Die Anzeichen, dass sich die Lage im Nahen Osten – besonders im Iran, Libanon und Israel – zu einem wochen- oder sogar monatelangen Konflikt ausweitet, werden immer mehr; Rettungseinsätze, Evakuierungen und Versorgungsengpässe nehmen zu. In den betroffenen Gebieten arbeiten Rettungsteams, Sanitäter:innen, Such- und Bergungseinheiten sowie psychosoziale Fachkräfte des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes längst am Limit. Und fest steht: Der humanitäre Bedarf wird enorm hoch bleiben.
„Unsere Kolleginnen und Kollegen im Iran, im Libanon oder in Israel retten Verletzte, bergen Überlebende aus Trümmern, verteilen Hilfsgüter und versorgen Menschen in Notunterkünften“, sagt Jürgen Högl, Leiter der Abteilung für Internationale Katastrophen und Krisen beim Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK). Auch der Suchdienst spielt eine zentrale Rolle: Wenn Telefone ausfallen, Familien durch Flucht und Evakuierungen getrennt oder Menschen vermisst werden, helfen Rotkreuz-Teams dabei, Kontakte wiederherzustellen – oft ist es die erste Nachricht der Angehörigen seit Tagen.