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BKTW

Grundsätzlich wird dieses Fahrzeug für Patient:innen vorgehalten, die nicht selbst mit dem Privatauto fahren können oder vor allem, beispielsweise aufgrund einer Erkrankung oder medizinischen Behandlung, nicht selbst fahren dürfen, aber noch mobil genug sind, um selbstständig zu gehen und in ein normales Auto einzusteigen.

Besonders häufig bringt unser BKTW Patient:innen zu Dialysebehandlungen nach St. Pölten und Amstetten oder zu Krebsbehandlungen nach Krems, Wien und Linz.

Gefahren wird das Fahrzeug von einem/einer Rettungssanitäter:in mit Einsatzfahrerausbildung. Im Kofferraum befinden sich zusätzlich ein Notfallrucksack und ein Defibrillator. Dadurch kann ein BKTW in bestimmten Fällen auch als „First Responder“ alarmiert werden – nämlich dann, wenn das Fahrzeug das schnellste verfügbare Einsatzmittel am Einsatzort ist.

Bis zu vier Patient:innen können mit einer Fahrt befördert werden. Im Bezirk Scheibbs sind dafür drei solcher Fahrzeuge in den Tagstunden von 06:00 bis 20:00 Uhr angemeldet.

Damit sorgen unsere Mitarbeiter nicht nur für einen sicheren und zuverlässigen Transport zu wichtigen medizinischen Behandlungen, sondern können bei Bedarf auch rasch Erste Hilfe leisten.

KTW

Im Bezirk Scheibbs gibt es aktuell zehn Fahrzeuge des Typs VW T6.1 2.0 TDI 4Motion. Im Inneren finden sich mindestens zwei, teilweise aber auch drei Rettungssanitäter:innen und jede Menge an sanitätstechnisch wichtigem Material.

Vom Notfallrucksack und Defibrillator über die Schaufeltrage bis hin zur Vakuummatratze ist alles mit an Bord, was benötigt wird, um hilfsbedürftige und kranke Menschen sicher zu befördern und zu transportieren. Gleichzeitig ist ein KTW auch für die Versorgung akuter Notfälle ausgestattet.

Zusätzlich befinden sich natürlich eine Fahrtrage und ein Tragstuhl im Fahrzeug. Denn den Großteil der Zeit wird der KTW für Krankentransporte und nicht dringliche Einsätze eingesetzt.

Menschen, die hilfsbedürftig sind und nicht mehr selbstständig gehen, aufstehen oder sitzen können, werden von unseren Mitarbeiter:innen sicher zu ihren notwendigen Terminen gebracht – zum Beispiel ins Krankenhaus oder zur Hausärztin bzw. zum Hausarzt zur planmäßigen Kontrolle.

Auch der Heimtransport nach einem Spitalsaufenthalt wird mit einem KTW durchgeführt, wenn die betreffende Person nicht selbstständig gehen kann oder darf und daher für den Transport Unterstützung benötigt.

Unsere Krankentransportwagen sind damit echte Allrounder: Sie ermöglichen sichere Krankentransporte, sind aber gleichzeitig so ausgestattet, dass unsere Mitarbeiter:innen auch bei akuten Notfällen rasch und professionell Hilfe leisten können.

RTW

Der RTW – also der Rettungstransportwagen – ist das typische Fahrzeug, wenn es um dringende Einsätze geht. Wenn es heißt „Ruf die Rettung!“ und ein zeitkritischer Einsatz mit potenzieller Gefahr für die Gesundheit gemeldet wird, kommt ein RTW oder RTW-C zum Einsatz.

Bei uns im Bezirk steht in Gaming, Scheibbs, Steinakirchen und Wieselburg jeweils ein VW Crafter 2.0 mit rund 180 PS und Allradantrieb für Einsätze zur Verfügung. Die vier Fahrzeuge versorgen gemeinsam rund 50.000 Menschen – auch über die Bezirksgrenzen hinaus.

Doch was unterscheidet einen RTW eigentlich von einem KTW?

