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Neue Ausbildung stärkt Lernförderprogramme

Rotkreuzmitarbeiterin, die ein Mädchen beim Lesen unterstützt

Ab Dezember können LernLesepat:innen mit der neuen Ausbildung zur „Rotkreuz-Lernbegleitung“ die Standortleitung eines Lernhauses oder Lerntreffs übernehmen – erstmals auch ohne pädagogische Vorbildung.

Das Rote Kreuz Niederösterreich baut sein Netzwerk an Lernförderangeboten weiter aus: mit einer neuen, fünftägigen Ausbildung zur „Rotkreuz-Lernbegleitung“ können engagierte LernLesepat:innen künftig selbst die Standortleitung eines Lernhauses oder Lerntreffs übernehmen oder die Leitung bei Bedarf vertreten. Die Schulung startet erstmals im Dezember und steht auch im nächsten Jahr bereits am Kursplan.

Im Mittelpunkt der Ausbildung stehen die Schwerpunkte Kinderschutz, Lerncoaching und Bewegtes Lernen. Damit werden die Freiwilligen gezielt auf die zusätzlichen Aufgaben einer Standortleitung vorbereitet. Ziel ist es, in Niederösterreich künftig noch mehr Lerntreffs zu ermöglichen und bestehend Standorte zusätzlich abzusichern. Damit reagiert das Rote Kreuz NÖ auf die weiterhin große Nachfrage nach kostenloser Lernunterstützung für Kinder im Pflichtschulalter.

„Bildung ist einer der wirksamsten Hebel gegen Armut – und genau hier setzen unsere Lernförderangebote an. Mit der neuen Ausbildung zur Rotkreuz-Lernbegleitung geben wir jenen Menschen, die diese wichtige Arbeit schon heute mit vollem Einsatz leisten, das nötige Rüstzeug, um einen Standort auch eigenverantwortlich zu leiten“, betont Präsident Hans Ebner, Rotes Kreuz Niederösterreich. „So können wir noch mehr Kindern in Niederösterreich verlässliche Unterstützung beim Lernen und Lesen bieten.“

„Unsere LernLesepat:innen leisten seit Jahren großartige Arbeit – oft direkt im Unterricht oder in unseren Lernhäusern und Lerntreffs“, sagt Landesdirektor Hannes Buxbaum, Rotes Kreuz Niederösterreich. „Mit der fünftägigen Ausbildung schaffen wir erstmals einen klaren Weg, wie erfahrene Freiwillige auch ohne pädagogische Vorbildung Verantwortung als Standortleitung übernehmen können. Kinderschutz, Lerncoaching und Bewegtes Lernen bilden dabei das fachliche Fundament. So stellen wir sicher, dass Qualität und Sicherheit für die Kinder an jedem Standort gewährleistet bleiben.“

Wertvolle Zeit schenken: Was LernLesepat:innen leisten

Bildung schenkt Perspektive und Zukunft. Kinder aus sozial benachteiligten Familien haben ein deutlich höheres Risiko, in der Schule weniger gute Leistungen zu erzielen. Im Jahr 2025 wurden 7.452 Kinder und Jugendliche dank der Lernförderangebote unterstützt und gefördert. Allein die 378 freiwilligen LernLesepat:innen, die in Schulen, in Lernhäusern und Lerntreffs aktiv sind, haben 16.968 Einheiten innerhalb eines Jahres geleistet und so Kinder gefördert.

Eine LernLesepat:in hilft Kindern dabei, ihre Lesekompetenz zu verbessern und die Freude am Lesen (wieder) zu entdecken. Für die Freiwilligen selbst ist die ehrenamtliche Tätigkeit ebenso bereichernd, denn der regelmäßige Kontakt mit der nächsten und übernächsten Generation hält geistig jung und bringt neue Perspektiven ins eigene Leben. Der zeitliche Aufwand ist gering, die Wirkung umso größer.

„In der Volksschule habe ich mir mit dem Lesen echt schwergetan. Dann kamen die LernLesepat:innen und haben mir einfach die Zeit und Unterstützung gegeben, die ich gebraucht habe. Ich habe mich dann auch immer schon darauf gefreut, wenn der Besuch angekündigt wurde – und heute denke ich darüber nach, ob ich vielleicht studieren soll…“ erzählt eine ehemalige Teilnehmerin an diesem Programm.

Die Lernförderprogramme des Roten Kreuzes sind kostenlos und zielen darauf ab, Bildung als Grundlage für den beruflichen Erfolg zu unterstützen.

Interessierte Personen können sich auch jederzeit als LernLesepat:in anmelden oder weitere Informationen erfragen:

059 144/8207 + Ihre PLZ

lernlesepatenschaft@n.roteskreuz.at

www.lernlesepatenschaft.at

 

Tulln, 16. September 2026

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Zenker und Co - Pressesprecher_innen vom Roten Kreuz Niederösterreich

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