Rotes Kreuz Niederösterreich setzt auf Ehrenamt und qualitativ hochwertige Ausbildung
- Freiwilliges Engagement im Steigen: 19.175 ehrenamtliche Mitarbeitende in NÖ
- Team Österreich: Staatspreis in der Kat. Katastrophenschutz und Notfallhilfe
- Fraueninitiative Rotkreuzlerin erfolgreich gestartet
- Rettungsdienst: mehr als fünf Mio. Einsatzstunden, um Menschen zu helfen
- Rotkreuz-Telenotarzt in sechs Bundesländern im Einsatz aktiv
- Ausbildung: bereits 1.512 Notfallsanitäter:innen mit min. Zusatzkompetenz NKV
- Gesundheits- und Soziale Dienste: knapp 12.000 Rufhilfe-Anschlüsse realisiert
- Jugendrotkreuz: Psychische Erste Hilfe als Schwerpunktthema
- Blutspendestützpunkt in Zwettl und Pop-up-Blutspende in SCS errichtet
„Unser großes gemeinsames Ziel ist es, dass die Menschen in Niederösterreich gut versorgt und sicher leben können. Und dabei führt kein Weg am Roten Kreuz vorbei. 19.175 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher engagieren sich ehrenamtlich im Roten Kreuz – um 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Dieser Zuwachs ist ein starkes Zeichen für den gelebten Zusammenhalt in unserem Land. Hinter dieser Zahl stehen Menschen, die Verantwortung übernehmen und Tag und Nacht für andere da sind. Für Ihren Einsatz sage ich ein herzliches Danke. Sie sind ein unverzichtbarer Teil unserer Sicherheitsfamilie Niederösterreich“, erklärt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
„Es freut mich, dass bereits über 1.500 Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter des Roten Kreuzes mit der Zusatzkompetenz ‚Venenzugang und Infusion‘ oder höher zur Verfügung stehen. In naher Zukunft werden diese hochqualifizierten Fachkräfte flächendeckend an 86 Standorten das Fundament der Notfallrettung im Bundesland bilden – das hat es in dieser Qualität und Dichte in Niederösterreich noch nie gegeben!“, dankt Landesrätin Eva Prischl den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen des Roten Kreuzes für die vielen Stunden, die für die Gesundheit und Sicherheit der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher geleistet werden.
„Unsere Gesellschaft steht aktuell vor vielen Herausforderungen. Kriege, Katastrophen, aber auch Veränderungen im eigenen Land fordern zum Nachdenken, Hinterfragen und der Suche nach innovativen Lösungen auf“, betont Präsident Hans Ebner, Rotes Kreuz Niederösterreich. „Das Rote Kreuz als weltweite Bewegung ist in 191 Staaten der Welt aktiv, um zu helfen – mit einer gemeinsamen Vision: ‚Mit der Kraft der Menschlichkeit Zukunft gestalten. In Niederösterreich setzen wir nun bereits seit mehreren Jahren auf innovative Projekte wie den Telenotarzt, Ausbildungsschwerpunkte im Rettungsdienst und wichtige Schritte in der Armutsbekämpfung oder in der Betreuung unserer Senior:innen, um Menschen Halt und Sicherheit zu geben. Gleichzeitig ist es eines unserer größten Anliegen, junge Menschen zu fördern und ihnen unsere humanitäre Wertehaltung näherzubringen so wie auch in der Führungskräfteausbildung das gesamte Potenzial zu schöpfen.“
Im Bereich der Führungskräfteausbildung hat das Rote Kreuz im vergangenen Jahr einen wichtigen Schritt gesetzt: Aktuelle Zahlen zeigen, dass 17 % der Führungspositionen im Roten Kreuz NÖ durch Frauen besetzt sind, während die Zahl der weiblichen Freiwilligen bereits bei 43,7 Prozent liegt. „Das haben wir zum Anlass genommen, mit der ‚Rotkreuzlerin‘ eine eigene Fraueninitiative zu starten“, sagt Ebner. Mit einem eigenen Mentoring-Programm, das mit der Auftaktveranstaltung Ende Juni 2025 startete, und der Implementierung eines Frauennetzwerks zur Vernetzung und Stärkung der Frauen im Roten Kreuz Niederösterreich werden nun gezielt Frauen angesprochen. Ziel ist es, Chancengleichheit zu forcieren und durch strukturelle Maßnahmen, individuelle Förderung und Bewusstseinsbildung zu leben. „Reden allein reicht nicht: Wir handeln – für mehr Gleichstellung, mehr Sichtbarkeit und mehr Entwicklungschancen für Frauen im Roten Kreuz Niederösterreich. Frauen sind eine tragende Säule des Österreichischen Roten Kreuzes“, meint Ebner.