Eines fällt sofort auf: Der RTW ist größer und bietet dadurch deutlich mehr Platz für die optimale Versorgung von Patient:innen. Die Fahrtrage kann in die Mitte des Fahrzeuges verschoben werden, wodurch die Patient:innen von mehreren Seiten optimal zugänglich sind. Mit der Schwebetrage können die Personen außerdem besonders schonend und erschütterungsarm transportiert werden.

Zur Ausstattung gehören neben dem Notfallrucksack mit Ampullarium auch ein Sauerstoff- und ein Traumarucksack sowie eine eigene Kindernotfalltasche. In den zahlreichen Laden und Fächern findet sich außerdem umfangreiches Material für Beatmung, Wundversorgung und Geburtshilfe.

Auch für venöse Zugänge und die Gabe von Medikamenten ist das notwendige Material vorhanden. Diese Maßnahmen können in vielen Fällen von entsprechend ausgebildeten Sanitäter:innen eigenständig und ohne ärztliches Personal durchgeführt werden.

Für die Diagnostik stehen neben verschiedenen medizinischen Geräten, beispielsweise zur Blutzuckermessung, auch in allen vier Fahrzeugen Patientenmonitore vom Typ Corpuls c3 zur Verfügung. Damit können unter anderem Blutdruck und Sauerstoffsättigung gemessen sowie weitere wichtige Vitalparameter überwacht werden. Auch die Defibrillation und das Schreiben eines Elektrokardiogramms (EKG) sind damit möglich.

So können unsere Sanitäter:innen – zumeist Notfallsanitäter:innen, häufig mit zusätzlichen Kompetenzen für Arzneimittelgabe, venöse Zugänge oder auch die Intubation, bereits vor Ort wichtige diagnostische Arbeit leisten und anhand der gewonnenen Erkenntnisse eigenständig die notwendige Versorgung von Notfallpatient:innen einleiten und vornehmen.

Bei hochkritischen Patient:innen, beispielsweise schwer verletzten Personen, kann es jedoch notwendig sein, dass zusätzlich eine Notärztin oder ein Notarzt zur Unterstützung hinzugezogen wird. Mit wenigen zusätzlichen Komponenten lässt sich der RTW dann zu einer kleinen fahrenden Intensivstation erweitern.

Damit ist der RTW weit mehr als nur ein Transportmittel: Er ist ein mobiles medizinisches Versorgungsfahrzeug, mit dem unsere Mitarbeiter:innen bereits am Einsatzort wichtige Diagnostik und Behandlung durchführen, um so für beste Versorgungsqualität zu sorgen.

NEF

Auf der Bezirksstelle in Scheibbs befindet sich ebenfalls ein Notarztstützpunkt. Das NEF wird zumeist primär gemeinsam mit einem RTW zu Einsätzen entsendet, bei denen bereits bei der Alarmierung von einer potenziellen Lebensgefahr für den/die Patient:in ausgegangen wird. Es wird teilweise auch von einem KTW oder RTW nachgefordert, wenn am Einsatzort notärztliche Maßnahmen erforderlich sind.

Sollten zeitkritische Überstellungen von einem Krankenhaus in ein anderes notwendig sein, beispielsweise weil ein:e Patient:in einen Herzinfarkt erlitten hat, begleitet das NEF die Patienten ebenfalls gemeinsam mit einem RTW. Gefahren wird das NEF von einem/einer Notfallsanitäter:in, während der Notarzt bzw. die Notärztin zum Einsatzort als Beifahrer mitfährt. Sollte eine ärztliche Begleitung bis ins Krankenhaus notwendig sein, begleitet der Notarzt bzw. die Notärztin die Patienten anschließend im RTW bis zur Übergabe in der entsprechenden Versorgungseinrichtung.

Genau darin liegt auch ein wesentlicher Vorteil der Trennung von RTW und NEF: Wird das NEF am Einsatzort nicht mehr benötigt und kann der/die Patient:in beispielsweise ohne ärztliche Begleitung mit einem KTW oder RTW transportiert werden, kann sich das NEF wieder frei melden. Dadurch steht es sofort für einen weiteren Notarzteinsatz zur Verfügung und kann zu einem anderen medizinischen Notfall alarmiert werden.

