicht kalte) Dusche, kühle Umschläge oder Fußbäder sorgen für Erfrischung. Das Besprühen der Haut mit Wasser (z.B. mit einem Pumpzerstäuber) ohne Abtrocknen unterstützt die Kühlung durch Verdunstung.
  • Auf andere achten: Achte auf Familienangehörige, Freund:innen und Nachbar:innen – insbesondere, wenn sie einer Risikogruppe angehören. Unterstütze sie etwa bei Einkäufen oder erkundige dich regelmäßig nach ihrem Befinden.
  • Keine Menschen oder Tiere im Auto zurücklassen.