Freiwilliges Engagement weiter im Steigen
Sie helfen immer, wenn sie gebraucht werden – die Mitglieder des Team Österreich, einer Initiative vom Österreichischen Roten Kreuz und Hitradio Ö3. Dabei ist der Hochwasser-Einsatz im Jahr 2024 nur eines von vielen Beispielen für das freiwillige Engagement der Team Österreich Helfer:innen. Im Jahr 2025 wurde das Österreichische Rote Kreuz, Landesverband Niederösterreich nun gemeinsam mit Hitradio Ö3 für diese Initiative in der Kategorie Katastrophenschutz und Notfallhilfe mit dem Staatspreis für freiwilliges und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. „Es braucht vor allem aber auch erfahrene Rotkreuz-Teams, um dieses freiwillige Engagement zu ermöglichen“, sagt Ebner. „Von der Datenbank-Betreuung bis hin zum eigentlichen Einsatz, Koordination und Betreuung vor Ort, hier sind Rotkreuz-Mitarbeiter:innen mit viel Erfahrung und Know-how gefragt. Gleichzeitig freuen wir uns über den Anstieg bei den Team Österreich Mitgliedern – insgesamt können wir in Niederösterreich auf einen Pool von 24.237 Helfer:innen zugreifen. Der Wille zum freiwilligen Engagement ist also ungebremst.“ Das Team Österreich hat sich seit 2007 auch massiv weiterentwickelt: Die Mitglieder helfen auch außerhalb von Katastrophen spontan im Anlassfall mit, zudem sind Angebote wie die Team Österreich Tafel oder die Team Österreich Lebensretter entstanden. Ganz im Sinne von: Freiwillige Hilfe immer wieder neu gedacht.
Das Rote Kreuz Niederösterreich setzt alles daran, in Menschen die Freude an ehrenamtlichem Engagement zu wecken. „Freiwilligkeit ist die Basis des Roten Kreuzes und mit knapp 2,4 Mio. ehrenamtlich geleisteten Stunden ein nicht wegzudenkender Faktor“, betont der Präsident. „Wir haben im vergangenen Jahr bei den Freiwilligen eine Steigerung von 2,4 Prozent geschafft – unsere 19.175 ehrenamtlichen Mitarbeitenden zeigen, was Freiwilligkeit bedeutet. Gleichzeitig sehen wir an den Interessenten-Zahlen, dass es hier noch einiges an Potenzial zu schöpfen gilt. Mit unserer Freiwilligenkampagne „Ehrensache mithelfen“ setzen wir alles daran, den Menschen die vielfältigen Möglichkeiten einer Mitarbeit näherzubringen. Denn nicht jeder muss im Rettungsdienst arbeiten – bei uns gibt es viele Möglichkeiten, aktiv zu werden.“ Insgesamt bietet das Rote Kreuz in Niederösterreich 40 Tätigkeitsprofile, die beschreiben, wie und wo man freiwillig mitarbeiten kann. Auf der eigens eingerichteten Webseite www.ehrensache.at finden sich umfangreiche Informationen zum Thema Ehrenamt im Roten Kreuz. In diesem Jahr – dem „International year of volunteers“ der UN – wird auch das Rote Kreuz Niederösterreich einmal mehr auf das Thema Freiwilligkeit setzen und den Fokus auf das Reagieren auf humanitäre Krisen aber auch auf Resilienz setzen.