Im Kofferraum des NEF befindet sich eine Vielzahl an medizinisch notwendigen Geräten und Materialien. Neben einem Patientenmonitor und einem Beatmungsgerät sind auch zahlreiche Medikamente vorhanden, um verschiedenste Krankheitsbilder und medizinische Notfälle behandeln zu können. Auch für Maßnahmen wie eine Thoraxdrainage, eine Notfallkoniotomie oder natürlich eine endotracheale Intubation befinden sich die notwendigen Instrumente in den Notfallrucksäcken.

Das NEF Scheibbs versorgt nahezu den gesamten Bezirk Scheibbs sowie teilweise angrenzende Gebiete der Steiermark und der Bezirke St. Pölten-Land und Melk.

Vor einigen Jahren war das Notarzteinsatzfahrzeug noch etwa 800 bis 1.000 Mal pro Jahr im Einsatz. Da die Sanitäter:innen auf den RTW´s mittlerweile immer besser ausgebildet sind und zahlreiche Maßnahmen und Behandlungen, beispielsweise die Blutdrucksenkung, die EKG-Diagnostik oder die medikamentöse Schmerztherapie, selbstständig durchführen können, ist die Zahl der Notarzteinsätze bei uns inzwischen auf etwa 600 Ausfahrten pro Jahr zurückgegangen.

BEL

Das Bezirkseinsatzleiter_Fahrzeug aus Scheibbs steht mit Blaulicht in der Garage

BEL steht für Bezirkseinsatzleiter, wobei diese Bezeichnung mittlerweile nicht mehr ganz korrekt ist. Das Fahrzeug des Einsatzleiters Rettungsdienst wird nämlich nicht mehr ausschließlich zu Einsätzen im eigenen Bezirk geschickt. Auch hier gilt: Es wird grundsätzlich das am schnellsten verfügbare Fahrzeug disponiert.

Der/Die Einsatzleiter:in Rettungsdienst wird vor allem dann zu Einsätzen entsendet, wenn mehrere Rettungsressourcen über eine größere Entfernung hinweg gemeinsam eingesetzt werden müssen. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch um Einsätze, bei denen eine Zusammenarbeit mit mehreren Einsatzorganisationen erforderlich ist, beispielsweise mit der Bergrettung, der Polizei oder der Feuerwehr. Brände und Verkehrsunfälle zählen dabei sicherlich zu den häufigsten Einsatzgründen.

Die Führungskraft im BEL koordiniert den Einsatz gemeinsam mit den Einsatzleitern der anderen beteiligten Organisationen. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Koordination der verfügbaren Ressourcen und deren gezielter Einsatz, das Weitergeben von Lagemeldungen sowie die Übernahme zeitaufwendiger organisatorischer Tätigkeiten. Dazu kann beispielsweise die Suche und Buchung eines geeigneten Krankenhausbettes gehören. Vereinfacht lässt sich die Aufgabe vielleicht mit der eines/einer Logistik- oder Projektleiter/in in einem Unternehmen vergleichen.

Sollte das BEL zufällig als erstes Einsatzmittel am Einsatzort eintreffen, ist auch dort eine notfallmedizinische Erstversorgung möglich. Dafür befinden sich ein Notfallrucksack und ein Defibrillator im Fahrzeug. Die Hauptausstattung des BEL besteht jedoch aus taktischen Unterlagen, Triagematerial und verschiedenen Kommunikationsmitteln, die für die Koordination größerer und komplexerer Einsätze benötigt werden.

wir sind da

Manfred Teufl

Sachbearbeiter KFZ

Rotes Kreuz Scheibbs

Rutesheimerstraße 3
3270 Scheibbs

Bürozeiten: Mo - Fr: 08:00 - 15:00 Uhr
Nur Verwaltung, im Notfall immer 144 anrufen! 

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+43 59 144 68 040
Manfred.Teufl@n.roteskreuz.at

Kevin Haas

Sachbearbeiter Medizinprodukte

Rotes Kreuz Scheibbs

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