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200 Passagiere, ein brennendes Schiff: Großübung auf der Donau

Bei der Großübung „TRITON26“ trainierten rund 400 Einsatzkräfte auf der Donau im Bezirk Perg gemeinsam den Ernstfall. Das OÖ. Rote Kreuz beteiligte sich mit 180 Mitarbeitenden aus Katastrophenhilfsdienst, Rettungsdienst, Krisenintervention und Realistischer Unfalldarstellung.

 

Der Rettungshubschrauber war bei der Bergung und medizinischen Versorgung der Betroffenen im Einsatz.
Mitarbeitende des OÖ. Roten Kreuzes betreuten und versorgen Betroffene während der Großübung „TRITON26“ auf der Donau.
Einsatzleiter Bezirksrettungskommandant Christian Geirhofer im Austausch mit seinen Führungskräften während der Großübung.

Ein brennendes Schiff fordert die Einsatzkräfte

 

Rauch über der Donau, ein Brand auf einem Passagierschiff und zahlreiche Menschen, die rasch in Sicherheit gebracht und versorgt werden mussten: Das Übungsszenario stellte die beteiligten Einsatzkräfte vor vielfältige Herausforderungen.

Während die Feuerwehr die Brandbekämpfung und Evakuierung übernahm, kümmerte sich das OÖ. Rote Kreuz um die Sichtung und medizinische Versorgung der Betroffenen. Teams der Krisenintervention betreuten Betroffene und Angehörige. Auch der Rettungshubschrauber war in die medizinische Versorgung und den Patiententransport eingebunden.

 

Statisten sorgen für realitätsnahe Bedingungen

 

Eine besondere Herausforderung stellte der Einsatzort auf dem Wasser dar: Verletzte mussten vom Schiff evakuiert, an Land übernommen, gesichtet und anschließend medizinisch weiterversorgt werden.

Rund 200 Statisten sorgten gemeinsam mit der Realistischen Unfalldarstellung des OÖ. Roten Kreuzes für möglichst authentische Bedingungen. Verletzungen und Krankheitsbilder wurden dafür detailgetreu geschminkt und dargestellt.

 

Gemeinsam für den Ernstfall trainieren

 

Ziel der vom Bezirksfeuerwehrkommando Perg organisierten Großübung war es, die Zusammenarbeit der beteiligten Einsatzorganisationen und gemeinsame Abläufe für den Ernstfall zu erproben. Die gewonnenen Erkenntnisse werden anschließend ausgewertet und fließen in die weitere Einsatzplanung sowie in die Aus- und Weiterbildung ein.

 

„Im Ernstfall zählt jede Minute“

 

„Im Ernstfall zählt jede Minute – und eine Großschadenslage bewältigt keine Einsatzorganisation allein. Entscheidend ist, dass alle beteiligten Organisationen ihre jeweiligen Stärken zusammenbringen und als eingespieltes System funktionieren. Genau das trainieren wir bei TRITON26.“

- Christian Geirhofer, Bezirksrettungskommandant

 

„Halt und Orientierung geben“

 

„Menschen reagieren in Ausnahmesituationen sehr unterschiedlich. Realitätsnahe Übungen sind deshalb besonders wertvoll: Unsere Kriseninterventionsteams trainieren, auch in unübersichtlichen Situationen rasch auf Betroffene zuzugehen, ihre Bedürfnisse zu erkennen und Halt und Orientierung zu geben.“

- Petra Keplinger, fachliche Leiterin der Krisenintervention des OÖ. Roten Kreuzes