Fraueninitiative im Roten Kreuz Niederösterreich:
Bundesministerin a.D. Maria Rauch-Kallat als Gastreferentin
Unter dem Titel „Frauen und Macht“ fand am 19. Februar 2026 ein Netzwerktreffen der Fraueninitiative „Rotkreuzlerin“ an der Rotkreuz-Bezirksstelle in Mistelbach statt. Mit den negativen und positiven Facetten von „Macht“ beschäftigte sich Bundesministerin a.D. Maria Rauch-Kallat als Gastreferentin sowie die rund 100 Rotkreuz-Mitarbeiterinnen, die vor Ort oder online an der Veranstaltung teilnahmen.
„Wichtig ist es, respektvoll miteinander umzugehen“, betont Maria Rauch-Kallat im Rahmen der Veranstaltung zum Thema Macht. „Es gibt viele Blickwinkel auf das Thema Macht. Klar ist, Macht kommt von ‚vermögen‘ und ist per se nichts Negatives – der Missbrauch von Macht aber sehr wohl. Deshalb sehe ich es als wichtig, sich selbst zu ermächtigen – ohne eine Form von Macht, kann man nichts erreichen oder bewegen. Ich möchte allen Frauen mitgeben: nutzt Eure Macht. Gehen wir aber mit den Positionen, in denen wir uns befinden, sorgsam um.“ In einer lebendigen Diskussion brachten die Rotkreuz-Mitarbeiterinnen ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema ein, Berichte, die von Maria Rauch-Kallat umgehend mit ihrem Vortrag verknüpft wurden. „Nehmen wir Chancen wahr und warten wir nicht drauf, entdeckt zu werden“, appelliert die ehemalige Bundesministerin und erfolgreiche Unternehmerin an die anwesenden Frauen.
„Wir freuen uns sehr, dass wir Maria Rauch-Kallat für unser Netzwerktreffen gewinnen konnten“, sagt Geschäftsführer-Stellvertreterin Andrea Winter, Rotes Kreuz Niederösterreich. „Der gemeinsame Austausch war sehr wertvoll und zeigt, was wir mit unserem Frauennetzwerk erreichen können und wollen. Wir handeln – für mehr Gleichstellung, Sichtbarkeit und Entwicklungschancen für Frauen im Roten Kreuz Niederösterreich.“ Die nächsten Netzwerktreffen seien bereits definiert. „Wir sind im Vorjahr gestartet und stehen somit am Beginn – wir werden diesen Weg sehr aktiv gemeinsam weitergehen und gestalten.“
Die Rotkreuzlerin – die Fraueninitiative des Roten Kreuzes NÖ
Gestartet wurde das Programm im Juni 2025 mit einer Kick-off-Veranstaltung in St. Pölten, seitdem hat sich bereits viel getan. „Frauen sind eine tragende Säule des Österreichischen Roten Kreuzes. Obwohl ihr Anteil unter den freiwilligen Mitarbeiter:innen stetig wächst, sind sie in Führungsfunktionen weiterhin stark unterrepräsentiert. Das wollen wir mit dieser Initiative ändern“, betont Präsident und Hauptinitiator Hans Ebner, Rotes Kreuz Niederösterreich. Einerseits sei es das Ziel, Frauen mit Netzwerktreffen eine Plattform für Austausch zu geben, andererseits können sich jährlich Frauen im Rahmen eines Mentoringprogramms für weibliche Führungskräfte anmelden, um so gezielt auf ihrem Karriereweg im Roten Kreuz Niederösterreich begleitet, gefördert und gestärkt zu werden. Im Herbst 2025 ist das erste Mentoring-Programm mit 18 Mentees bereits angelaufen, im Sommer 2026 startet die nächste Bewerbungsfrist.
„Die Fraueninitiative mit dem Frauennetzwerk und dem begleitenden Mentoringprogramm sind zentrale strategische Initiativen, um das Rote Kreuz Niederösterreich zukunftsfähig, vielfältig und chancengerecht aufzustellen“, sagt Organisatorin Christine Marek. „Wir setzen dort an, wo Veränderung beginnt: im Austausch, in der Sichtbarkeit und in konkreten Entwicklungsmöglichkeiten.“
Im Rahmen des Mentorings erhalten Rotkreuz-Mitarbeiterinnen – unabhängig davon, ob sie freiwillig oder hauptberuflich im Roten Kreuz tätig sind – die Möglichkeit, individuelle Herausforderungen mit erfahrenen Mentor:innen zu reflektieren, wertvolles Feedback einzuholen und von deren langjähriger Erfahrung zu profitieren. Ergänzend dazu finden regelmäßig Vernetzungstreffen und thematische Workshops mit inspirierenden Impulsen statt.
Weitere Informationen: www.rotkreuzlerin.at
Tulln, 23. Februar 2026

Pressestelle
Rotes Kreuz Niederösterreich