Georg Gruber lebt seit seinem ersten Herzstillstand 2003 sehr bewusst. Er unterzieht sich regelmäßigen Gesundheitschecks. Er ist medikamentös gut eingestellt, betreibt regelmäßig Sport und ist immer wieder auf Reha. Es geht ihm seit über 20 Jahren gut und er kann eigentlich alles machen. Im Juni war er wieder auf Reha. Dort wurde ihm eine Herzkatheter-Untersuchung vorgeschlagen. Der Termin war nicht sofort möglich. Stattdessen wurde für Anfang Juli eine Herz-Stress-Echokardiographie vereinbart. Diese ergibt keine Auffälligkeiten.
Und so fährt er am Tag nach dieser Untersuchung eine Runde mit dem Fahrrad. Zu Mittag ist er wieder daheim. Seine Frau Martina ruft ihn zum Essen. „Ich möchte noch kurz ausschwitzen und dann komme ich gleich,“ antwortet er ihr. Doch er kommt nicht.
Martina schaut nach. Sie findet ihren Mann – um Luft kämpfend und nicht mehr ansprechbar. Sie ruft um Hilfe, setzt den Notruf ab und beginnt mit der Herzdruckmassage. Der Nachbar Franz Brandstätter hört die Hilferufe und unterstützt die Ehefrau bei den Wiederbelebungsmaßnahmen. Dann treffen Rettungsmannschaften des Roten Kreuzes aus Schwertberg und Perg sowie der Notarzt ein. Sie setzen die Maßnahmen fort.
„Ohne meine Frau und meinen Nachbarn wäre die Sache nicht gut ausgegangen“
Im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz angekommen, werden gleich vier Stents gesetzt. Weil sich der Gesundheitszustand nicht stabilisiert, wird er ins KUK verlegt. Dort bekommt er einen weiteren Stent gesetzt. Danach muss Gruber an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden. Wenige Tage später wird der Mann wieder in Krankenhaus der Elisabethinen überstellt, wo er noch sechs Tage auf der Intensiv- und eine weitere Woche auf der normalen Station unter bester Betreuung verbrachte.
„Dass ich heute wieder zuhause bin, verdanke ich dem raschen Eingreifen meiner Frau und meines Nachbarn. Ohne deren beherztes und richtiges Setzen der Erste-Hilfe-Maßnahmen wäre die Sache sicherlich nicht so gut ausgegangen,“ ergänzt Georg Gruber voller Dankbarkeit.