Unwetter, Hochwasser, Schneelagen oder großflächige Stromausfälle stellen auch uns im Roten Kreuz Kärnten immer wieder vor besondere Herausforderungen. Gerade dann, wenn Straßen unpassierbar werden oder Einsatzorte nur schwer erreichbar sind, braucht es flexible Lösungen. Um für solche Lagen noch besser vorbereitet zu sein, wurde der Fuhrpark im Bereich Katastrophenhilfsdienst gezielt erweitert.
Zwei Quads (ATV) sowie ein Side-by-Side Vehicle (SSV) ergänzen seit Kurzem unsere bestehenden Einsatzmittel. Sie eröffnen neue Möglichkeiten dort, wo klassische Fahrzeuge an ihre Grenzen stoßen – und stärken damit unsere gemeinsame Einsatzfähigkeit im Katastrophenfall.
Mehr Handlungsspielraum im Ernstfall
Die neuen Spezialfahrzeuge kommen überall dort zum Einsatz, wo es schnell gehen muss und das Gelände anspruchsvoll ist: bei der Lageerkundung, beim Zubringen von Einsatz- und Hilfspersonal, in der Logistik oder bei der sanitätsdienstlichen Erstversorgung. Sie unterstützen nicht nur den Katastrophenhilfsdienst, sondern sind auch ein wichtiges Bindeglied im Zusammenspiel mit anderen Bereichen und Einsatzorganisationen.
Gut vorbereitet durch gezielte Ausbildung
Damit die neuen Fahrzeuge sicher und professionell eingesetzt werden können, wurden in der vergangenen Woche die ersten Kollegen speziell darauf eingeschult. Die Ausbildung ist mehrstufig aufgebaut und umfasst rechtliche Grundlagen, Fahrzeugtechnik sowie intensive Praxis- und Geländetrainings. Nur ausgewählte und entsprechend ausgebildete Einsatzkräfte dürfen die Quads und das SSV lenken – Sicherheit und Verantwortung stehen dabei klar im Vordergrund.
Landesrettungskommandant Christian Pichler sieht darin einen wichtigen Schritt: „Diese Fahrzeuge erweitern unsere Möglichkeiten genau dort, wo jede Minute zählt. Sie ergänzen unsere bestehenden Einsatzmittel und stärken unsere Einsatzfähigkeit insgesamt.“
Eine Investition mit Weitblick
Die Entscheidung für die Anschaffung der Spezialfahrzeuge ist bewusst und vorausschauend getroffen worden. Präsident Martin Pirz betont die langfristige Bedeutung: „Die neuen Fahrzeuge sind eine vorausschauende und wertvolle Entscheidung. Die Anforderungen an unsere Arbeit steigen – umso wichtiger ist es, rechtzeitig in moderne und flexible Einsatzmittel zu investieren, die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz unterstützen.“
Landesweit verfügbar – gemeinsam nutzbar
Um im Bedarfsfall rasch reagieren zu können, sind die Fahrzeuge strategisch im Bundesland stationiert: ein Quad in Unterkärnten, ein weiteres in Oberkärnten und das Side-by-Side Vehicle im Logistikzentrum Klagenfurt. Sie können landesweit angefordert und flexibel eingesetzt werden – unabhängig davon, aus welchem Bereich die Unterstützung benötigt wird.
Gemeinsam für morgen gerüstet
Mit der Erweiterung des Fuhrparks wird deutlich: Katastrophenvorsorge ist Teamarbeit. Die neuen Spezialfahrzeuge sind ein weiterer Baustein, um auch künftig handlungsfähig zu bleiben – für unsere Kolleg:innen im Einsatz und für all jene Menschen, die im Ernstfall auf das Rote Kreuz Kärnten zählen.