Mehr als fünf Millionen Stunden im Einsatz
Die Veränderung des Gesundheitssystems in Niederösterreich fordert das Rote Kreuz Niederösterreich intensiv. In den Zahlen ist aktuell zu sehen, dass sich die Rettungs- und Notfalleinsätze stabil auf hohem Niveau halten und sich im Bereich des Krankentransportes auf den Stand vor COVID zurück entwickelt haben. Dementsprechend verbuchte das Rote Kreuz Niederösterreich im Jahr 2025 durchschnittlich 2.549 Einsätze pro Tag und versorgte und transportierte somit 864.816 Menschen. Zwar ist die Gesamtzahl der Freiwilligenstunden ebenfalls leicht rückläufig, hier kommt es aber zu einer Verschiebung. „Wir sehen heute, dass die systemrelevanten Stunden, also die Dienststunden unserer Einsatzteams auf den Fahrzeugen, trotz immer höherer Anforderungen auch im Bereich der Freiwilligkeit steigen – das heißt, gerade auch im Bereich der Notfallsanitäter:innen mit und ohne Sonderkompetenzen haben wir einen gewohnt hohen Anteil an Ehrenamtlichen. Einen Rückgang gab es beispielsweise dadurch, dass im vergangenen Jahr weniger große Ambulanzen bei Großveranstaltungen stattgefunden haben und zeitgleich die Stundenerfassung auf neue Systeme umgestellt wurde. Dadurch kann noch besser ausgewertet werden“, sagt Ebner. „Gleichzeitig muss man auch die Gesamtleistung betrachten: Die Mitarbeiter:innen des Roten Kreuzes Niederösterreich – Ehrenamtliche, Hauptberufliche, Zivildienstleistende und Teilnehmende des Freiwilligen Sozialjahres – haben im Jahr 2025 insgesamt 5.253.401 Stunden im Rettungs- und Krankentransportdienst erbracht. Das ist eine gewaltige Leistung, für die es auch einmal gilt, Danke zu sagen.“
Zum ersten Mal in Österreich führte das Rote Kreuz Niederösterreich im Jänner 2026 in Ab-stimmung mit der Ärztekammer eine Basisausbildung für Telenotärzt:innen durch. Dabei wurde größter Wert daraufgelegt, diese Schulung gleich bundesland- und organisationsübergreifend anzubieten. Insgesamt nutzten 27 Notärzt:innen von Rotem Kreuz und dem Samariterbund aus NÖ, vom Roten Kreuz Burgenland, Salzburg und Kärnten die Möglichkeit, dieses Kursangebot zu absolvieren. Das Telenotarztsystem ist mittlerweile weit über Niederösterreich hinaus auch im Burgenland, Oberösterreich, Salzburg, Vorarlberg und Kärnten etabliert, abgewickelt werden monatlich rund 300 Einsätze über dieses System. Ziel ist es, dass das Rettungsdienstpersonal am Einsatzort jederzeit in Echtzeit den Telenotarzt bzw. die Telenotärztin in den laufenden Versorgungsprozess der Patient:innen einbinden kann.
Im Rettungsdienst wurde ein international bewährtes Tool zur strukturierten Dringlichkeitseinschätzung von medizinisch Hilfesuchenden etabliert. In Kombination mit den damit verbundenen Bildungsmaßnahmen für das Rettungsdienstpersonal wurde ein in Österreich innovativer Weg beschritten. Abseits von akuten Notfällen sind Sanitäter:innen häufig mit medizinischen Akutfällen befasst, die keiner unmittelbare Notfallversorgung bedürfen. Mittels der neu implementierten Abläufe kann die Dringlichkeit der Versorgung sowie der best-point-of-service im Gesundheitssystem treffsicher identifiziert werden. Insgesamt trägt dies dazu bei, Ressourcen effizienter einzusetzen und die Versorgungsabläufe im präklinischen Bereich nachhaltig zu optimieren. Die flächendeckende Anwendung ist in Österreich eine Premiere.
Zusätzlich werden die Schwerpunktsetzungen im Bereich der Ausbildung der Notfallsanitäter:innen wie auch der Zusatzkompetenzen weiter forciert. Dank dieser Ausbildungsoffensive der vergangenen Jahre sind bereits 25,2 Prozent der Sanitäter:innen im Roten Kreuz Niederösterreich zu Notfallsanitäter:innen ausgebildet. 62,2 Prozent dieser Notfallsanitäter:innen verfügen über die notwendige Ausbildung als Notfallsanitäter:in zumindest mit Notfallkompetenz Venenzugang (NKV), die für die Besetzung eines RTW-C notwendig ist. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass das Rote Kreuz Niederösterreich aktuell zusätzlich zu den 7.221 Rettungssanitäter:innen über 2.432 Notfallsanitäter:innen verfügt, von denen wiederum 1.512 Personen die Zusatzausbildung NKV oder höher absolviert haben. Diese Notfallsanitäter:innen mit Zusatzausbildung stellen somit die Basis des niederösterreichischen Notfallrettungsdienstes dar. Die Rettungssanitäter:innen wirken unterstützend in der Notfallrettung mit und haben zudem ihren Schwerpunkt im wichtigen Krankentransportdienst – in jenem Teil, der die überwiegenden Patientenkontakte verzeichnet.
