Rund 100 Beteiligte nahmen an der Übung teil. 25 realistisch geschminkte „Verletzte“ wurden im Rahmen eines Ausbildungskurses für Realistische Unfalldarstellung vorbereitet und im Vorfeld von der Freiwilligen Feuerwehr auf die Donauinsel gebracht. Vor Ort wurde eine gemeinsame, organisationsübergreifende Einsatzleitung eingerichtet.
Die ÖWR übernahm mit mehreren Booten und Tauchern die Rettung der Verletzten aus der Donau und von der Insel und brachte sie zur rund einen Kilometer entfernten Versorgungsstelle. In dieser Sanitäts-Hilfsstelle wurden die Patienten an das Rote Kreuz übergeben und weiter medizinisch betreut, bevor sie schrittweise abtransportiert werden konnten.
Das Rote Kreuz rückte mit einem Großaufgebot an Kräften an, darunter eine Notärztin, sechs Rettungswagen, ein Einsatzleitfahrzeug, das Kriseninterventionsteam sowie zwei Schnelleinsatzgruppen aus den Bezirken Perg und Urfahr-Umgebung. Auch die Mobile Sanitätseinheit kam zum Einsatz.
Übungen liefern entscheidende Erkenntnisse für den Ernstfall
Als besonders herausfordernd erwiesen sich die erste Lageerkundung sowie die Koordination der Anfangsmaßnahmen. Auch die organisationsübergreifende Kommunikation stellte die Einsatzkräfte vor besondere Aufgaben. Mit der gemeinsamen Einsatzleitung konnten jedoch rasch Strukturen geschaffen werden, die eine effiziente Rettung ermöglicht haben.
Die Übung zeigte deutlich die Bedeutung eingespielter Abläufe und guter Zusammenarbeit zwischen den Einsatzorganisationen. Auch die Kooperation von Schnelleinsatzgruppen aus unterschiedlichen Bezirken konnte erfolgreich trainiert werden. „Solche Übungen sind entscheidend, um im Ernstfall rasch und koordiniert handeln zu können“, sind sich die Vertreter der Einsatzorganisationen einig.
Alle Übungsziele wurden erreicht. Die gewonnenen Erkenntnisse und identifizierten Verbesserungsmöglichkeiten tragen wesentlich zur Weiterentwicklung der Einsatzkräfte bei und stärken die Vorbereitung auf reale Großschadenslagen.