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Zum Weltrotkreuztag: Menschlichkeit, die verbindet – Kärntens Freiwillige im Mittelpunkt

Besonders viele junge Menschen engagieren sich beim Roten Kreuz Kärnten und tragen die Idee der Menschlichkeit aktiv weiter. „Freiwillige sind das Rückgrat unserer Gesellschaft“, betont Präsident Martin Pirz. Anlässlich des Weltrotkreuztages am 8. Mai stellt das Rote Kreuz Kärnten engagierte Freiwillige aus allen acht Bezirken in den Mittelpunkt.

Am 8. Mai wird weltweit der Weltrotkreuz- und Rothalbmondtag begangen – ein Tag, der an den Geburtstag von Henry Dunant erinnert, dem Begründer der internationalen Rotkreuzbewegung. Seine Idee, Menschen in Not unabhängig von Herkunft, Religion oder Überzeugung zu helfen, prägt bis heute das Handeln des Roten Kreuzes – auch in Kärnten. Rund 900 hauptberufliche Mitarbeiter:innen stehen beim Roten Kreuz Kärnten im Dienst der Menschen und sorgen täglich für professionelle Hilfeleistung. Getragen wird diese Arbeit jedoch von 3.164 freiwilligen Helferinnen und Helfern, die ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Menschlichkeit einbringen.

Die Zahl der Freiwilligen in Kärnten ist seit Jahren stabil – ein starkes Zeichen für gelebten Zusammenhalt. Besonders bemerkenswert: 1.336 der insgesamt 3.164 Freiwilligen sind unter 30 Jahre alt. Das zeigt, wie stark junge Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich für andere einzusetzen. Viele von ihnen finden über den Zivildienst den Weg zum Roten Kreuz und rund 70% davon bleiben darüber hinaus freiwillig aktiv. „Im Zivildienst erleben junge Menschen unmittelbar, wie sinnstiftend Hilfe sein kann. Sie erfahren, dass ihr Einsatz einen echten Unterschied macht – und genau diese Erfahrung prägt oft ein Leben lang“, so Pirz.

Ob im Rettungsdienst, in der Jugendarbeit oder in der Ausbildung – die Freiwilligen des Roten Kreuzes Kärnten stehen für gelebte Menschlichkeit, fachliche Kompetenz und den Wunsch, etwas Sinnvolles zu tun. Sie helfen nicht nur in Ausnahmesituationen, sondern stärken auch den sozialen Zusammenhalt im Alltag.

Zum Weltrotkreuztag holt das Rote Kreuz Kärnten deshalb junge Freiwillige aus allen Bezirken vor den Vorhang. Sie geben Einblick, was sie motiviert – und was es für sie bedeutet, Teil dieser Gemeinschaft zu sein:

Lukas Nikolowsky (Rotes Kreuz, Bezirksstelle Wolfsberg)
„Die Mitarbeit im Rettungsdienst ist eine der besten Möglichkeiten, sich selbst weiterzubilden und gleichzeitig der Bevölkerung etwas zurückzugeben – zu helfen und da zu sein, wenn man gebraucht wird. Es bedeutet, in schwierigen Situationen Ruhe zu bewahren und füreinander da zu sein. Für mich heißt das: Aus Liebe zum Menschen handeln und Teil eines starken Teams sein, in dem aus Kolleg:innen oft Freundschaften werden.“

Alina Obereder (Rotes Kreuz, Bezirksstelle Völkermarkt)Rettungssanitäterin seit 24.02.2026
„Die richtige Mischung aus Verantwortung, Teamspirit und Adrenalin macht es für mich aus  – besonders in den Momenten, in denen jede Hilfe zählt.“

Selina Gritzner (Rotes Kreuz, Bezirksstelle Hermagor)seit 2024 ehrenamtlich im Rettungsdienst und jetzt neu auch Erste-Hilfe-Lehrbeauftragte im Bezirk
„Beim Roten Kreuz kann ich meine Fähigkeiten sinnvoll einsetzen und laufend weiterentwickeln. Es ist ein gutes Gefühl, Teil einer Organisation zu sein, die für Menschlichkeit und Hilfe steht.“

Sara Hoi (Rotes Kreuz, Bezirksstelle Villach)Jugendgruppenleiterin
„Die Jugendgruppe ist für mich wie eine große Gemeinschaft. Das gemeinsame Lernen, Lachen und Wachsen – verbunden mit wichtigen Werten – macht den Unterschied. Diese Werte an die nächste Generation weiterzugeben, ist für mich besonders wichtig.“

Helena Isabella Krieg-Holz (Rotes Kreuz, Bezirksstelle Klagenfurt), 21 Jahre
„Mein Engagement bedeutet für mich, Verantwortung zu übernehmen und etwas Sinnvolles zu tun. Ich darf junge Menschen begleiten und gleichzeitig lernen, auch in herausfordernden Situationen für andere da zu sein. Helfen, wachsen und füreinander einstehen – das macht das Rote Kreuz für mich zu einer echten Herzensangelegenheit.“

Anna Gatterer (Rotes Kreuz, Bezirksstelle Spittal), 24 Jahre, Notfallsanitäterin und Jugendreferentin
Ich engagiere mich beim Roten Kreuz, weil es mir sehr viel bedeutet, Menschen in ihren verletzlichsten Momenten beizustehen. Jeder Einsatz zeigt, wie wertvoll das Leben ist – und wie wichtig es ist, mit Kompetenz, Empathie und Überzeugung zu helfen. Genau dieses Gefühl, im entscheidenden Moment da gewesen zu sein, motiviert mich.“

Elina und Pascal Hornbanger (Rotes Kreuz, Bezirksstelle St. Veit)Elina (19) ist seit September 2024 beim Roten Kreuz und Pascal (18) seit August 2025 – beide im Rettungsdienst.
Pascal: „Ehrenamt ist keine Arbeit, die nicht bezahlt wird. Es ist Arbeit, die unbezahlbar ist.“
Elina: „Wo andere zögern, handeln wir. Wo andere wegschauen, schauen wir hin.“

Chantal Leonie Stadtmann (Rotes Kreuz, Bezirksstelle Feldkirchen), ehem. Jugendgruppenmitglied seit 2018, heute Jugendreferentin und seit 1.11.2025 Rettungssanitäterin und Valentina Haberl seit 30.10.2023 Rettungssanitäterin, ehem. Jugendgruppenmitglied seit 2019
Chantal: „Hilfe kennt keine Grenzen – weder im Einsatz noch im Miteinander. Für mich bedeutet das Rote Kreuz, Verantwortung zu übernehmen, füreinander da zu sein und gemeinsam etwas zu bewegen.“
Valentina: „Ich habe schon in der Jugendgruppe erlebt, wie viel man gemeinsam bewirken kann. Heute im Rettungsdienst ist es ein gutes Gefühl, dieses Engagement weiterzuführen und Menschen in schwierigen Situationen konkret helfen zu können.“

Was vor über 160 Jahren mit der Idee eines Einzelnen begann, lebt heute durch tausende Menschen weiter – auch in Kärnten. Der Weltrotkreuztag macht sichtbar, was sonst oft im Hintergrund geschieht: Hilfe, die selbstverständlich wirkt, aber alles andere als selbstverständlich ist. „Unsere Freiwilligen zeigen jeden Tag, was es heißt, für andere da zu sein – mit Herz, Verstand und großem Engagement. Dafür sagen wir Danke“, so Pirz.

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