In der Breitenausbildung wurden im Jahr 2025 insgesamt 37.652 Menschen in 3.466 Erste-Hilfe-Kursen zu Ersthelfer:innen ausgebildet. „Wir sehen in unserer Arbeit regelmäßig, wie wichtig Ersthelfer:innen in der Rettungskette sind – sie können den maßgeblichen Unterschied machen, ob ein Mensch beispielsweise einen Herz-Kreislauf-Stillstand überlebt. Denn dann zählt jede Sekunde“, meint Ebner.
Gesundheits- und Soziale Dienste: Sicherheit zählt
Ein Blick auf die Entwicklungen im Bereich der Rufhilfe zeigt: Sicherheit ist für ältere Menschen ein wichtiges Thema. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der durch das Rote Kreuz betreuten Rufhilfe-Anschlüsse von 10.930 auf insgesamt 11.963 Anschlüsse – fast 12.000 Menschen setzen in Niederösterreich somit auf das wertvolle Service der Rufhilfe. Insgesamt wurde der Alarm 95.423-mal ausgelöst und führte zu 13.729 Einsätzen, bei denen Menschen zeitgerecht und schnell versorgt werden konnten. „Die Möglichkeit, rund um die Uhr professionelle Unterstützung an seiner Seite zu haben und das Wissen, auch in Notfallsituationen direkte Ansprechpartner:innen zu haben, sind für viele Menschen wesentliche Argumente, sich für dieses Angebot zu entscheiden. Dank der GPS-Technologie können die Rufhilfe-Uhren des Roten Kreuzes auch unterwegs – beim Spaziergang oder Einkaufen – verwendet werden“, sagt Ebner. „Das erhöht das Sicherheitsgefühl massiv und unsere Klient:innen können beruhigt auf das Service vertrauen, dass sie uns jederzeit erreichen können. Wesentlich ist uns die bedarfs- bzw. benutzergerechte Geräte-Beratung – eben für wen welches Modell am besten passt.“
Einen wesentlichen Beitrag leisten die Gesundheits- und Sozialen Dienste gleichzeitig auch beim Thema Armutsbekämpfung. Im vergangenen Jahr zeigte das 15-Jahr Jubiläum der Team Österreich Tafel – einem Projekt des Österreichischen Roten Kreuzes und Hitradio Ö3 – wie präsent das Thema aktuell ist. 236.000 Menschen (14 % der Bevölkerung) sind in Niederösterreich laut der letzten EU-SILC-Studie armuts- oder ausgrenzungsgefährdet, 56.000 Menschen leben in absoluter Armut (3 % der Bevölkerung). Für sie stellt auch der Einkauf von Lebensmitteln keine Selbstverständlichkeit dar – und hier setzen die Angebote des Roten Kreuzes an. „Im Jahr 2025 hatten wir an den 35 Ausgabestellen der Team Österreich Tafel 7.502 und in den drei SozialLäden 1.966 registrierte Haushalte“, erläutert der Präsident. „In diesen anspruchsberechtigten Haushalten leben insgesamt 7.127 Kinder (34 Prozent der Anspruchsberechtigten). Durchschnittlich wurden so pro Woche 7.546 Menschen versorgt.“
Weiter ausgebaut wird zudem das Angebot des „Henry Ladens“ – der Second-Hand-Boutique des Roten Kreuzes Niederösterreich. Drei weitere Shops konnten 2025 eröffnet werden, Ziel ist es, diese Geschäfte flächendeckend in NÖ zur Verfügung zu stellen. Im Henry Laden bekommen gut erhaltene Gebrauchsartikel wie Kleidung, Accessoires, Kinderbekleidung, Spielsachen, Bücher oder auch die eine oder andere Rarität eine zweite Chance und werden in den gut sortierten Boutiquen zu günstigen Preisen verkauft. Einkaufen können im Henry Laden alle Personen, die gerne stöbern, nach einem netten Geschenk suchen oder ganz einfach preisgünstig shoppen wollen. Damit wird gleichzeitig auch ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit und Müllvermeidung geleistet.
