Abschürfungen sind oberflächliche Hautverletzungen, die zumeist komplikationslos und narbenfrei abheilen. Abschürfungen und kleine Verletzungen müssen von Ersthelfer:innen häufig versorgt werden, dafür bietet sich das Anlegen eines Verbandes an.
Wie erkenne ich eine Abschürfung?
Eine Abschürfung ist eine oberflächliche, manchmal leicht blutende Hautverletzung, die Schmerzen verursacht. Es können sich auch Verunreinigungen wie Schmutz, Steinchen etc. in der Wunde befinden.
Wie leiste ich Erste Hilfe? Wie kann ich bei einer Abschürfung helfen?
Falls die Wunde verunreinigt ist, soll diese gereinigt werden, z. B. mit Wasser. Die Wunde muss anschließend keimfrei verbunden werden. Falls verfügbar: Einmalhandschuhe verwenden. Ein Verband sollte, je nach Verschmutzung, nach ein bis zwei Tagen gewechselt werden. Sollte sich die Wunde entzünden oder andere Zeichen einer Infektion (Fieber) auftreten, muss ein:e Arzt/Ärztin aufgesucht werden. Falls kein Tetanusimpfschutz besteht, ist auch bei kleinen Wunden ein:e Arzt/Ärztin aufzusuchen.
Wunden, die unverzüglich ärztlich versorgt werden müssen
- wenn die verletzte Person in den vergangenen zehn Jahren keine Tetanusimpfung erhalten hat
- große Wunden (ab ca. 2 cm Länge und 5 mm Tiefe)
- Bisswunden durch Tiere oder Menschen (Infektionsgefahr)
- Wunden in Gelenknähe (wegen der Gefahr einer Gelenkinfektion)
- Wunden am Hand- oder Fußrücken (wegen möglicher Verletzung der Sehnen)
- Verletzungen am Kopf (z.B. Platzwunde)
- Wunden mit Fremdkörpern (nicht herausziehen und Fremdkörper fixieren)
- Augenverletzungen
- Stichwunden
- abgetrennter Körperteil (keimfreie Wundversorgung; abgetrennten Körperteil vor Hitze, Kälte, Nässe schützen: in Rettungsdecke wickeln)
- Wunden im Bereich der Geschlechtsorgane (Infektionsgefahr)
- Schusswunden
- starke Blutungen