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Humanitätspreis für herausragendes humanitäres Engagement

Auszeichnung der Heinrich-Treichl-Stiftung 2026

Sechs Personen stehen bei einer Veranstaltung des Österreichischen Roten Kreuzes auf einer Bühne. Drei Frauen und drei Männer halten Urkunden und Blumensträuße in den Händen.
Alle Preisträger:innen 2026 mit ÖRK-Geschäftsleiter Michael Opriesnig und ÖRK-Präsident Gerald Schöpfer.

Alle Jahre wieder (seit 1993 Personen, seit 2018 auch Unternehmen) zeichnet das Österreichische Rote Kreuz zu Ehren unseres ehemaligen Rotkreuz-Präsidenten Heinrich Treichl Menschen für ihr herausragendes humanitäres Engagement aus und auch heuer war die Verleihung im Haus der Musik ein besonderes Ereignis. 

Das Wichtigste vorab: Die Preisträger:innen des Humanitätspreises der Heinrich-Treichl-Stiftung sind Elisabeth Fuchs (Bildungsdirektorin der Stadt Wien), Wieland Schneider (stellvertretender Ressortleiter Außenpolitik „Die Presse“), Christine Scholten (Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, Gründerin der Initiative „NACHBARINNEN“) und die PORR AG (RK Partner seit 2011). 

Überreicht hat ihnen der Preis unser Präsident Gerald Schöpfer: „Verantwortung für die Gesellschaft liegt nicht nur bei einzelnen Menschen, sondern auch bei Unternehmen. Es freut mich ganz besonders, den Humanitätspreis der Heinrich-Treichl-Stiftung an Menschen und Unternehmenspartner zu verleihen, die leuchtende Beispiele für langjähriges, außergewöhnliches soziales Engagement sind“.

Treichl-Preisträger:innen 2026

ÖRK-Präsident Gerald Schöpfer &  Bildungsdirektorin der Stadt Wien Elisabeth Fuchs
v.l.n.r.: ÖRK-Präsident Gerald Schöpfer & Bildungsdirektorin der Stadt Wien Elisabeth Fuchs

Elisabeth Fuchs, Bildungsdirektorin der Stadt Wien

Als ehrenamtliche Leiterin des Wiener Jugendrotkreuzes, Leiterin einer Volksschule in Meidling, Pflichtschulinspektorin in mehreren Wiener Bezirken und in leitender Funktion innerhalb der Wiener Bildungsdirektion fördert sie seit Jahren humanitäre Bildung, Solidarität, Gesundheitsbewusstsein, Erste-Hilfe-Kompetenz sowie soziales Verantwortungsgefühl bei jungen Menschen. Sie setzt sich konsequent für die Förderung benachteiligter Schüler:innen, für inklusive Bildung sowie für ein respektvolles und menschenwürdiges Miteinander an Schulen ein. Besonders hervorzuheben ist ihr Engagement für jene Kinder und Jugendlichen, die aufgrund sozialer, sprachlicher oder persönlicher Herausforderungen besonderer Unterstützung bedürfen.

ÖRK-Präsident Gerald Schöpfer & stellvertretender Ressortleiter Außenpolitik „Die Presse“ Wieland Schneider
v.l.n.r.: ÖRK-Präsident Gerald Schöpfer & stellvertretender Ressortleiter Außenpolitik „Die Presse“ Wieland Schneider

Wieland Schneider, stellvertretender Ressortleiter Außenpolitik „Die Presse“

Für seine journalistischen Berichte reist er in Krisengebiete wie den Irak, Syrien und zuletzt mit dem Roten Kreuz in den Sudan, wo seit April 2023 mehr als 50 Millionen Menschen weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit in einem bewaffneten Konflikt unter Vertreibung, Hunger und Krankheiten wie Malaria und Cholera leiden. Schneider macht sich damit selbst ein Bild von der Not der Menschen vor Ort. Er lässt Schicksale sichtbar werden, die sonst verborgen bleiben, berichtete zum Beispiel ab 2011 vom Arabischen Frühling und den Auswirkungen auf die Bevölkerung in der Region. Er besuchte mehrmals die Menschen, die unter der Gewalt der Terrororganisation IS gelitten haben und machte dabei auf das Leid der Jesidinnen und Jesiden aufmerksam.

ÖRK-Präsident Gerald Schöpfer & Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, Gründerin der Initiative „NACHBARINNEN“ Christine Scholten
v.l.n.r.: ÖRK-Präsident Gerald Schöpfer & Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, Gründerin der Initiative „NACHBARINNEN“ Christine Scholten

Christine Scholten, Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, Gründerin der Initiative „NACHBARINNEN“

Die zentrale Idee: Frauen mit eigener Migrations- oder Fluchterfahrung, die selbst einen Weg in ein selbstbestimmtes Leben gefunden haben, sind als „NACHBARINNEN“ beim Verein angestellt. Sie begleiten andere Frauen aus ihren Herkunftscommunities. Gleiche Sprache, geteilte kulturelle Erfahrung – daraus entsteht eine Vertrauensbasis, die auch Frauen unter strenger sozialer Kontrolle erreicht. Seit Projektgründung wurden bereits mehr als 4.500 Familien begleitet. Gearbeitet wird aufsuchend und zu Hause, kultur- und traumasensibel: mit häuslicher Lernhilfe für Kinder im Einzelsetting, Deutsch-Lernhilfe für Frauen ohne Zugang zu einem Kurs, sowie Unterstützung bei Existenzsicherung, Gesundheitsvorsorge, Erziehungsfragen, demokratischer Teilhabe und Gleichstellung. Dazu kommen Kulturprogramme für Frauen und Kinder und viel Vernetzung mit der österreichischen Bevölkerung. Ein wesentliches Ziel ist der Einstieg in die Erwerbstätigkeit: Arbeitstrainings, ein ausgeklügeltes Programm und die eigene Nähwerkstatt als Brücke in den Arbeitsmarkt zeigen hohe Vermittlungszahlen.

ÖRK-Präsident Gerald Schöpfer & Head of Group Communications in der PORR AG Tamara Weixelbaum
v.l.n.r.: ÖRK-Präsident Gerald Schöpfer & Head of Group Communications in der PORR AG Tamara Weixelbaum

PORR AG

Seit 2011 ist die PORR AG durchgehend Partner des Österreichischen Roten Kreuzes. Das Unternehmen unterstützt das ÖRK mit Spenden zu Gunsten von Projekten für Menschen in Not. Im Fokus der Zusammenarbeit liegen internationale Projekte und Katastrophenhilfe ebenso wie die Individuelle Spontanhilfe für Menschen in Österreich.