Von Jugendlager bis zu Psychischer Erste Hilfe
Fünf Tage lang verwandelte sich Bruck an der Leitha in die wohl sicherste Stadt Niederösterreichs: Von 9.-13. Juli fand dort das Rotkreuz-Landesjugendlager 2025 des Jugendrotkreuzes NÖ unter dem Motto „Gemeinsam leiwand“ statt. Insgesamt nahmen 304 Kinder und Jugendliche, 141 Betreuer:innen und 271 freiwillige Helfer:innen teil. Das Lager selbst bestand aus 45 Zelten, die in sieben „Dörfern“ ganz im römischen Stil aufgebaut wurden, passend zur Römerstadt Carnuntum ganz in der Nähe. Die Dörfer trugen (abgeleitet von den sieben Grundsätzen des Roten Kreuzes) lateinische Namen wie beispielsweise Humanitas oder Libertas. Jugendliche aus verschiedenen Bezirksstellen bildeten die Dorfgemeinschaften – ein Konzept, das den Zusammenhalt über regionale Grenzen hinweg förderte.
Erstmals wurden im Rahmen des Lagers digitale Challenges ausgetragen, bei denen sich die Dörfer in kreativen Teamaufgaben messen konnten. Ob Fahne gestalten, einen Dorf-Bürgermeister wählen oder Aufgaben im römischen Stil lösen – die Challenges verbanden auf originelle Weise historische Elemente mit der Lebenswelt der Jugendlichen.
Neben der Organisation des Landesjugendlagers, dem Abhalten von Schwimmkursen und Radfahrprüfungen, stand das Thema Psychische Erste Hilfe im Zentrum der Aktivitäten des Jugendrotkreuzes: Mit Beginn des Schuljahres wurde das Projekt „Gemeinsam lösen wir’s“ vom Land Niederösterreich ins Leben gerufen und in Kooperation mit dem Jugendrotkreuz unter dem Titel „Psychische Erste Hilfe: Intensiv“ Workshops zurzeit kostenlos für Schulen im gesamten Bundesland ermöglicht. Das Angebot umfasst Workshops für Schüler:innen der Sekundarstufe I (7. & 8. Schulstufe) sowie der Sekundarstufe II (ab. 9. Schulstufe) und vermittelt altersgerecht grundlegende Kompetenzen im Umgang mit psychischen Belastungen. Insgesamt konnten hier bis Jahresende 2025 bereits sieben Workshops mit 153 Teilnehmer:innen abgehalten werden. Ziel ist es, Bewusstsein zu schaffen, Handlungssicherheit zu geben und Unterstützung zu ermöglichen – bevor aus Belastungen Krisen werden.
Blut: Lebensrettendes Notfallmedikament Nummer Eins
Wesentliche Neuerung im Bereich der Blutspende waren vor allem die Eröffnung des Blutspendestützpunktes in Zwettl im Jänner 2025 und des Pop-up-Stores in der Westfield Shopping City Süd im Oktober 2025. Das zeigt sich bereits auch in den Zahlen: insgesamt besuchten 42.487 Menschen in NÖ – das entspricht einer Steigerung von 4,9 Prozent – eine der 1.019 Blutspendeaktionen des Roten Kreuzes, darunter befanden sich 6.068 Erstspender:innen.
Die Blutspende ist neben der Zeit- und Geldspende ein wesentlicher Beitrag, den Menschen leisten können. Blut wird beispielsweise nach Unfällen, bei Geburten, Operationen oder bei der Behandlung schwerer Erkrankungen verabreicht – ein lebensrettendes Notfallmedikament also, das künstlich nicht herstellbar ist. Gleichzeitig ist eine Blutkonserve lediglich 42 Tage haltbar.
Tulln, 25. Februar 2026

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Rotes Kreuz Niederösterreich