Psychische Erste Hilfe an Schulen: Jugendrotkreuz NÖ setzt Initiative fort
Passend zur Bewusstseinskampagne Yellow September 2026, die von 10. September bis 10. Oktober 26 läuft, setzen das Land Niederösterreich und das Rote Kreuz Niederösterreich ihr Engagement im Bereich der „Psychischen Erste Hilfe“ Angebote an Schulen in diesem Schuljahr fort. Im vergangenen Schuljahr 25/26 nahmen bereits 66 Schulklassen mit 1.442 Schüler:innen die kostenlose Workshops in Anspruch.
Mit dem Projekt „Gemeinsam lösen wir’s“ haben das Land Niederösterreich und das Jugendrotkreuz Niederösterreich ein Angebot geschaffen, das an Schulen im gesamten Bundesland großen Anklang findet: die Workshops „Psychische Erste Hilfe: Intensiv“. Die Trainer:innen des Jugendrotkreuzes vermitteln Schüler:innen der Sekundarstufe I (7. & 8. Schulstufe) und der Sekundarstufe II (ab der 9. Schulstufe) altersgerecht grundlegende Kompetenzen im Umgang mit psychischen Belastungen. Die Kurse sind aufgrund einer Förderung des Landes NÖ für die teilnehmenden Schulen kostenlos. „Ziel ist es, jungen Menschen konkrete Werkzeuge an die Hand zu geben, um schwierige Situationen frühzeitig zu erkennen, angemessen darauf zu reagieren und gegebenenfalls Unterstützungsangebote zu suchen bzw. anzunehmen“, so Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.
Damit zählt das Rote Kreuz Niederösterreich nicht nur zu den Teilnehmern der bundesweiten Bewusstseinskampagne Yellow September 2026, sondern trägt auch wesentlich zur Bewusstseinsbildung rund um den diesjährigen Schwerpunkt „Einsamkeit und psychosoziale Gesundheit“ bei. Während die Kampagne im September, die von der Gesundheit Österreich (GÖG) koordiniert wird, im September insbesondere auf Einsamkeit und soziale Verbundenheit hinweist, zeigt das Rote Kreuz Niederösterreich mit „Psychische Erste Hilfe: Intensiv“, dass das Thema psychische Gesundheit das ganze Schuljahr über aktiv an den Schulen in NÖ verankert wird.
„Genauso wie jede und jeder Einzelne im Notfall Erste Hilfe leisten kann, sollte sich auch jeder Mensch seiner Verantwortung bewusst sein, aktiv zu werden, wenn Menschen mit psychischen Herausforderungen kämpfen“, betont Präsident Hans Ebner, Rotes Kreuz Niederösterreich. „Dass wir das Angebot der Workshops zur Psychischen Ersten Hilfe in Schulen nun ein Jahr weiterführen können, zeigt, wie wichtig und gefragt das Thema ist.“
„Psychische Erste Hilfe gehört heute genauso zur schulischen Gesundheitsvorsorge wie die klassische Erste Hilfe“, sagt Landesleiter Matthias Hesse, Jugendrotkreuz NÖ. „Das durchwegs positive Feedback der Schüler:innen und des Lehrpersonals zeigt, dass wir mit dem Angebot am Puls der Zeit liegen.“
Ziel der rund viertstündigen Workshops ist es, Bewusstsein für psychische Gesundheit zu schaffen, Handlungssicherheit im Umgang mit belastenden Situationen zu vermitteln und auf Unterstützungsangebote aufmerksam zu machen, bevor aus Belastungen Krisen werden. Durchgeführt werden die Workshops von eigens ausgebildeten Vortragenden, die die Inhalte flexibel an Wissenstand und Bedürfnisse der jeweiligen Klasse anpassen.
Die Nachfrage gibt dem Konzept recht: Im Schuljahr 25/26 wurden insgesamt 66 Workshops mit 1.442 teilnehmenden Schüler:innen abgehalten – 39 Klassen bzw. 809 Schüler:innen in der Sekundarstufe I und 27 Klassen bzw. 633 Schüler:innen in der Sekundarstufe II. Dafür stehen mittlerweile 106 ausgebildete Vortragende zur Verfügung.
Für das Schuljahr 26/27 liegen bereits zahlreiche Anfragen interessierter Schulen vor, erste Termine werden laufend vereinbart.
Tulln, 5. Oktober 2026

Pressestelle
Rotes Kreuz Niederösterreich