Vom Ertrinkungsnotfall über Herzinfarkt bis hin zur Bewusstlosigkeit nach einem Stromschlag: 100 junge Lebensretterinnen und Lebensretter aus 15 Kärntner Schulen traten am Dienstag an der MS Kühnsdorf zum Landesjugendbewerb in Erster Hilfe des Kärnten Jugendrotkreuzes an. Die Landesmeistertitel in der Kategorie „Lebensretter:in EXPERT“ (16 Stunden Erste-Hilfe-Kurs) gingen an das Team „Gesundheitsrisiko“ der HTL Villach und an „Herzschlagheldinnen“ des BG Tanzenberg. In der Kategorie „Lebensretter:in BASIC“ (8 Stunden Einführungskurs in Erster Hilfe) ging der Sieg an das Team „EH-Avengers“ der MS St. Jakob. Die drei Schulen gehen für Kärnten nun beim Erste-Hilfe-Bundesbewerb der Schulen an den Start, der am 2. und 3. Juni am Maltschachersee stattfindet. „Durch die Arbeit des Jugendrotkreuzes kommen Kinder und Jugendliche bereits früh mit den Werten des Roten Kreuzes in Berührung. Sie lernen, aufmerksam hinzusehen, wenn Menschen Hilfe benötigen, Verantwortung zu übernehmen und werden so zu wichtigen Botschafterinnen und Botschaftern der humanitären Werte der Rotkreuz-Bewegung“, zeigt sich auch Kärntens Rotkreuz-Präsident Dr. Martin Pirz begeistert.
Insgesamt gab es an der MS Kühnsdorf sechs Praxis- und zwei Theoriestationen, an denen die jungen Lebensretterinnen und Lebensretter ihre in den Monaten zuvor erworbenen Fähigkeiten in der Ersten Hilfe realitätsnah unter Beweis stellen durften. Ausgebildet für den Bewerb wurden die 20 Teams aus den 15 Kärntner Schulen von ihren Lehrerinnen und Lehrern, die gleichzeitig auch Lehrbeauftragte des Jugendrotkreuzes sind. Jedes Team bestand aus fünf Mitgliedern und war mit seinen Betreuungslehrkräften vor Ort. Bei zwei Juxstationen kam auch der Spaß nicht zu kurz. Die Statist:innen wurden alle von Jugendlichen der MS Kühnsdorf dargestellt und hatten täuschend echt wirkende geschminkte Verletzungen von Brandwunden über Nasenbluten bis hin zu einer Hand, die von einem Nagel durchbohrt war. Für das Schminken ist die realistische Unfall- und Notfalldarstellung des Roten Kreuz Kärnten verantwortlich.
In Kärnten gibt es gesamt rund 240 zertifizierte Erste-Hilfe-Lehrbeauftragte des Jugendrotkreuzes – allesamt Pädagog:innen, die an Kärntner Schulen unterrichten und laufend Erste-Hilfe-Kurse für die Schüler:innen und ihr Kollegium anbieten. „ Wir geben den jungen Menschen das Gefühl, wie schön es sein kann, anderen zu helfen. Der Landesjugendbewerb in Erster Hilfe ist ein Paradebeispiel dafür, wie wir Kinder und Jugendliche motivieren ihr Wissen rund um die Erste Hilfe zu vertiefen und zu üben. So werden aus diesen jungen Menschen potenzielle Lebensretterinnen und Lebensretter, ein unschätzbarer Mehrwert für unsere Gesellschaft“, sagte HR SQM Ing. Herbert Torta, Landesleiter des Jugendrotkreuzes in Kärnten.
Diese Schulen waren in der Kategorie „BASIC“ dabei:
- BG Mössinger (K)
- BG Tanzenberg (KL)
- MS Auen (VI)
- MS St. Jakob (VL)
- MS de La Tour Treffen (VL)
- MS Kühnsdorf (VK)
- BZ Eisenkappl (VK)
- AAG Völkermarkt (VK)
- MS Weitensfeld (SV)
- MS Bad St. Leonhard (WO)
Diese Schulen waren in der Kategorie „EXPERT“ dabei:
- BG Mössingerstraße (K)
- HLW der Caritas (K)
- BG Tanzenberg (KL)
- HTL Villach (VI)
- MS de La Tour Treffen (VL)
- AAG Völkermarkt (VK)
- MS Eberndorf (VK)
- MS Friesach (SV)
- Lavantinum (WO)