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Großübung der Suchhunde: Vermisste nach Zugunglück erfolgreich gefunden

Ein Suchhund der Suchhundestaffel hat eine Person gefunden und diese wird von den Sanitäterinnen versorgt

Drei Tage lang übten die Rotkreuz-Suchhundeteams gemeinsam mit der Österreichischen Rettungshundebrigade am Bundesheerareal Bruckneudorf ein Großszenario nach einem potenziellen Zugunglück. Als Ehrengäste machten sich Vizepräsident Werner Kraut und Landesrettungskommandant-Stellvertreter Johann Kaufmann ein Bild von der Übung.

Ein Zugunglück, 25 Verletzte und 22 Personen, die sich orientierungslos in den umliegenden Wald geflüchtet haben. Dieses Szenario stand im Mittelpunkt der gemeinsamen Landesübung der Rotkreuz-Suchhunde Niederösterreich und der Bundeseinsatzübung der Österreichischen Rettungshundebrigade (ÖRHB). Von Freitag, 16., bis Sonntag, 18. Oktober 2026, suchten rund 200 Einsatzkräfte und Figurant:innen rund um die Uhr nach Vermissten, auch in der Nacht.

„Die Zusammenarbeit mit den anderen Teams hat hervorragend geklappt“, sagt Landeskommandant der Rotkreuz-Suchhunde Niederösterreich Andreas Jauschnik. „Gerade das ist bei tatsächlichen Einsätzen wesentlich: Es muss nicht erst lange überlegt werden, sondern die Suche nach Vermissten kann schnell und gezielt ablaufen.“

Die Szenarien verlangten den Teams einiges ab: Verletzte mussten im dichten, waldigen Gelände gefunden, versorgt und gerettet werden. Neben der Arbeit der Hunde stellten die Suchtrupps auch ihr Können im Umgang mit Karte und Funk unter Beweis. Ebenso wichtig war das Lesen von Wind und Thermik und die darauf abgestimmte Suchtaktik. Am Ende jedes Suchauftrags gab ein neutraler Beobachter den Teams direktes Feedback.

Gemeinsam schneller ans Ziel

„Die gemeinsame Landesübung der Rotkreuz-Suchhunde Niederösterreich und die Bundeseinsatzübung der Österreichischen Rettungshundebrigade sind ein starkes Zeichen für die gute organisationsübergreifende Zusammenarbeit. Die Teams lernen von- und miteinander. Nur so kann ein hoher Standard bei der Suche nach vermissten Personen gewährleistet werden. Denn Hunde retten Menschenleben. Im Fall einer vermissten Person sind wir 365 Tage im Jahr kostenlos über den Notruf 144 einsatzbereit“, betont Andreas Kostron, Bundeseinsatzleiter der Österreichischen Rettungshundebrigade.

Ziel der Übung war die Weiterbildung der Suchhunde-Teams, die zum Teil kurz vor oder nach dem Flächeneinsatztest stehen. Genauso zentral waren der Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen. Wer im Ernstfall Hand in Hand arbeitet, findet vermisste Personen schneller, effektiver und zuverlässiger.

Die Übung in Zahlen

  • Rotes Kreuz Niederösterreich: 14 Hundeführer:innen, 11 Helfer:innen und 4 Einsatzleiter:innen der Suchhunde sowie Rettungsmittel aus Hainburg und Bruck an der Leitha
  • Rotkreuz-Sondereinheiten: 20 Mitarbeiter:innen aus Logistik & Transport, Feldküche, Unterbringung sowie Technik & Stromversorgung
  • Realistische Unfalldarstellung: drei Rotkreuz-Realistiker:innen, 38 Figurant:innen über die gesamte Übung
  • Österreichische Rettungshundebrigade: 26 Hundeführer:innen, 20 Helfer:innen, 4 Einsatzleiter:innen
  • Feuerwehr: 55 Mitglieder der Feuerwehren Winden am See, Weiden am See, Neusiedl am See, Kaisersteinbruch, Bruckneudorf und Jois
  • Beobachtung und Bewertung: Notruf 144 und Österreichische Hunde Union

Suchhunde des Roten Kreuzes NÖ

Die Suchhunde-Teams des Roten Kreuzes sind vor allem dann unterwegs, wenn Menschen vermisst werden – also beispielsweise, wenn ältere Menschen nicht nach Hause kommen. Aktuell gibt es in Niederösterreich Suchhunde-Staffeln die in Bruck an der Leitha, Baden, Schwechat. St. Aegyd, Neunkirchen, Marchfeld, Poysdorf, Perchtoldsdorf, Weitra, Hollabrunn, Tulln, Wiener Neustadt zuhause sind. Nicht nur die zwei- bis dreijährige Ausbildung zum Suchhund ist sehr anspruchsvoll, auch das Training erfordert viel Zeit und Disziplin. Sowohl die Ausdauer und Genauigkeit als auch der Geruchssinn des Hundes müssen laufend trainiert werden. Das Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer:innen muss immer bestehen, damit die Einsätze reibungslos ablaufen können.

Tulln, 20. Oktober 2026

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Zenker und Co - Pressesprecher_innen vom Roten Kreuz Niederösterreich

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