Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) hat ihre Unterstützung für die Hilfsmaßnahmen inzwischen deutlich ausgeweitet und einen Emergency Appeal veröffentlicht. Damit soll das Kolumbianische Rote Kreuz dabei unterstützt werden, über einen Zeitraum von 24 Monaten rund 24.000 vom Erdbeben betroffene Menschen zu erreichen.
Das volle Ausmaß der Katastrophe ist weiterhin nicht bekannt, die Schadenserhebungen dauern an. Die Teams des Kolumbianischen Roten Kreuzes waren bereits kurz nach dem Erdbeben am 10. August 2026 vor Ort und sind weiterhin im Einsatz. Sie führen Such- und Rettungsmaßnahmen durch, versorgen Verletzte, unterstützen bei der Wiederzusammenführung getrennter Familien und leisten umfassende Hilfe für die betroffene Bevölkerung.
Die im Rahmen des Emergency Appeals geplanten Hilfsmaßnahmen konzentrieren sich auf drei zentrale Bereiche:
- Integrierte Hilfe: Bereitstellung von Notunterkünften und lebensnotwendigen Haushaltsgegenständen sowie Unterstützung für Familien, deren Häuser und Lebensgrundlagen beschädigt oder zerstört wurden.
- Gesundheit, Wasser und Hygiene: Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung durch mobile Gesundheitsteams, psychosoziale Unterstützung sowie Sicherstellung des Zugangs zu sauberem Wasser, Sanitärversorgung und Hygienemaßnahmen.
- Schutz und Wiederherstellung familiärer Kontakte: Unterstützung bei der Familienzusammenführung und Suche nach vermissten Angehörigen, Telekommunikationsunterstützung sowie Maßnahmen zum Schutz von Kindern und zur Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt, insbesondere in schwer erreichbaren und von der Katastrophe abgeschnittenen Gemeinden.
Besonderes Augenmerk gilt verletzten Menschen und Personen mit dringendem Bedarf an Gesundheitsversorgung, Menschen, die eingeschlossen oder vermisst werden beziehungsweise von ihren Familien getrennt wurden, Familien mit zerstörten oder beschädigten Häusern sowie Gemeinden, in denen die grundlegende Versorgung unterbrochen ist.
Die vorgesehenen Hilfsmaßnahmen bleiben flexibel und werden laufend an die weitere Entwicklung und die vor Ort festgestellten humanitären Bedürfnisse angepasst.