Warum soll ich meine Kleidung an den Henry Laden spenden?
Mit Ihrer Spende schenken Sie ihren gut erhaltenen Textilien ein zweites Leben. Sie leisten aktiv einen Beitrag zum Klimatschutz, indem Sie wertvolle Ressourcen schonen. Gleichtzeitig ermöglichen Sie Menschen den Kauf hochwertiger Kleidung zu leistbaren Preisen. Ebenso trägt Ihre Spende dazu bei Projekte der Gesundheits-und Sozialen Dienste an der jeweiligen Bezirkstelle und die Spontanhilfe mitzufinanzieren. Somit hat Ihre Spende nicht nur einen ökologischen sondern auch einen sozialen und ökonomischen Mehrwert.
Welche Sachspenden nimmt der Henry Laden an?
Wir freuen uns über gut erhaltene und saubere Kleidung, Schuhe, Taschen, Accessoires sowie ausgewählte Haushaltswaren, Bücher und Spielsachen. Welche Sachspenden Ihr Henry Laden annimmt, kann je nach Standort variieren. Für Informationen zu den jeweiligen Annahmekriterien und Modalitäten stehen Ihnen unsere Kolleg:innen vor Ort gerne zur Verfügung. Finden Sie hier die Kontaktdaten.
Warum kann ich nicht alles, was ich aussortiert habe, dem Henry Laden spenden?
Nicht alle Textilien und Gegenstände eignen sich für den Weiterverkauf. Aus Platz-, Hygiene- und Sicherheitsgründen können wir nur Spenden annehmen, die sich in einem guten Zustand befinden und sich verkaufen lassen. Ein gut gemeinter Leitfaden, ist: Würde ich das Kleidungsstück guten Gewissens auch meine/r/m Freundin/Freund schenken?
Warum werden Warenspenden abgelehnt?
Warenspenden werden abgelehnt, wenn sie stark verschmutzt, beschädigt, unvollständig, aus hygienischen oder sicherheitsrelevanten Gründen nicht für den Verkauf geeignet sind oder in den Augen der Mitarbeitenden als nicht verkäuflich eingestuft werden. So stellen wir sicher, dass wir unseren Kund:innen ausschließlich gut erhaltene Waren anbieten.
Was macht das RKNÖ mit Kleidung, die nicht verkauft werden kann?
Unser oberstes Ziel ist es, den Kleidungsstücken ein zweites Leben zu schenken. Deshalb werden nicht verkaufte Textilien zunächst durch Preisreduktionen und weitere verkaufsfördernde Maßnahmen erneut zum Verkauf angeboten. Finden sie dennoch keine Käufer:innen, werden sie – sofern geeignet – im Rahmen karitativer Hilfseinsätze, beispielsweise bei Hochwasserkatastrophen eingesetzt. Ebenso kooperieren wir mit lokalen Sozialvereinen. Erst wenn auch diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind, folgen alternative Verwertungswege. Nur wenn weder Wiederverwendung noch stoffliche Verwertung möglich sind, erfolgt als letzte Option die kostenpflichtige thermische Verwertung.
Aktuell arbeiten wir gemeinsamen mit Saubermacher an einem Pilotprojekt. Ziel des Projekts ist es, herauszufinden, wie nicht mehr verkaufbare Textilien möglichst hochwertig recycelt und ihre Fasern im Sinne einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft möglichst lange im Materialkreislauf gehalten werden können.
Was ist ein Closed-Loop Prozess und ein Closed-Loop-Produkt?
Ein Closed-Loop-Prozess beschreibt einen geschlossenen Materialkreislauf, bei dem Materialien nach ihrer Nutzung recycelt und wieder als Rohstoff für die Herstellung eines gleichwertigen oder ähnlichen Produkts eingesetzt werden. Ein Closed-Loop-Produkt ist das Ergebnis dieses Prozesses: Die enthaltenen Materialien stammen ganz oder teilweise aus recycelten Altmaterialien und können idealerweise erneut in denselben Kreislauf zurückgeführt werden. Dadurch bleiben wertvolle Ressourcen im Kreislauf und der Bedarf an neuen Primärrohstoffen wird reduziert.
Im Unterschied dazu werden beim Open-Loop-Recycling die recycelten Materialien für die Herstellung anderer Produkte oder in anderen Anwendungsbereichen genutzt. Beispielsweise können aus nicht mehr tragbaren Textilien Dämmstoffe, Füllmaterialien oder Reinigungstücher hergestellt werden. Die Materialien bleiben zwar im Wirtschaftskreislauf, kehren jedoch nicht in den ursprünglichen Textilkreislauf zurück.