Am 6. Jänner 2026 ermöglichte das Herzenswunsch-Hospizmobil des Roten Kreuzes Salzburg einer 81-jährigen Patientin eine emotionale Reise in ihre Heimat Kärnten – mit einem Wiedersehen, das ihr viel Freude bereitete.
Margarete, gebürtige Kärntnerin und seit einigen Wochen mit einer Lungenerkrankung Patientin auf der Palliativstation der Salzburger Landeskliniken, wünschte sich, ihren Bruder Alfred in Villach noch einmal persönlich zu sehen. Aufgrund ihrer Erkrankung ist die 81-Jährige sauerstoffpflichtig und in ihrer Mobilität stark eingeschränkt. Das Team des Herzenswunsch-Hospizmobils machte diesen Wunsch dennoch möglich.
Gemeinsames Mittagessen der Familie
Um 9:30 Uhr wurde Margarete gemeinsam mit ihrer Tochter Sonja, die in Wien lebt, direkt von der Station in Salzburg abgeholt. Treffpunkt mit dem 80-jährigen Bruder Alfred war der Gasthof Steirerhof in Villach. Bei Kärntner Kasnudeln und einem Schokodessert genoss die Familie ein gemeinsames Mittagessen und damit einen Moment der Normalität und des Zusammenseins.
Zeit für gemeinsame Erinnerungen
Anschließend ging es in die Wohnung des Bruders. Nach der längeren Fahrt machte es sich Margarete auf der Couch gemütlich. Bei Tee und Weihnachtskeksen wurden Erinnerungen ausgetauscht, alte Schwarz-Weiß-Fotografien betrachtet und Geschichten aus früheren Zeiten erzählt. Auch Golden Retriever Leon wich der Familie den ganzen Nachmittag nicht von der Seite.
Sichere Begleitung bis zur Rückkehr nach Salzburg
Gegen 17:00 Uhr trat das Team des Herzenswunsch-Hospizmobils aufgrund der winterlichen Wetterverhältnisse die Heimreise nach Salzburg an. Um 20:00 Uhr wurde Margarete glücklich, aber erschöpft, vom Pflegepersonal auf der Station wieder in Empfang genommen und meinte: „Ich war so froh, meinen Bruder noch einmal wiederzusehen und noch einmal das Krankenhaus verlassen zu können.“
Begleitet von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen
Begleitet und betreut wurde die Fahrt von den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Ariane, Elisabeth und Regina. Das Rote Kreuz Salzburg unterstreicht mit Einsätzen wie diesem, wie wichtig es ist, schwer kranken Menschen letzte Herzenswünsche zu erfüllen und Begegnungen zu ermöglichen, die weit über medizinische Versorgung hinausgehen.
Rotkreuz-Herzenswunscherfüllung nur durch Spenden möglich
Das Herzenswunsch-Hospizmobil ist individuell ausgestattet. Es bietet höchsten Komfort für die gesundheitlich eingeschränkten Patient:innen – auch auf längeren Reisen, im Sitzen oder Liegen. Die Erfüllung von Herzenswünschen ist für die Patient:innen völlig kostenfrei. Daher ist das Rote Kreuz auf Spenden und ehrenamtliche Helfer:innen angewiesen, um das Projekt zu finanzieren und so möglichst vielen Menschen letzte Herzenswünsche zu erfüllen. Sie möchten Ihren Teil dazu beitragen oder als ehrenamtliche:r Helfer:in tätig werden? Klicken Sie auf die untenstehenden Links.
Zur Spende: sbg.mein-roteskreuz.at/spenden-helfen/spendenprojekte/herzenswunsch-hospizmobil
Zum Ehrenamt: www.roteskreuz.at/salzburg/wir-haben-die-passende-jacke
Fotos (c) Rotes Kreuz Salzburg
Foto 1: Palliativ-Patientin Margarete besuchte mit ihrer Tochter Sonja (rechts) noch einmal ihren Bruder Alfred in Villach.
Foto 2: Margarete und Alfred tauschten bei Tee und Keksen Erinnerungen aus.
Foto 3: Margarete nach der Rückkehr auf die Station – glücklich, aber erschöpft – mit den freiwilligen Mitarbeiterinnen des Herzenswunsch-Hospizmobils Ariane, Regina und Elisabeth (v.l.).
Salzburg, am 16. Jänner 2026
